Zahlreiche Culés auf Wolke sieben: Josep Bartomeu verkündet Neuwahlen beim FC Barcelona

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Paukenschlag beim FC Barcelona: Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu verkündete heute, dass es nach Ende der Spielzeit 2014/15 Neuwahlen geben werde. Somit überschlagen sich die Ereignisse weiterhin – Stein des Anstoßes war die 0:1-Niederlage gegen Real Sociedad am vergangenen Sonntag. Nachdem der 51-Jährige die große Neuigkeit auf der Pressekonferenz von sich gab, wurde er förmlich von Fragen bombardiert. Barçawelt fasst die wichtigsten Aussagen zusammen.

Um etwa 17:00 Uhr Ortszeit verkündete Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu die heiß ersehnte Nachricht vieler Culés: Neuwahlen beim FC Barcelona!

Josep Bartomeu: „Wir wollten das Mandat zu Ende führen, der Klub braucht Stabilität. Allerdings sind die Spannungen der letzten Wochen nicht geeignet, um den Klub zu regieren. Am Ende der Saison wird es Neuwahlen geben, um den hohen Druck, der derzeit auf dem Verein lastet, zu reduzieren. Ich denke, dass der Druck einfach unverhältnismäßig stark geworden ist und nicht die Realität widerspiegelt. Das ist eine Entscheidung, die ich selbst getroffen habe. Wir werden bei den Neuwahlen vertreten sein.“

Botschaft an die möglichen Präsidentschaftskandidaten des FC Barcelona: „Ich bitte alle künftigen Kandidaten darum, mit Verantwortung und ‘Fair Play’ zu handeln. Es wird genug Zeit zum Debattieren während der Wahlkampagne geben. Bis dahin bitte ich um ‘Fair Play’ und Hilfe für den Klub und die Mannschaft. Das Allerwichtigste ist, dass wir uns mitten in Wettbewerben befinden; wir spielen, um Erfolge zu erzielen und diese basieren auf der Hilfe aller für die Mannschaft.“

Weitere Vorgehensweise: „Als Vorstand werden wir so weiterarbeiten wie bisher, mit dem Gedanken daran, was das Beste für Barça ist. Wenn sich die Wahlen nähern, werden wir sagen, welche Pläne uns vorschweben.”

Möglicher Nachfolger für Zubizarreta: „In den letzten Tagen habe ich gesehen, welche Sachen in den Medien diskutiert wurden. Es wird eine Person sein, die bereits eine Verbindung mit dem Klub hat und Barça-DNA in sich trägt, die unseren Fußball kennt und auch unsere Denkweise. […] Die Suche nach einem Nachfolger läuft, es gibt keinen Grund zur Eile. Wir suchen niemanden von außerhalb. Wir wollen eine Person, die den Klub und unsere Art des Fußballspielens kennt – solch eine Person suchen wir. Über die Dauer des Vertrages werden wir uns mit dem neuen Sportdirektor unterhalten. Er wird über das Ende der Saison hinausgehen.”

Der Grund für Zubizarretas Abgang: „Die Worte von Zubizarreta bei Canal Plus waren nicht entscheidend, sie waren ein weiterer Tropfen, letztlich aber nicht entscheidend. Das sind Zyklen, die zu Ende gehen. Zubizarreta hat viel Gutes geleistet. Andere Dinge waren nicht so gut – aber ich weiß seine Person zu schätzen. Das Vertrauen nahm aber ab, und jetzt kommt eine andere Person, die die Dinge anders handhaben wird.”

Verfehlungen von Zubizarreta„Zubizarreta habe ich auf die Initiative von Guardiola geholt und ich musste derjenige sein, der einen Schlussstrich zieht. Ich habe ihm vertraut, und da ich das Vertrauen in ihn verloren habe, muss ich das auf meine Kappe nehmen. Es gab Personen, die ihn mit der Strafe der FIFA in Verbindung gebracht haben. Ich habe bereits gesagt, dass Zubizarreta hinsichtlich der Transfersperre keine Verantwortung trifft. Er ist für die Transfers nicht verantwortlich.”

Carles Puyol: „Wir haben vor einigen Wochen miteinander gesprochen und er sagte mir: ‘Präsident, ich werde am Anfang des Jahres gehen’. Er ist ein sehr ehrlicher Mensch. Er hat mir gesagt, dass er neue Projekte im Fußball hat, um sich fortzubilden. Eines Tages wird er zu Barça zurückkehren. Die Entscheidung war also schon getroffen, ich wusste bereits vorher von ihr.”

Disziplinarmaßnahmen für Messi: „Das entspricht absolut nicht der Wahrheit. Ich weiß nicht, wer das gesagt hat, aber er hatte offensichtlich das Ziel, in der Mannschaft Schaden anzurichten. Wir können nicht alles dementieren, aber das ist etwas Ernstes, das wir vehement leugnen.”

Konflikt zwischen Messi und Enrique: „Ich habe den Kontakt zu Messi und Luis Enrique gesucht. Das sind Dinge, die ihren Platz in der Kabine haben und in die wir uns nicht einmischen. Selbstverständlich rede aber auch ich mit den Spielern – alles ist in Ordnung.”

Verkauf von Messi: „Barcelona will Messi nicht verkaufen. Das ist überhaupt kein Thema. Messi hat vor vielen Jahren auf Barça gesetzt, er ist hier hergekommen, wurde der beste Fußballer der Welt und wird es weiter bleiben. Er wird den Goldenen Ball nicht gewinnen, aber er verdient ihn.”

Ist Messi glücklich?„Es gibt Dinge, die muss man nicht klarstellen. Der Leo aus diesem Jahr ist ein völlig anderer als ein Jahr zuvor. Er hat Ambitionen und Lust, und das ist eine gute Nachricht für die Culés.”

Inhalt des Gesprächs mit Messi: „Das, worüber gesprochen wurde, muss unter uns bleiben. Ich habe meine Beobachtungen geschildert.”

Die Qualität des Kaders: „Messi ist der beste Spieler der Welt, an seiner Seite hat er aber viele Glanzlichter; der Kader dieser Mannschaft ist wunderbar. Messi hat allerdings sein gesamtes Leben im Klub verbracht und ist ein elementarer Teil davon, daran gibt es keine Zweifel.”

Luis Enriques Projekt: „Er erneuert die Mannschaft, arbeitet hart und es gibt keinen Zweifel daran, dass er die richtige Person ist. Vor ihm liegt eine Menge Arbeit, er muss ein großes Projekt angehen. Das Ziel besteht darin, gut zu spielen und zu gewinnen. Ihm macht es sehr viel Spaß, Trainer der ersten Mannschaft von Barça zu sein.”

Die Sanktion der FIFA: „Wir haben einen sehr scharfen Brief an die FIFA geschickt, weil wir die Sanktionen als völlig übertrieben erachten. Letztlich schadet sie den Kindern.”

Verhältnis zur FIFA: „Intern ist die Sache für uns erledigt, wir können nichts mehr tun. Diejenigen, die für die Registrierung der neuen Spieler verantwortlich waren, arbeiten nicht mehr hier. Ich möchte aber unterstreichen, dass es noch nicht ganz vorbei ist, denn die LFP hat damit angefangen, gegen die FIFA vorzugehen und ich denke, dass man in ein paar Jahren von dem “Fall Barça” und den Ungereimtheiten sprechen wird, die uns widerfahren sind. Fest steht zumindest, dass wir für die Dauer der Sanktion mit der FIFA keinen Kontakt pflegen werden.”

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