Zur Finanzierung von Neymar: Ratenzahlung für Griezmann?

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Der FC Barcelona ist möglicherweise gewillt, die Ablöse für Antoine Griezmann in Raten zu zahlen, um sich auch noch Neymar leisten zu können. Konträre Medienberichte verschiedener Seiten machen aus der unendlichen Saga jedoch einmal mehr ein großes Verwirrspiel.

Wie die französische L’Equipe berichtet, fanden in der vergangenen Woche Gespräche zwischen Barça und Atlético Madrid bezüglich des Wechsels von Antoine Griezmann statt. Demnach sei der spanische Meister gewillt, mehr als die ab dem 1. Juli auf 120 Millionen Euro bezifferte Ablösesumme zu bezahlen, genauer gesagt 126 Millionen Euro. Im Gegenzug dafür würde der FC Barcelona die Summe allerdings in Raten aufbringen wollen, um sich für die Sommertransferperiode alle Optionen auf weitere Verpflichtungen offen zu halten. Diese Berichte werden von der Sport bestätigt.

Wie bezahlt Atlético Joao Felix?

Atlético wiederum soll mit dem Bezahlmodell zufrieden sein. Die Rojiblancos sind ihrerseits gewillt, den Transfer von Benfica Lissabons Supertalent João Félix unter Dach und Fach zu bringen, wofür sie das Geld aus einem Griezmann-Transfer dringend bräuchten – just die von Barça offerierte Summe von 126 Mio. hat Atlético für Felix geboten, wie Benfica Lissabon offiziell verkündete. Demzufolge müsste sich Atlético nur noch mit Benfica einigen, damit das gleiche Raten-Bezahlmodell auch bei einem Félix-Transfer greift. So hängen mehrere Transfers miteinander zusammen und voneinander ab. 

Auch die Vertragsmodalitäten des zukünftigen Arbeitspapiers von Griezmann beim FC Barcelona sollen bereits geklärt sein. Der Franzose unterschreibt demnach einen Vertrag über fünf Jahre und soll bei Barça künftig 17 Millionen Euro pro Saison einstreichen.

Gemäß dem Fall, dass sich alle Parteien auf eine Abwicklung der Transfers auf diese Weise einigen könnten, stünde demnach einem Wechsel von Neymar zurück nach Barcelona eine Hürde weniger im Weg. Durch die Ratenzahlung hätte Barça mehr Geld zur Verfügung, um den Wechsel des Brasilianers zurück ins Camp Nou zu ermöglichen. Laut Vizepräsident Jordi Cadoner ist der 27-Jährige gewillt, seine Zelte erneut in Barcelona aufzuschlagen. Somit würden alle Beteiligten, vor allem Barça, Atlético und Neymar, als Gewinner aus diesem Deal hervorgehen.

Doch keine Ratenzahlung?

Konträr zu den Informationen der L’Equipe und der Sport stehen jedoch Berichte der Mundo Deportivo, nach denen der FC Barcelona nicht daran denkt, mehr als die festgeschriebenen 120 Millionen Euro Ablöse zu bezahlen. Den Informationen der MD zufolge bestreiten beide Vereine sogar ein Treffen, allein schon aufgrund mangelnder Notwendigkeit.

Demnach gäbe es keine Eile bei der Abwicklung des Transfers, da sich alle Parteien mündlich bereits darüber einig seien, dass Griezmann ab kommendem Sommer das Trikot der Blaugrana tragen wird. Man warte lediglich den Stichtag 1. Juli ab, um die abgesenkte Ablösesumme von 120 Millionen zu bezahlen und den Transfer schließlich als fix vermelden zu können.

In diesem Fall müsste sich der FC Barcelona natürlich einen anderen kreativen Weg einfallen lassen, um Neymar wieder zurück ins Camp Nou zu holen, beispielsweise durch das Abgeben oder Tauschen von Spielern. Gemäß der Sport sei PSG auch damit einverstanden, wenn Barça einen hübschen Batzen Geld und den ein oder anderen Spieler anbieten würde, die Franzosen würden Neymars Wert etwas unter 200 Millionen Euro taxieren. Coutinho plus eine stattliche Summe = Neymar? 

Fraglich zudem, ob eine Verpflichtung des verlorenen Sohnes nach einem Griezmann-Wechsel überhaupt noch Sinn ergeben würde, ganz abgesehen von Problemen, die unabhängig von einer Verpflichtung des Franzosen womöglich vorhanden wären.

In jedem Falle dürfen wir weiterhin gespannt sein, wie die finale Lösung der Parteien aussieht und wer in der kommenden Saison den Sturm der Blaugrana bildet.

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