Pedro: Barças Mann für die wichtigen Tore

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Bildquelle: telegraph.co.uk

Nach der eher durchwachsenen Spielzeit 2011/12 hätte die neue Saison für Barça´s Pedro Rodríguez Ledesma kaum besser beginnen können. Der Flügelspieler überzeugte bis dato in nahezu jedem Spiel. Pflichtspieltreffer gingen zwar erst zwei auf sein Konto, dennoch sind sich fast alle einig, dass Pedrito einen äußerst guten Saisonstart hingelegt hat.

Barçawelt versucht aufgrund dieses Anlasses seine Profikarriere und wichtigsten Treffer ein bisschen zu beleuchten, auch seine Stärken und die damit verbundenen Rollen im System finden in dieser Kurzanalyse Anklang.

Der Beginn einer tollen Karriere

Man beginne mit seinem Debüt. Dieses gab Pedro am 12. Jänner 2008 gegen Real Murcia. In der 88. Minute wurde er bei einer 4:0 Führung für Samuel Eto´o eingewechselt. In seiner ersten Profi Saison 2008/09 kam er auf 14 Pflichtspieleinsätze, die meisten bestritt er allerdings nicht über die volle Spielzeit. In dieser Saison erzielte er kein Pflichtspieltor für Barça, doch am 16.8.2009 änderte sich diese Tatsache.

Barcelona bestritt das Hinspiel des Spanischen Supercups gegen Athletic Bilbao. In diesem Spiel wurde Pedro zum Mann des Spiels. Er agierte äußerst abgebrüht und bereitete beim Stand von 1:0 für Bilbao den Treffer von Xavi zum 1:1 vor. Das entscheidende Tor zum 2:1-Auswärtssieg erzielte er schließlich selbst. Vier Tage nach seiner überragenden Leistung gegen Athletic stand für die Katalanen das Spiel gegen Schachtar Donezk auf dem Programm. Pedro Rodríguez spielte zwar nicht von Beginn an, allerdings erzielte er in der Verlängerung das entscheidende 1:0 nach Vorlage von Léo Messi.

In der Champions League traf er das erste Mal am 29.9.2009. Damals hieß der Kontrahent Dynamo Kiew. Das Spiel endete mit 2:0. Nur vier Tage später erzielte er den entscheidenden 1:0 Siegestreffer gegen Almeria und somit sein erstes Ligator. Auch in der Copa Del Rey scorte er.

Im Dezember kam dann die Klub-WM. Pedro traf zunächst beim 3:1 Halbfinalerfolg gegen CF Atlante. Im Finale erzielte er dann schließlich in Minute 89 den 1:1 Ausgleichstreffer per Kopf, welcher Barça in die Verlängerung rettete. Messi erzielt in dieser dann das 2:1. Dieser Sieg rührte Guardiola zu Tränen und Pedro war somit der erste in der Geschichte, der in einem Kalenderjahr in allen sechs Wettbewerben ein Tor erzielen konnte. Und das im Alter von 22 Jahren.

Eine chronologische Auflistung von Spielen, in denen Pedro eine äußerst tragende Rolle gespielt hat

2009:

Hinspiel Supercopa – 16.08.2009 – Athletic Bilbao – FC Barcelona 1:2 (2:1 Führung)

UEFA Supercup – 28.08.2009 – FC Barcelona – Schachtar Donezk 1:0

2010:

Ligarückspiel – 10.04.2010 – Real Madrid – FC Barcelona 0:2 (2:0 Führung)

Ligahinspiel – 29.11.2010 – FC Barcelona – Real Madrid 5:0 (2:0 Führung)

2011:

CL-Halbfinalrückspiel – 03.05.2011 – FC Barcelona – Real Madrid 1:1 (1:0 Führung)

CL-Finale 28.05.2011 – FC Barcelona – Manchester United 3:1 (1:0 Führung)

2012:

Hinspiel Supercopa – 23.08.2012 – FC Barcelona – Real Madrid 3:2 (Treffer zum 1:1)

Copa-Finale – 25.05.2012 – FC Barcelona – Athletic Bilbao 3:0 (Doppelpack: 1:0; 3:0)

Eine ähnliche Bilanz an wichtigen Treffern weißt gerade einmal Lionel Messi auf, der sowieso über allen Sphären schwebt. Wenn man diese Statistiken also betrachtet, dann fällt einem sofort auf, wie konstant Pedros wichtige Treffer fallen.

Zum Abschluss dieses Kurzrückblicks über Pedro nun noch seine Rollen im System von Barcelona

  • Sorgt für die nötige Breite im Spiel: Pedro arbeitet viel an den Linien, zieht aber auch oftmals nach innen. Das sorgt einerseits für viel Breite im Spiel, aber auch für Unberechenbarkeit. Seine Wendigkeit macht den Gegnern oft zu schaffen.
  • Zieht gerne auch einmal ein paar Spieler auf sich, vor allem dann, wenn er in die Mitte läuft. Dadurch ergeben sich automatisch mehr Räume für Messi und Konsorten. Diese werden dann auch eiskalt ausgenutzt. Das ist auch ein Grund, wieso Pedro nicht so oft im Mittelpunkt steht. Er ist sich für undankbare und unauffällige Arbeit, wie das besagte „Räumeschaffen“, nicht zu schade.
  • Ein weiterer Vorteil ist seine Beidfüßigkeit. Dadurch kann er auf beiden Seiten als auch zentral im Sturm eingesetzt werden. Letztes Jahr im Rückspiel gegen Bate in der Champions League interpretierte er sogar Messis “Falsche Neun”. Auch das ständige Wechselspiel mit seinem Gegenüber auf dem anderen Flügel machen Barças Sturm um einiges dynamischer. Heuer unter Tito sah man auch schon einige Male, dass er und Messi rotierten, Pedro sich also ins Zentrum begab.
  • Und zu guter Letzt wäre noch seine Arbeitsmoral zu erwähnen. Er rackert das ganze Spiel lang, arbeitet zurück, ist sich für keinen Zweikampf zu schade und gibt bis zur letzten Minute nicht auf.

Pedros Erfolgsstatistiken

Barcelona: Meister (2009, 2010, 2011), Copa Del Rey-Sieger (2009, 2012), Spanischer Supercupsieger (2009, 2010, 2011), CL-Sieger (2009, 2011), UEFA Supercupsieger (2009, 2011), Klubweltmeister (2009, 2011)

Nationalelf: Weltmeister (2010), Europameister (2012)

Fußnote Nationalelf: Debüt: 29.5.2010 gegen Saudi Arabien; Erstes Tor: 8.6.2010 gegen Polen (zum 6:0 Endstand).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Pedro weit mehr als ein Ergänzungs- und Lückenfüllspieler ist. Seine Tore haben Barça schon in vielen Situationen weitergeholfen und Guardiola hielt viel von ihm. Auch Tito macht den Anschein auf ihn zu bauen und damit den Angriff um einiges vielseitiger zu machen. Pedro Rodríguez ist ein klassischer Spieler, der für das Team wichtiger ist, als man nach Außen annimmt.

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