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Unter der Lupe: Die ersten Gewinner und Verlierer der Saison

StartAnalysen & KommentareAnalyseUnter der Lupe: Die ersten Gewinner und Verlierer der Saison
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Die Saison 2026/27 befindet sich in der ersten Länderspielpause. Grund genug, sich beim FC Barcelona die bisherigen Gewinner und Verlierer der noch jungen Spielzeit anzuschauen.

DFB-Kicker erweist sich als Glückgriff

Nicht wenige Fußballfans haben den FC Barcelona dafür belächelt, als die Katalanen im Sommer üppige 70 Millionen Euro für den englischen WM-Fahrer Anthony Gordon an Newcastle United überwiesen. Eine Ablöse von 22 bis 30 Millionen Euro für den deutschen Nationalspieler Karim Adeyemi sorgte ebenfalls für kritische Blicke. Doch die Führung rund um Sportdirektor Deco sollte in beiden Fällen rechtbehalten – zumindest bis jetzt.

Gordon startet unter Hansi Flick meistens als linker Flügelspieler. Fünf Vorlagen in sieben Spielen sprechen dafür, dass der Engländer im Blaugrana-Dress funktioniert, wenngleich er noch auf ein eigenes Tor wartet. Der 25-Jährige hat einen Vertrag bis 2031 unterschrieben und überzeugte bereits bei seiner Ankunft mit ordentlichen Spanisch-Kenntnissen. Auch Gordons nomineller Ersatz Adeyemi funktioniert unter seinem Landsmann Flick besser als viele erwartet haben.

Adeyemi hat in acht Einsätzen drei Treffer und ebenso viele Vorlagen gesammelt. Auch mit einem Blick auf die Nationalmannschaft gehört der 24-Jährige zu den größten Gewinnern unter Flick: DFB-Coach Jürgen Klopp hat den Adeyemi nämlicher in sein Aufgebot für die Länderspielpause nominiert.

Raphinha mutiert zur Tormaschine

Aus dem gescheiterten Transfer von Atlético-Star Julián Alvarez scheint für Barça letztlich das bestmögliche Szenario hervorgegangen zu sein. Denn Raphinha – mittlerweile sogar erster Kapitän der Mannschaft – ist unter Flick von einem der besten Flügelspieler zu einem der besten Stürmer Europas gereift. Der Brasilianer liegt mit zwölf Treffern in sieben Ligaspielen auf dem ersten Rang im Rennen um Europas Goldenen Schuh und bewies seine Torgefahr auch in der Königsklasse, als er gegen Feyenoord Rotterdam gleich doppelt traf.

Vor allem das blinde Zusammenspiel mit Yamal macht Raphinha zu einer Hälfte des wohl torgefährlichsten Duos Europas. Und wenn es einmal keinem der beiden gelingt, den Ball im Netz unterzubringen, springt in der laufenden Saison meist Fermín López in die Bresche. Mit vier Toren und zwei Vorlagen in sieben Einsätzen hat der 23-Jährige den besten Saisonstart seiner noch jungen Karriere hingelegt. Er profitierte davon, dass Dani Olmo nach der Weltmeisterschaft spät zur Mannschaft stieß. Doch nicht nur offensiv hat Flick seine Spieler weiterentwickelt.

Flick findet Verwendung für Christensen

Auch die defensiven Eigengewächse profitieren sichtbar vom Einfluss des Trainers: Xavi Espart hat sich in seiner ersten Profisaison bereits im Alter von 19 Jahren unter Flick zum erweiterten Stammspieler entwickelt. Der vielseitige Eric García wiederum ist inzwischen von der Position des Rechtsverteidigers kaum noch wegzudenken.

Ein weiterer Gewinner ist Andreas Christensen. Der verletzungsgeplagte Däne erhielt vor wenigen Monaten eine Vertragsverlängerung bis 2028 und spielt in der laufenden Saison immer wieder eine wichtige Rolle. Meist von der Bank kommend, bildet der 30-Jährige gemeinsam mit Barças 19-jährigem Abwehrjuwel Pau Cubarsí das Innenverteidiger-Duo und bringt dabei seine Erfahrung in eine ansonsten junge Defensive ein. Bitter für ihn, dass er sich mal wieder verletzt hat.

Die bisherigen Gewinner

  • Anthony Gordon
  • Karim Adeyemi
  • Raphinha
  • Fermín López
  • Eric García
  • Xavi Espart
  • Andreas Christensen

Einstiger Hoffnungsträger bekommt keine Spielminuten

Obwohl der FC Barcelona mit acht Siegen in acht Spielen zu den formstärksten Mannschaften Europas zählt, gibt es auch im Kader der Blaugrana einige Spieler, die bislang hinter den Erwartungen zurückbleiben. Jules Koundé hat nach einer durchwachsenen Vorsaison seinen Stammplatz als Rechtsverteidiger an García verloren.

Auch Alejandro Balde ist schon längst kein Stammspieler mehr. Das einstige La-Masia-Talent spielt unter Flick inzwischen fast gar keine Rolle mehr. Der 23-Jährige kam in Barças acht Partien lediglich einmal für zwölf Minuten zum Einsatz, sodass eine Zukunft in Barcelona über den Sommer hinaus aktuell nur schwer vorstellbar scheint.

Rodri gehört aufgrund seiner bislang wenigen Einsätze zwar weder zu den Gewinnern noch zu den Verlierern, doch sollte Gabriel Jesus in der Rückrunde zu einer katalanischen Version von Joselu oder Divock Origi werden, könnte er am Ende zu den größten Gewinnern unter Flick zählen. Ganz anders sieht die Situation beim erst 18-jährigen Stürmer Hamza Abdelkarim aus. Der Ägypter hatte in der Vorbereitung mit vier Toren auf sich aufmerksam gemacht, kommt aber erst auf einen Pflichtspiel-Einsatz, der auch nur wenige Minuten dauerte.

Die bisherigen Verlierer

  • Jules Koundé
  • Alejandro Balde
  • Hamza Abdelkarim

Das rechte Knie bereitet Barça Probleme

Manche Spieler hatten in dieser Saison allerdings schlicht Pech. Einer von ihnen ist Roony Bardghji. Der Schwede war nach einer schwachen Rückrunde 2025/26 nicht einmal für die Weltmeisterschaft nominiert worden. Der nächste Rückschlag: In der Vorbereitung zog er sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu.

Nicht ganz so schwer erwischte es Neuzugang Jesse Bisiwu. Der 18-Jährige war im Sommer von der Reservemannschaft des Club Brügge nach Barcelona gewechselt und hatte in der Vorbereitung mit zwei Toren gegen die Young Boys Bern auf sich aufmerksam gemacht. Im Dress von Barças zweiter Mannschaft verletzte sich der Belgier jedoch am linken Sprunggelenk. Der 8,5-Millionen-Mann wartet damit weiterhin auf sein Pflichtspieldebüt für Barça.

Auch Frenkie de Jong muss noch auf seinen ersten Einsatz in der Saison 2026/27 warten. Der ohnehin verletzungsanfällige Niederländer laboriert an einem Innenbandriss im rechten Knie. Ebenso dürftig gestaltet sich die Situation bei Gavi, der ebenfalls immer wieder von Verletzungen ausgebremst wurde und bereits die Hälfte aller bisherigen Spiele verpasst hat. So richtig angekommen ist der 22-Jährige in der neuen Saison bislang also noch nicht. Auch bei ihm bereitet ausgerechnet das rechte Knie Probleme.

Verlierer durch Verletzungen

  • Roony Bardghji
  • Jesse Bisiwu
  • Frenkie De Jong
  • Gavi
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Kevin Leonhardt
Kevin Leonhardt
Großer Messi-Fan mit einer Schwäche für Miroslav Klose und KDB. Blaugrana-Anhänger seit 2014 und Freier Mitarbeiter seit 2024.

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