Auf der Suche nach Spielpraxis: Winter-Leihe Riqui Puigs beste Option?

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Riqui Puig kommt unter Ronald Koeman überhaupt nicht zum Zuge, seine Karriere beim FC Barcelona stagniert komplett. Schon vor der Saison hatte Koeman dem Mittelfeldjuwel nahegelegt, sich per Leihe einem anderen Klub anzuschließen. Das sollte Puig im Winter in Erwägung ziehen.

Für zwei Eigengewächse ist die Situation beim FC Barcelona in der aktuellen Saison bisher alles andere als zufriedenstellend: Carles Aleña und Riqui Puig – denn beide spielen bisher in den Planungen Ronald Koemans überhaupt keine Rolle. Die beiden La-Masia-Spieler stehen nun vor Wochen der Entscheidungen, was die eigene Karriere betrifft. Doch wie steht es um die beiden Mittelfeldakteure und welches Zukunftsszenario scheint für die sportliche Entwicklung am besten zu sein? Wir blicken auf die aktuelle Situation der beiden. Hier geht es zum Artikel über Carles Aleñá.

Riqui Puig sollte über Leihe nachdenken

Im September bekam Riqui Puig von Trainer Ronald Koeman mitgeteilt, dass dieser es aufgrund des Konkurrenzkampfes im Mittelfeld schwer haben wird, auf Einsatzzeit zu kommen – weshalb Puig empfohlen bekam, sich einen neuen Verein zu suchen, zu dem er auf Leihbasis wechseln könne. Diese Nachricht kam für einige Culés unerwartet, schließlich schaffte es Puig zum Ende der letzten Saison, sich durch seine dynamische sowie belebende Spielweise in den Fokus zu spielen. Selbst Ex-Präsident Josep Maria Bartomeu und Sportdirektor Ramon Planes beteuerten im Sommer öffentlich, dass man auf Puig zählen und er Teil der ersten Mannschaft sein würde – das ist Puig zwar nun auf dem Papier, nur zum Einsatz kommt er bisher unter Ronald Koeman eben nicht.

Der 21-Jährige entscheid sich aber bewusst gegen eine Leihe, um für einen Startplatz bei der Blaugrana zu kämpfen. Belohnt wurde dies bisher jedoch nicht. Fand sich der Mittelfeldspieler in dieser Spielzeit zumeist auf der Bank wieder, wurde er gegen Deportivo Alavés überhaupt nicht für den Spieltagskader nominiert. Ausgerechnet bei Alavés, wo er bei Barças 5:0 am letzten Spieltag vergangener Saison eine sensationelle Leistung an den Tag legte, die durch zwei Assists gekrönt wurde.

Von solchen Entfaltungsmöglichkeiten ist der katalanische Rohdiamant weit entfernt, wurde er unter Koeman in der Liga bisher nur bei der Niederlage gegen Getafe in der 87. Minute eingewechselt. Nun zeigte dies auch Auswirkungen auf die U21-Nationalmannschaft. Trainer Luis de la Fuente verzichtete auf das La-Masia-Talent für die Qualifikationsspiele gegen Färöer und Israel zur U21-Europameisterschaft 2021 in Ungarn und Slowenien.

Damit Riqui Puigs Karriere nicht völlig stagniert, sollte er nochmal darüber nachdenken, ob eine Leihe im Winter nicht doch die beste Option wäre, um Einsatzzeit zu bekommen und sich weiterentwickeln zu können. „Die Jungen müssen spielen“, so Koeman jüngst, der des Öfteren betonte, dass es keinen Nachwuchsspieler weiterbringe, nur auf Bank oder Tribüne zu sitzen. Genau das tut Puig aber seit Monaten.

 

Takefusa Kubo als Vorbild?

Eine Leihe innerhalb Spaniens dürfte dabei am meisten Sinn machen, so müsste sich Puig nicht erst in eine neue Kultur gewöhnen. Dass so ein Leihgeschäft einem jungen Spieler, der über wenig Erstligaerfahrung verfügt, gut tun kann, zeigt das Beispiel Takefusa Kubo auf: Der Japaner machte letzte Saison bei seinem Leihklub RCD Mallorca auf sich aufmerksam und wurde anschließend von Real Madrid an Villarreal ausgeliehen, um bei einem besseren Team weitere Spielpraxis sammeln zu können. Bei Villarreal hat der Japaner bisher zwar noch keinen Stammplatz, kommt aber in jedem Spiel zum Einsatz und kann sogar in der Europa League Erfahrung sammeln.

Auf jeden Fall sollte Puig seine Situation überdenken und eine Leihe im Winter ernsthaft in Erwägung ziehen. Denn unter Koeman ist die Situation des Mittelfeldjuwels alles andere als vielversprechend.

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