FC Barcelona gegen Ajax Amsterdam: Im Schongang zum zweiten Sieg

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Nach der Niederlage in Paris musste der FC Barcelona zu Hause gegen Ajax Amsterdam gewinnen, um weiterhin gute Chancen auf den Gruppensieg zu haben. Die Katalanen begannen gut und stellten früh die Weichen in Richtung Sieg, machten sich das Leben am Ende aber selbst etwas schwer.

 

Ajax mit zu wenig Positionstreue

Ajax Amsterdam wollte sich nicht nur hinten reinstellen, sondern durchaus mutig agieren. Sie standen zwar defensiv in einem 4-4-2-System, schalteten nach eigenem Ballgewinn aber schnell um und rückten mit vielen Spielern auf. Problematisch hierbei war, dass sie in der gegnerischen Hälfte zu viele Fehler machten und dadurch viele Bälle verloren. So schafften sie es praktisch nie Gefahr zu erzeugen und waren für die Katalanen relativ einfach zu verteidigen. Ein abgefälschter Schuss nach einer Ecke war die einzige annähernd gefährliche Aktion der holländischen Gäste im ersten Durchgang und auch in der zweiten Halbzeit waren sie nicht viel gefährlicher. Sie hatten zwar nun öfter den Ball und versuchten mehr anzugreifen, aber es fehlte einfach die Passgenauigkeit und die Durchschlagskraft im letzten Drittel. Kurz vor Schluss erzielten sie dann doch noch ein Tor, als sie geschlossen aufrückten und es dann auch mal schafften, einen entscheidenden Zweikampf mit dem Ball zu gewinnen. Im Endeffekt ging der Ball zwar mit viel Glück hinein, dennoch war das die Art von Angriff, die die Holländer öfter hätten zeigen müssen.

Defensiv hatte Ajax Amsterdam sehr große Probleme, gerade in der ersten Halbzeit. Als Barça später ein paar Gänge zurückschaltete, wurde es besser, aber da war es auch schon zu spät. Das große Problem bei den Gästen war, dass sie in der Defensive nicht ihre Positionen hielten und zu stürmisch agierten. Es ist noch ein sehr junges Team und diesem merkte man die fehlende Reife einige Male an. Das 1:0 ist das Paradebeispiel für das, was bei den Holländern falsch lief. Messi läuft mit dem Ball in Richtung Strafraum, während Rakitić in den Strafraum stürmt. Nun stören zwei Ajax-Spieler Messi, wodurch keiner den Weg mit Rakitić mitgehen kann. Daher rückt der Rechtsverteidiger der Gäste ein, um den Kroaten zu decken, wodurch wiederum Neymar komplett frei steht und unbehindert die Führung erzielen kann. Es war absolut unnötig mit zwei Mann Messi zu attackieren, weil man dadurch die Mitspieler im eigenen Sechzehner in arge Bedrängnis brachte.

Barça glänzt früh

Die Gastgeber kamen sehr gut in die Partie und kontrollierten sie von Beginn an nach Belieben. Defensiv ließ man nichts zu und offensiv kam man zu einigen Chancen, wobei Pedro und Iniesta zwei sehr große Chancen liegen ließen. Neymar und Messi machten es besser und erzielten die beiden vorentscheidenden Tore. Bei Barça stimmte im ersten Durchgang, bis auf die Chancenverwertung, sehr viel. Man presste gut, die Mittelfeldspieler deckten die Außenverteidiger gut ab und man schaffte es sehr gut, immer wieder Ajax-Spieler aus der Defensive herauszulocken. So entstand Platz in der Tiefe, den man dann nutzen konnte. Insgesamt ging das fast schon zu leicht, was, wie schon erwähnt, die noch nicht so weit entwickelte Reife des jungen Gegners zeigte.

Nach der Pause machten die Katalanen zunächst genauso weiter wie in Hälfte eins. Mit der Zeit nahmen sie den Fuß aber immer mehr vom Gas und schonten sich für den anstehenden Clásico. Die Auswechslungen von Neymar, Messi und Iniesta trugen dann ihr Übriges dazu bei, dass die Partie verflachte. Kurz vor Schluss schockte Ajax dann Barcelona mit dem überraschenden Tor, was den Katalanen aber kaum etwas ausmachte. Sie spielten die Zeit clever von der Uhr und erzielten sogar noch das 3:1 durch einen Treffer von Sandro. Beim Gegentreffer sahen die Katalanen jedoch nicht gut aus. Piqué rückte heraus, um den ballführenden Spieler zu stoppen, was aber misslang. Bartra rückte zu spät in Richtung Alves, um Piqués Lücke zu schließen, weshalb der Ball letztlich bei El Ghazi landete, der zum 2:1 einschob. Der FC Barcelona schien in dieser Situation nicht mehr hellwach gewesen zu sein und wurde dafür bestraft. Eine Zwei-Tore-Führung ist immer trügerisch, dem Gegner reicht ein Tor, um wieder im Spiel zu sein und so etwas kann schnell auch ganz böse ausgehen. Es war den Katalanen vielleicht eine gute Warnung, wirklich bis zum Schluss konzentriert zu spielen, zumindest in der Defensive.

Pedro mit einer Leistungssteigerung

Pedro wurde gegen Eibar noch als Sorgenkind bezeichnet, und auch wenn er gegen Ajax erneut glücklos agierte, spielte er zumindest besser als in den meisten Spielen zuvor in dieser Saison. Natürlich ist dieser Gegner nicht unbedingt ein Maßstab, dennoch zeigte er sich teilweise sehr kombinationssicher, was unter anderem zum ersten und zum dritten Tor führte. Dass er selbst kein Tor erzielte, war vor allem Pech, da ihm der Pfosten im Weg stand. Es war fast schon sinnbildlich für seine aktuelle Situation. Pedro scheint seine beste Zeit hinter sich zu haben, aber als Kader-Spieler kann er dem Team immer noch etwas bieten, wenn er sich so wie gegen Ajax Amsterdam zeigt. Natürlich kann und sollte er noch besser spielen, aber die Ansätze waren durchaus in Ordnung und könnten ein erstes Indiz dafür sein, dass er auf dem richtigen Weg ist.

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