Klopps Tempel-Aussage sorgt für Wirbel

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Hat der FC Barcelona nun einen Fußballtempel, oder hat er keinen? Eine flapsige Aussage von Liverpools Trainer Jürgen Klopp sorgt in Spanien derzeit für Aufregung. Klopp reagierte auf der Pressekonferenz gereizt. 

Ein Satz Jürgen Klopps beherrscht derzeit die Schlagzeilen rund um den Kracher FC Barcelona gegen den FC Liverpool am Mittwochabend. Klopp gab dem Sender DAZN ein Interview, in dem er erzählte, wie er im Dezember 2016 mit seinen Reds nach Barcelona gereist war, um das Spiel FC Barcelona gegen Borussia Mönchengladbach anzusehen. Barça siegte in einem einseitigen Spiel locker mit 4:0, doch die wichtigste Erkenntnis, die seine Mannschaft auf der Tribüne sitzend gewinnen sollte, war: Keine Ehrfurcht vor dem Camp Nou zu haben. “Allein gesehen zu haben, dass das auch nur ein Stadion und kein Tempel ist, das war sicher wichtig”, erklärte Klopp bei DAZN.

Und dieser Satz sorgt nun in Spanien für Aufregung. Grund dafür waren verknappte Übersetzungen und mediale Zuspitzungen von spanischen und englischen Medien, die allesamt die Meldung transportierten: Klopp: Das Camp Nou ist kein Tempel. In Barcelona reagierte man durchaus erzürnt, selbst der FC Barcelona publizierte auf Twitter eine kleine Trotzreaktion und schrieb: “Das ist das Camp Nou. Unser Haus. Unser Tempel. Unsere Festung.” 

Kein Wunder also, dass Jürgen Klopp bei seiner Pressekonferenz am Dienstag von einem Journalisten direkt auf die Tempel-Aussage angesprochen wurde. Der Deutsche reagierte angefasst: “Das ist eine schwache Vorgehensweise. Ich habe vor dem Spiel 500.000 Interviews gegeben, aber man sucht ein Wort heraus – ‘Oh, er hat ‘kein Tempel‘ gesagt’. Dabei habe ich 500.000 positive Sachen über Barcelona gesagt, aber man versucht, dieses billige Spiel zu spielen und eine große Sache daraus zu machen.” Klopp fügte hinzu, dass er nichts Schlechtes über das Camp Nou sagen könne; doch da war die Schlagzeile längst um die Welt gegangen. 

Und so wurde auch Ivan Rakitic mit dem Satz konfrontiert, denn die Medien wollten das Thema genüsslich ausschlachten, doch Rakitic wusste Klopps Aussage richtig einzuordnen: “Klopp wollte seinen Spielern die Nervosität nehmen”, erklärte der Kroate gelassen. Rakitic spricht bekanntlich Deutsch, womöglich hatte er das Interview sogar im Original gesehen – und nicht die verknappte, sinnentstellende Übersetzung. 

 

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Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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