PK | Xavi schwört Barça auf „goldene Chance“ ein: „Warum an negatives Szenario denken?“

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Xavi sieht in dem bedeutenden Champions-League-Duell mit Benfica eine „goldene Chance“. Mit möglichen Szenarien negativer Art möchte sich der Trainer des FC Barcelona auch bei der Pressekonferenz nicht befassen. „Warum soll ich darauf antworten?“, fragt er trotzig.

Nach seiner Premiere als Coach des FC Barcelona in La Liga debütiert Xavi in seiner Trainer-Rolle nun auch in der Champions League. Die Blaugrana trifft am Dienstag im Camp Nou auf Benfica Lissabon (21 Uhr, live im Barçawelt-Ticker) – angesichts der aktuellen Konstellation in Gruppe E eine besonders wichtige Partie. Mit einem Sieg würde Barça dem FC Bayern München ins Achtelfinale folgen.

Im Vorfeld der Königsklassen-Begegnung stand der Xavi den Journalisten am Montagnachmittag bei der Pressekonferenz Rede und Antwort. Die PK mit Xavi zum Nachlesen.

Xavi…

…über das Duell mit Benfica: „Das Spiel wird sehr schwer, Benfica hat eine großartige Mannschaft und einen großartigen Trainer, ist sehr erfahren. Das Team ist physisch sehr stark. Es ist die Champions League, aber wir sind bereit, um mitzuhalten und diese Chance zu nutzen. Wenn wir gewinnen, qualifizieren wir uns für das Achtelfinale. Ich sehe es als Chance und verspüre keinen zusätzlichen Druck. Es ist eine goldene Chance, um ins Achtelfinale zu kommen. Warum sollte ich an das Gegenteil eines Siegs denken, an ein negatives Szenario? Die Situation ist für uns positiv.“

…auf die Frage, ob Barça besser ist als Benfica: „Das werden wir morgen sehen. Reden ist sehr einfach, wir müssen es auf dem Platz zeigen. Barça befindet sich in keiner Situation, in der wir protzen können. Aber warum sollten wir nicht optimistisch sein und positiv denken? Wir müssen daran denken, dass wir ins Achtelfinale einziehen, wenn wir gewinnen. Wir müssen auf Angriff spielen und versuchen, die drei Punkte zu gewinnen – mit dem Wissen, dass wir das Hinspiel 0:3 verloren haben und es nicht leicht wird.“

Achtelfinal-Einzug gegen Benfica? So kommt Barça in der Champions League weiter

…über ein mögliches 1:0 und die Frage, ob er es unterschreiben würde: „Klar. Wir sind nicht da, um etwas herzuschenken. Ich bevorzuge es, die Partie mit einem guten Spiel zu gewinnen und das mit einem höheren Ergebnis, aber das Ziel ist der Sieg an sich. Alles, was einen Sieg bedeutet, ist willkommen. Doch das Wie ist auch wichtig.“

…über eine mögliche Niederlage: „Es ist nicht passiert. Du sprichst von einer negativen Hypothese – warum soll ich darauf antworten? Darüber reden wir, falls es passiert. Ich ziehe das gar nicht in Betracht. Ich bevorzuge es, nicht negativ zu denken. Was ich bei Barça erlebt habe, sind Siege und Titelkämpfe, das will ich dem Team vermitteln. Meine Hoffnung auf den Sieg wird mir niemand nehmen. Benfica wird sie mir nehmen, sofern wir nicht gewinnen. Aber lass mich erst einmal träumen.“

…über seine Probleme auf den Flügeln, da nun auch Ez Abde und Ilias Akhomach fehlen, da sie für die Königsklasse nicht angemeldet sind: „Sie werden nicht spielen können, da sie keine zwei Jahre im Klub und nicht registriert sind. Wir werden sehen, wie es (Sergino) Dest, Ousmane (Dembélé) und Sergi Roberto geht. Es sind Spieler, die Beschwerden hatten, sich aber allmählich erholen. Wir haben heute und morgen auch noch ein Training. Wir haben praktisch keine richtigen Flügelspieler mehr. (Philippe) Coutinho kann spielen, (Yusuf) Demir… Wir haben Optionen, aber die richtigen Flügelspieler fallen fast alle aus.“

…über sein Personal um dem angeschlagenen Sergio Busquets: „Allen, die wir am Samstag auswechseln mussten, geht es gut – sowohl Oscar Mingueza als auch Nico und Busi. Wir werden den Abend und den morgigen Morgen abwarten, aber es sollte kein Problem geben.“

…über ein mögliches Dembélé-Comeback gegen Benfica: „Wir werden sehen, es hängt von seinem Gefühl ab. Wir wollen nicht, dass sich die Spieler verletzen. Manchmal muss man ein Risiko eingehen, es hängt von der Partie ab, aber wir werden sehen. Es liegt an den Spielern. Jeder kennt seinen Körper bestens.“

…über den womöglich bis zum Jahresende ausfallenden Pedri: „Wir werden es sehen, es hängt von der Entwicklung der Verletzung ab. Er hatte eine kleine Komplikation. Wir werden versuchen, ihn schnellstmöglich wiederherzustellen, damit er uns helfen kann, denn er ist fundamental. Ich habe kein konkretes Datum, aber er soll so schnell wie möglich zurückkehren. In erster Linie soll er sich aber zu 100 Prozent erholen. Nach dem zweiten Rückfall ist es wichtig, dass es nicht noch mal passiert.“

…über den Golden-Boy-Gewinn von Pedri: „Ich freue mich sehr für ihn und glaube, dass er sich das verdient. Seine Leistungen mit 17, 18 Jahren waren außergewöhnlich, er hat sowohl bei Barça als auch in der Nationalmannschaft den Unterschied ausgemacht. Er ist ein ausgezeichneter Spieler, es ist mehr als verdient. Es ist ein wichtiger Preis mit viel Prestige. Ich freue mich für ihn, denn er macht wegen der Verletzung eine schwere Zeit durch.“

…über Ronald Araújo: „Er wird sehr wichtig sein, auch wenn er am Samstag nicht gespielt hat. Bis zum Saisonende werden wir alle Spieler brauchen.“

…über seinen neuen Job: „Ich bin sehr glücklich, habe einen sehr positiven Charakter. Ich bin beim besten Klub der Welt, fühle mich privilegiert.“

…über fehlende Torgefahr: „Wir sind auch torgefährlich. Es sollen nicht nur die Stürmer treffen. Tore sind eine Sache, an der die ganze Mannschaft beteiligt ist und eine Konsequenz der Arbeit des gesamten Teams. Wir kreieren Chancen und müssen effektiver sein, aber in der Mannschaft ist Torgefahr vorhanden. Daran zweifle ich nicht.“

…über Marc-André ter Stegen: „Er ist fundamental, ein Torwart mit einem hohen Niveau, einer der drei besten der Welt, sowohl im Tor als auch am Fuß. Er ist kein Kapitän, könnte aber einer sein. Für mich ist er eine Garantie.“

…über eine mögliche Verpflichtung von Al-Sadds Baghdad Bounedjah: „Er ist ein ausgezeichneter Spieler, aber Interesse besteht nicht. Ich weiß nicht, woher diese Meldung kam. Die Spieler von Al-Sadd werde ich nicht anrühren – erst einmal… (lacht)“

Filip Knopp
Redakteur und Sportjournalist
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