Spielanalyse | Bayer Leverkusen – FC Barcelona: Barças B-Elf lässt Bayer ausscheiden

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Für den FC Barcelona ging es beim Gastspiel in Leverkusen um gar nichts mehr, während die Gastgeber nur mit einem Sieg eine Chance hätten, noch ins Achtelfinale einzuziehen. Da im Parallelspiel der AS Rom nur 0:0 gegen BATE Borisov spielte, hätte der Sieg für Bayer gereicht. Letztlich reichte es aber nur zu einem 1:1 und das lag im zweiten Durchgang nur an Leverkusens Abschlussschwäche sowie am sehr starken Marc-André ter Stegen.

 {spielstand h:Bayer Leverkusen a:FC Barcelona e:1:1}

Ausgeglichene erste Halbzeit

Leverkusen versuchte von Beginn an durch ihr aggressives Pressing weit vorne, den Ball zu gewinnen und dann direkt auf das gegnerische Tor zu spielen. Sie hatten auch direkt Zugriff auf das Spiel und machten ihre Sache insgesamt gut, schafften es aber kaum einmal zum Abschluss zu kommen. Lediglich beim 1:1 gelang ihnen dies und gerade dabei spielte auch das Glück eine große Rolle. Calhanoglu fälschte eine flache Hereingabe genau so ab, dass Chicharito an den Ball kam und Vermaelen auf dem falschen Fuß erwischt wurde. Diese Aktion sah mehr nach Zufall als nach Absicht aus, führte aber immerhin zum einzigen Leverkusener Tor des Abends.

Defensiv hatten die Gastgeber trotz ihrer riskanten Spielweise nur wenige Probleme, was einfach an der aufgebotenen B-Elf Barcelonas lag, wo klar erkennbar war, dass da die Automatismen fehlten. Dennoch gab es einige Male Lücken in Leverkusens Hintermannschaft, die aber aufgrund zu ungenauer Zuspiele zu selten genutzt werden konnten. Einmal gelang dies, als Ivan Rakitić einen fantastischen Pass auf Lionel Messi spielte und dieser vor Bernd Leno cool blieb und die Führung erzielte.

Auch Barça hatte recht schnell Zugriff auf das Spiel und machte seine Sache gut. Man stand hinten insgesamt sicher, auch wenn man sich hier und da etwas schwertat, den Ball direkt zu klären. Zudem ließ man den Ball ordentlich laufen, zumindest phasenweise. Oft verlor man den Ball auch durch zu ungenaue Abspiele, was unter anderem an der fehlenden Abstimmung lag. Interessant zu sehen war, dass Munir sich mehr wie ein äußerer Mittelfeldspieler aufstellte. Er agierte oft auf der Höhe der anderen Mittelfeldspieler, statt auf jener der Stürmer. Dort rückte oft Kaptoum hin, wenn die Blaugrana den Ball hatte. Meistens war er aber auf seiner angestammten Position im Mittelfeld anzutreffen.

Barça immer mehr im Schongang in Halbzeit zwei

Nach der Pause kam offensiv von Barça immer weniger. Man merkte den Mannen von Luis Enrique an, dass es für sie einfach darum ging, das Spiel ohne zu viel Anstrengung zu überstehen, auch weil demnächst die Klub-WM ansteht. Man verlor vermehrt den Ball und konnte immer nur kurz für Entlastung sorgen. Auch defensiv häuften sich die Fehler und man hatte Probleme damit den Ball konsequent zu klären, was mehr als einmal zu gefährlichen Chancen der Leverkusener führte. Diese vergaben die Gastgeber aber alle. Teilweise lag dies an der fehlenden Präzision, meistens aber am extrem starken Marc-André ter Stegen im Barça-Tor.

Kaptoum machte seine Sache gut, speziell im ersten Durchgang. Er spielte mutig, traute sich auch Dribblings zu und war immer präsent und wollte den Ball haben. Sergi Samper machte ein sehr gutes Spiel, wenngleich er nicht fehlerlos agierte. Doch auf diesem Niveau gegen einen solch pressenden Gegner so zu spielen, gerade in seinem Alter, ist mehr als beachtlich. Sandro versuchte viel und bewegte sich im Zentrum gut. Am Ball hatte er einige gute Aktionen und hielt ihn auch teilweise sehr gut. Ihm misslangen aber auch einige Aktionen. Munir gelang sehr wenig und er war auch kaum zu sehen. Ihm unterliefen zudem recht viele technische Fehler. Von beiden muss mehr kommen, gerade von Munir. Cámara musste am Ende als Linksverteidiger ran und machte seine Sache solide, wenngleich er sich einmal zu leicht ausspielen ließ. Dafür war er nach vorne zweimal gefährlich. Gumbau hatte einige gute Aktionen nach seiner Einwechslung, aber auch ein paar schlechte.

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