Der Glaube ist da: Barça hofft gegen Sevilla auf Copa-Finaleinzug

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Der FC Barcelona empfängt den FC Sevilla im heimischen Camp Nou zum Halbfinal-Rückspiel in der Copa del Rey. Nach der 0:2-Niederlage im Hinspiel steht die Blaugrana zwar mit dem Rücken zur Wand, der jüngste Auftritt in der Liga gegen die Andalusier machte jedoch Mut vor der anstehenden Aufgabe. Die Vorschau.

Vier Tage nach dem 2:0-Erfolg beim FC Sevilla in der Liga bittet die Blaugrana die Andalusier zum Rückspiel im Halbfinale der Copa del Rey (21 Uhr, live im Barçawelt-Ticker). Barça muss dort einen 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel von vor rund drei Wochen wettmachen, um sich doch noch für das Finale zu qualifizieren und die Titelträume in dieser Saison weiter aufrechtzuerhalten.

Im Hinspiel präsentierte sich die Blaugrana müde und gezeichnet von den Marathonwochen, agierte passiv und zu statisch, zudem wurden Fehler in der Hintermannschaft erneut bestraft. Der schwache Auftritt und die verdiente Niederlage in der ersten Ausgabe dieses Halbfinals können sich noch rächen – denn es droht das Aus und damit ein weiterer Schritt zu einer titellosen Saison.

Am vergangenen Wochenende aber zeigte die Elf von Trainer Ronald Koeman ein ganz anderes Gesicht gegen eben jenen FC Sevilla. Die Blaugrana legte einen souveränen Auftritt voller Entschlossenheit hin, überzeugte auf ganzer Linie und bewies sich selbst, dass sowohl in der Liga als auch im Pokal noch nichts entschieden ist.

Das zurückliegende Ligaspiel gilt also als Mutmacher für die bevorstehende Aufgabe im Pokal. Abseits des Rasens wird es um den Klub jedoch nicht ruhiger, ganz im Gegenteil. Die Razzia am Montag in den Büros des FC Barcelona und die Verhaftungen sowohl von Ex-Präsident Josep Maria Bartomeu als auch weiteren Funktionären sind ein weiteres Kapitel der zahlreichen Störfaktoren in dieser Saison.

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Der Elf von Trainer Ronald Koeman muss man zugutehalten, dass sie sich schon die gesamte Spielzeit über unbeeindruckt ob des dauerhaften Medienrummels zeigt. Stattdessen hat die Blaugrana in den vergangenen Monaten sportlich in die Spur gefunden, bis auf die Hinspiel-Dämpfer in der Copa del Rey und Champions League befindet sich Barça im Aufwärtstrend.

Am Mittwoch soll es so weitergehen. „Nach dem Ergebnis zuletzt haben wir das Selbstbewusstsein, weiterzukommen. Allerdings müssen wir ein 0:2 aufholen. Wir müssen ein noch besseres Spiel als am Samstag abliefern, um weiterkommen zu können. Doch nichts ist unmöglich“, erklärte Koeman auf der Pressekonferenz vor der Partie. „Das Wichtigste ist, dass die Mannschaft arbeitet und den Gegner presst. Wir wissen, dass wir mit dem Ball ein gutes Spiel aufziehen können. Wir kreieren in jedem Spiel Torchancen. Wir müssen daran anknüpfen, dann haben wir eine Chance“, führte der Niederländer zudem fort.

 

Pedri ist fit – Araújo fraglich

An der Personalsituation hat sich nach dem zurückliegenden Spiel nicht viel getan. Weiterhin fehlen die drei Langzeitausfälle Philippe Coutinho, Sergi Roberto und Ansu Fati. Miralem Pjanic, der bereits die Partie am Wochenende wegen Knöchelbeschwerden verpasst hat, ist noch nicht genesen und steht deshalb nicht zur Verfügung. Stattdessen gibt es ein Aufatmen bei Pedri – und das kommt ziemlich überraschend. Der Mittelfeldspieler musste zuletzt verletzungsbedingt gegen Sevilla in der 70. Minute ausgewechselt werden, war anschließend sogar auf Krücken unterwegs. Nun aber die plötzliche Wunderheilung: Der 18-Jährige ist schneller zurück als erwartet und hat wieder problemlos am Mannschaftstraining teilnehmen können. Der von diesem raschen Heilungsprozess überraschte Koeman könnte so wohl doch mit seinem Kreativspieler planen.

Dagegen steht bei Ronald Araújo wieder ein Fragezeichen. Der Innenverteidiger feierte am Wochenende in der Schlussphase sein Comeback nach mehrwöchiger Auszeit, musste jedoch ebenfalls wegen einer Verletzung nach nur 15 Minuten schon wieder heruntergenommen werden. Auf der Pressekonferenz erklärte Koeman, dass man wieder erst am Spieltag entscheiden würde, ob Araújo berufen wird oder nicht.

Auswärtstorregel für Sevilla als Trumpf?

Der FC Sevilla geht zwar mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in das Rückspiel und damit ein Stück weit gelassener als Barça, Los Nervionenses müssen sich jedoch anhören lassen, im zurückliegenden Duell gegen die Blaugrana zu passiv agiert zu haben. „Überzeugung“ habe die Mannschaft vermissen lassen, erklärte Mittelfeldmann Joan Jordán nach der Partie. Die Defensive stand anfangs zumindest noch gut, doch die Offensive fand überhaupt nicht ins Spiel. „Uns fehlte Klarheit und die guten Entscheidungen, wir haben keine Gefahr ausgestrahlt“, erkannte Trainer Julen Lopetegui nach dem Abpfiff.

Es ist nun schon das zweite Mal, dass die Andalusier gegen ein ähnlich starkes Team überraschend schwach und ungefährlich daherkamen. Bereits gegen Borussia Dortmund in der Königsklasse zeigte das Team insgesamt zu wenig, einzig eine aktive Schlussphase drückte das Ergebnis noch. Nun auch jüngst gegen Barça gaben die Südspanier keine gute Figur ab. Die zwei Tore aus dem Hinspiel geben der Lopetegui-Elf definitiv Sicherheit. Zudem kann als entscheidender Faktor die Auswärtstorregel hinzukommen. Während Lionel Messi und Co. in der Fremde ohne Torerfolg blieben, haben die Andalusier im Camp Nou noch die Chance darauf.

Es ist der größte Trumpf der Los Nervionenses, denn ein Tor reicht womöglich aus, um das Halbfinale zu entscheiden. Trifft Sevilla, braucht die Blaugrana einen Erfolg mit drei Toren Vorsprung für das Weiterkommen. Keine leichte Aufgabe für Barça, wenn man bedenkt, dass Sevilla in der laufenden Saison zwei Mal erst drei oder mehr Tore kassiert hat. Zuletzt gegen den BVB und davor Anfang Dezember ebenfalls in der Champions League gegen den FC Chelsea.

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