Luis Enrique zu Manchester City: „Das werden zweifellos sehr schwierige Spiele“

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Kurz nach der Auslosung der Achtelfinal-Begegnungen der UEFA Champions League stellte sich Teamchef Luis Enrique den Fragen der Journalisten. Der Trainer der Katalanen ging dabei auf die interessante Auslosung gegen den amtierenden englischen Meister Manchester City ein und kam zudem noch auf den Punkterückstand der Katalanen auf Real Madrid zu sprechen. Weitere Themen waren die Personalien Neymar Jr. sowie Luis Suárez und die ewigen Startelf-Rochaden.

Wie nicht anders zu erwarten war, begann Enrique die Pressekonferenz mit den Ergebnissen der Champions-League-Auslosung, bei der den Katalanen der englische Meister Manchester City zugelost wurde: „Das ist ein sehr schwieriger und harter Gegner, wahrscheinlich einer der schwierigsten, den man bei der Auslosung bekommen konnte. Sie gehören in meinen Augen zu den Kandidaten, die um den Titel mitspielen können. […] Wir müssen Manchester City sehr detailliert analysieren, bevor wir irgendetwas sagen können. Das Spiel wird allerdings erst im Februar ausgetragen und bis dahin können sich noch viele Sachen ändern. Jedes Team verändert sich und City ist auch nicht mehr die Mannschaft von vor zwölf Monaten. Aber wir werden uns noch mit dem Team befassen und ihre Stärken und Schwächen auswerten. Es wird sicherlich wie in der letzten Saison eine sehr enge Angelegenheit. Sie besitzen viele Optionen beziehungsweise Änderungsmöglichkeiten und einen hochklassigen Kader. Das werden zweifellos sehr schwierige Spiele. Dessen bin ich mir absolut bewusst.“

Anschließend wurde der vierte Punkteverlust der Saison, ein 0:0 gegen Getafe CF, Thematik der Fragerunde: „Ich höre mir all die Schlagzeilen in der Medienwelt nicht an, davon hat mir mein Arzt abgeraten. Wir sind immer bereit für die Aufgaben, denen wir in einem Spiel gegenüberstehen. Aber Getafe war ein sehr harter Gegner, der Boden kam uns auch nicht entgegen und wir hatten zuvor ein hartes Champions-League-Spiel hinter uns. In meinen Augen war die Einstellung des Teams sehr korrekt. Sie haben versucht, Chancen zu kreieren und ein Tor zu erzielen. Alles in allem gesehen war es ein sehr komplexes Spiel. Ein einziges Tor hätte uns bereits die drei Punkte gebracht, das haben wir aber einfach nicht zustande gebracht. Wenn wir ein Tor erzielt hätten, dann wäre die Reaktion des Gegners im Spiel anders gewesen.“

„Der Rückstand auf Real entscheidet noch gar nichts“

Mit dem Unentschieden ist der Rückstand auf Real Madrid nun auf vier Punkte angewachsen. Luis Enrique sehe dies aber nicht als entscheidend an: „Dieser Rückstand sagt noch gar nichts zum Ausgang der Meisterschaft aus. Wenn man uns hier und jetzt vermitteln könnte, was von nun an bis zum Ende der Spielzeit passieren würde, und dass der Vorsprung so verbleiben würde, dann könnte man von einer Entscheidung sprechen. Da das aber niemand kann, sind es für uns nur aktuell vier Punkte Rückstand. Wir befinden uns noch in der ersten Saisonhälfte und versuchen diese Situation noch demnächst umzudrehen. Wie man in den letzten Wochen offensichtlich sehen konnte, gibt es viele Teams, die einem Probleme bereiten können. Wir versuchen unser Bestes zu geben. Was die anderen machen, können wir nicht beeinflussen. Wir werden sehen, was mit den anderen Teams und in den nächsten Spielen noch passieren wird.“

Auf die Frage, ob Superstar Neymar im morgigen Spiel einsatzfähig sein werde, antwortete Enrique kurz und bündig: „Er ist aus Sicht des Ärzteteams nicht fähig, das morgige Spiel zu bestreiten. Deswegen werden wir ihn auch gegen Huesca nicht spielen sehen.“

Auch seine Arbeit im Kalenderjahr 2014 im Dienste des FC Barcelona kommentierte der Teamchef: „Wir befinden uns in einem Prozess, wo wir ein richtiges Team bilden wollen. Wir werden immer weitere Aspekte verändern und weiterentwickeln. Darauf hoffe ich und das ist auch das, was ich als Teamchef erreichen will. Nicht anders war es auch bei meinen vorherigen Mannschaften. Wir werden nun schauen, wie die nächsten Monate verlaufen werden. Es gibt gewiss noch einige Probleme, die ich beheben will, aber generell muss ich sagen, dass die Einstellung meiner Spieler bisher gepasst hat. Und die Spieler, die kamen, haben viel Einsatz gezeigt und versucht, sich schnell anzupassen beziehungsweise einzufügen. Ich hoffe, dass wir uns mit ihnen weiter verbessern und am Ende um die Titel mitspielen können. Im Moment gibt es mit Real Madrid eine Mannschaft, die über uns anzusiedeln ist, aber wir werden versuchen, ihren Vorsprung konstant zu reduzieren. Wir wollen dies erreichen, indem wir gute Spiele zeigen und ich werde weiterhin versuchen, unsere Fehler auszumerzen. “

Enrique über Suárez und die ewigen Startelf-Rochaden

Bisher konnte sich der 80-Millionen-Mann Luis Suárez noch nicht vollständig bei den Katalanen entfalten. Luis Enrique äußerte sich über den Uruguayer wie folgt: „Grundsätzlich braucht jeder Spieler, der zum FC Barcelona wechselt, eine gewisse Zeit, um sich anzupassen. Wir trainieren hier anders, als bei den anderen Teams. Alle Übungen sind eng mit dem Ball verbunden und die Spieler müssen sich an das Spiel im engen Raum gewöhnen. Sie haben für ihre Entscheidungen nicht viel Zeit und das gilt nicht nur für die Stürmer, sondern auch für die Mittelfeldspieler. Und das ist manchmal ein Faktor, den man bei uns auf genau die Art und Weise erlernen muss, wie es bei uns in der Mannschaft verlangt wird. Die Mannschaft hatte im letzten Jahrzehnt eine ähnliche Spielweise. Ich bin mir sicher, dass sich Suárez demnächst noch an das Team anpassen wird.“

Zum Schluss der Pressekonferenz kam Enrique noch kurz auf seine ständigen Rochaden in der Startelf zu sprechen: „Wenn ich an die Aufstellung für den nächsten Gegner nachdenke, dann taucht die vorherige Elf aus dem letzten Spiel niemals in meinen Planungen auf. Ich weiß, dass je mehr Spieler wir zur Verfügung stehen haben, desto stärker ist dann auch die Mannschaft. Selbstverständlich kann ich sie nicht alle aufstellen. Aber in meinen Augen ist dies eine Formel, die uns helfen wird, über mehrere Monate hinweg schwierige sportliche Aufgaben zu lösen. Ich habe das schon bei meinen vorherigen Klubs so gehandhabt und ich hoffe, dass das auch hier bei Barça Früchte tragen wird.“

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