Noten | Albas rabenschwarzer Abend – nur Pedri und Ter Stegen mit Normalform

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Bei Barças 2:3-Niederlage im Achtelfinale der Copa del Rey gegen den Athletic Club in Bilbao zeigte vor allem die alte Garde eine schlechte Partie. Die Spielerkritik und Noten.

 Marc-André ter Stegen

Der Deutsche bekam im San Mames so einiges zu tun. Bereits nach zwei Minuten kassierte Barças Nummer eins einen absolut überraschenden und überragenden Schlenzer von Iker Muniain. Einen Ticken zu weit vorne stand ter Stegen dabei, aber selbst wenn der Keeper auf der Linie gestanden hätte – ter Stegen wäre wohl machtlos geblieben. Nach einer halben Stunde klärte der 29-Jährige stark gegen Nico Williams. Kurz vor dem Pausenpfiff fischte ter Stegen einen Dani-Garcia-Kopfball mit einer bärenstarken Reaktion von der Linie. Auch den Kopfball aus kürzester Distanz vor dem 1:2 der Gastgeber konnte er abwehren, letztlich ließ ihn auch da seine Hintermannschaft wieder im Stich. Der deutsche Nationalkeeper tat alles, um die Katalanen im Spiel zu halten. Barçawelt-Punkte: 8, MOTM

Dani Alves

Dem Altmeister auf der Position des rechten Verteidigers merkte man sein fortgeschrittenes Alter im Achtelfinale der Copa del Rey sehr an – sowohl im Positiven als auch im Negativen. Im Positiven: Den geistesgegenwärtigen Fallrückzieher, der zur perfekten Vorlage für Pedri zum späten Ausgleich wurde, traut sich in dieser Situation fast nur ein Spieler, der bereits alles im Weltfußball gesehen hat. Im Negativen: Das Pressing der Basken setzte dem Brasilianer zu, was ihn zu einigen Ballverlusten (23) zwang und den Spielaufbau ins Stottern brachte. Außerdem tat sich der 38-Jährige lange mit der linken baskischen Seite bestehend aus Muniain und Berchiche schwer. Bei der frühen Führung durch Bilbaos Kapitän agierte Alves zu passiv – er stellt den Angreifer nur, anstatt ihn aktiv an der Ballaktion zu hindern. Zudem leistete sich Alves auch einen kapitalen Fehlpass in Hälfte eins, der aber folgenlos blieb. Barçawelt-Punkte: 4

 Ronald Araujo

Startete gleich mit einem Fehler in die Partie, da er die flache Flanke von Nico Williams auf Muniain nicht abfing. Der Uruguayer stabilisierte sich und die Barça-Abwehr danach ein wenig. Der Innenverteidiger bekam es immer wieder Sprintduellen mit dem Brüderpaar Nico und Iñaki Williams zu tun. Ersteren verlor er nach der Pause bei einem Volley aus den Augen, doch Williams schoss drüber. Auch beim zwischenzeitlichen 1:2 macht der 22-Jährige den Fehler, dass er beim Freistoß nicht durchläuft und Alba am langen Pfosten gegen zwei Basken im Stich lässt. Barças Nummer vier machte sich eine ordentliche Leistung durch entscheidende Fehler selbst kaputt. Barçawelt-Punkte: 4

Gerard Piqué

Der Abwehrchef in Xavis Viererkette wirkte gegen das Team von Trainer Marcelino auch zuweilen überfordert, seine Abwehrkette konnte er nie zusammenhalten oder ordnen, gerade im ersten Durchgang war Barça hinten vogelwild. Beim 1:0 in der Mitte nicht gut positioniert (auch wenn das Tor hauptsächlich auf Alba geht), auch Piqué kam hier nicht in Position. Beim Tor von Iñigo Martinez zum 2:1 hätte Piqué klären können, brauchte aber viel zu lange, und seine Gliedmaßen zu sortieren und zu klären. Immerhin im Spielaufbau konnte der Abwehrhüne seiner Mannschaft helfen und war mit 123 Ballaktionen und einer Passquote von 91 Prozent dort eine sichere Bank. Barçawelt-Punkte: 4

 Jordi Alba

Der linke Verteidiger erwischte einen Abend zum Vergessen – vom Anpfiff weg. Beim frühen 0:1 köpfte Alba den Ball zum Gegner und ließ sich dann von Nico Williams überlaufen, hechelte nur hinterher. Auch danach wurde der Linksfuß vom 19-Jährigen praktisch die gesamte Halbzeit über vor enorme Probleme gestellt – Williams war Bilbaos bester Angreifer. Alba verlor insgesamt 33-mal das Spielgerät, konnte nur 79 Prozent seiner Pässe anbringen und gewann nur 25 Prozent seiner Zweikämpfe. In der Nachspielzeit verursachte er durch sein Handspiel den Elfmeter, der dem Athletic Club das Weiterkommen ins Viertelfinale der Copa del Rey bescherte – auch wenn Alba keine Absicht zu unterstellen ist. Der schwächste Mann Barças im San Mames. Barçawelt-Punkte: 2

 Sergio Busquets

Barças Kapitän wirkte gegen das hohe Pressing Rojiblancos als Anker und versuchte das hitzige Spiel zu ordnen und zu lenken. Trotzdem wirkte Busquets vom Pressing Athletics oft ein wenig überwältigt. Beim 1:0 war er selbst im Gegenpressing sehr hoch positioniert, die Abwehrkette so entblößt – etwas, was schon im Supercup-Clásico ins Auge fiel. Immerhin verbuchte der spanische Nationalspieler den Assist zum 1:1 durch Ferran Torres – obwohl man ehrlicherweise zugeben muss, dass dieses Tor zum größten Teil dem Neuzugang zuzuschreiben war. Ansonsten hatte Busquets wie auch Barças gesamtes Mittelfeld an diesem Abend seine Schwierigkeiten mit den bissigen Löwen. Barçawelt-Punkte: 4

 Pedri

In seinem ersten Startelf-Einsatz im Jahr 2022 hatte der Dauerbrenner anfangs noch so seine Probleme mit dem aggressiven Pressing der Gastgeber, das sein Spielrhythmus störte. Mit fortlaufender Spieldauer kam der spanische Nationalspieler immer besser rein und gewann seine Ballsicherheit und Pressingresistenz zurück. Nicht nur wegen des Ausgleichs in der Nachspielzeit war Pedri Barças bester offensiver Akteur im San Mamés. Der 19-Jährige dribbelte bei den Gegenstößen der Blaugrana mit dem Ball am Fuß immer wieder in die gegnerische Hälfte und konnte insgesamt drei Torschüsse vorbereiten. Nach 105 intensiven Minuten ging er völlig entkräftet für Martin Braithwaite vom Platz.  Barçawelt-Punkte: 7

 Gavi

Der 17-Jährige tat sich gegen das gegnerische Mittelfeld schwer und wurde von Mikel Vesga und Dani Garcia quasi gefressen. Dem Youngster fehlte es an Ballsicherheit und Härte, um einen Impact auf das Spiel zu haben. Sieben Ballverluste, eine Zweikampfquote von nur 20 Prozent und drei begangenen Fouls bestätigen nur, dass der hochtalentierten Teenager gegen abgezockte Spieler mitunter noch einiges dazulernen muss. Wurde nach einer schwachen Stunde durch Frenkie de Jong ersetzt. Barçawelt-Punkte: 3

 Ferran Torres

Der Winterneuzugang von Manchester City zeigte ein Spiel mit Licht und Schatten. Tauchte mal rechts, mal im Sturm und mal links auf. Sein erstes Tor im Trikot der Blaugrana in der 20. Spielminute war gleich mal ein traumhafter Schlenzer in die lange Ecke. Ein Tor, das andeutet, welches Potenzial im jungen spanischen Nationalspieler steckt. Mit fortlaufender Spieldauer war vom Ex-Citizen immer weniger zu sehen, Torres‘ Treffer war auch der einzige Torschuss, den er abgab. Insgesamt in der Offensive zu wenig zu sehen. Barçawelt-Punkte: 6

 Ferran Jutglá

Der 22-Jährige hatte gegen den Athletic Club aus Bilbao die undankbare Aufgabe, zumeist das Sturmzentrum zu besetzen. An dem gebürtigen Katalanen ging die Partie völlig vorbei, was durch gerade einmal elf Ballaktionen deutlich wird. Da Jutglá vorne völlig ohne Anbindung war, konnte er weder einen Schuss abgeben noch ein Dribbling anbringen. Xavi nahm ihn eine halbe Stunde vor Schluss vom Feld. Barçawelt-Punkte: 2

 Ez Abde

Trainer Xavi schenkte dem Marokkaner erneut das Vertrauen, das er ihm aber nur bedingt zurückzahlte. Der 20-Jährige versuchte sich im Dribbling gegen die baskische Defensive – allerdings war nur eines seiner drei Dribblings erfolgreich. Weiteres Manko: Abde unterstütze seinen Hintermann Jordi Alba kaum in der Defensive. Diese Unterstützung hätte er gegen den dynamischen Nico Williams bitter nötig gehabt. Blieb in der Halbzeit in der Kabine. Barçawelt-Punkte: 4

 Nico Gonzalez (ab 45.)

Barças neue Nummer 14 – Nico wurde bei den Profis registriert – kam zur zweiten Halbzeit in die Partie und ersetzte Ez Abde. Der gebürtige Galizier tat sich ebenso schwer, gegen die baskischen Löwen dagegenzuhalten. Über Zweikämpfe (12 von 20 gewonnen) biss sich der 20-Jährige in die Partie. Allerdings konnte Nico weder in der regulären noch in der Nachspielzeit für offensive Impulse sorgen.  Barçawelt-Punkte: 5

 Ansu Fati (ab 60.)

Kam eine halbe Stunde vor dem Ende der regulären Spielzeit in die Partie. Die meiste Zeit konnte die Hintermannschaft der Gastgeber das Wunderkind unter Kontrolle behalten. Nach nur insgesamt 36 Minuten musste Fati nach einer Verletzung ohne Gegnereinwirkung den Platz verlassen – ein Torschuss, der das Tor verfehlte, war in seinem Arbeitszeugnis bis dato notiert. Barçawelt-Punkte: keine Bewertung

 Frenkie de Jong (ab 60.)

Der Niederländer konnte im Gegensatz zu Gavi das Mittelfeld des FC Barcelona stabilisieren und mit seiner Präsenz und Passsicherheit gegen das Pressing Bilbaos etwas entgegensetzten. Trotzdem konnte auch der Mittelfeldmotor keine entscheidende offensive Momente kreieren. In der Defensive ließ er Nico Williams einmal zu lange gewähren und Flanken – beinahe hätte Athletic hieraus Kapital geschlagen. Dass Gavi, Pedri und sogar Nico Gonzalez als erster Einwechselspieler Frenkie vorgezogen wurden, könnte auch ein Wink mit dem Zaunpfahl von Xavi sein. Barçawelt-Punkte: 5

 Sergiño Dest (ab 96.)

Der US-Amerikaner ersetzte den verletzten Ansu Fati. Der gelernte Rechtsverteidiger orientierte sich auf den linken Flügel. Aber auch Dest konnte dem Ausscheiden aus der Copa del Rey nichts entgegenbringen. Barçawelt-Punkte: keine Bewertung

 Martin Braithwaite (ab 105.)

Sollte für die letzte Viertelstunde nochmal für Gefahr im Sturmzentrum sorgen. Der von einer Knieverletzung Wiedergenese hatte allerdings nur einen Ballkontakt – dementsprechend hatte der Däne keinen Einfluss mehr auf den Ausgang der Partie. Barçawelt-Punkte: keine Bewertung

 Trainer Xavi Hernandez

Xavis Ansatz, um gegen die Basken zu bestehen, war ein Mix aus Jugend, ganz viel Erfahrung und das klassische 4-3-3-System. Insgesamt standen sechs Spieler der Kategorie U-23 auf dem Platz. Vor allem im Mittelfeldzentrum merkte man, dass die Doppelacht bestehend aus Pedri und Gavi vorallem in der Anfangsphase Probleme hatten in Spiel zu kommen bzw. in Falle Gavis nie ins Spiel fand. Aber vor allem die Spieler der Riege Ü-30 hatten große Probleme mit dem Pressing der Marcelino-Elf. Das Außenverteidiger-Duo Alves-Alba verzeichnete insgesamt 56 Ballverluste, beide waren gegen den Ball Schwachpunkte in der Defensive des FC Barcelona. Gegen diese Pressing-Maschinerie, die Bilbao nun mal ist, hätte der 41-Jährige einen besseren Mix aus jung und alt finden müssen. Es wirkte im ersten Durchgang beinahe so, als wäre Barça überrascht von Athletics Herangehensweise. Barçawelt-Punkte: 4

 Erklärung zur Punktevergabe

10 Punkte: Weltklasse
9 Punkte: sehr gute Leistung
8 Punkte: gute Leistung
7 Punkte: ansprechende Leistung
6 Punkte: durchschnittliche Leistung
5 Punkte:
unterdurchschnittliche Leistung
4 Punkte: unbefriedigende Leistung
3 Punkte: schwache Leistung
2 Punkte:
ungenügende Leistung
1 Punkt: Totalausfall

Pokal-Aus gegen Athletic: Wer war der schwächste Barça-Akteur?

Patryk Kubocz
Redakteur für Barçawelt. Student der osteuropäischen und journalistischen Geschichte.

30 Kommentare

    • Den hatte ich auch schonmal auf dem Zettel, so richtig konnte ich aber keine Pro für ihn entwickeln. Fakt ist, irgendwas muss auch da passieren, Jordi kann nicht jedes Spiel spielen, dann bricht er ein, wie wir gestern gesehen haben. Muss mich aber auch Fragen, warum Xavi dann nicht Balde mal ein Chance gibt. Ja ich weiß, wieder ein Junge, der erst noch lernen muss, aber gerade gestern hätten wir einen Schnellen für die Defensive gebraucht. Jordi machte da keine gute Figur. Ich denke, das hätte ein Balde auch nicht schlechter gemacht, denn bei einem RA wie Williams muss man einfach dicht am Mann bleiben, damit er nicht zum Flanken kommt und die einzige Flanke, die Jordi abgeblockt hatte, war dann auch noch ein 11er, weil er sich in den Strafraum hat drängen lassen, anstatt vorher zu „intervenieren“.
      Insgesamt gesehen vertraue ich aber Xavi, der genau weiß, welche Spieler er noch für sein Projekt braucht. Dazu muss Barca aber nun auch mal aussortieren und die ganzen „Koemansternchen“ die gar nicht oder nur schwach leuchten, aus dem Kader streichen, sprich verkaufen, um Platz sowohl auf dem Rasen als auch in der Kasse (Salary) zu schaffen.

  1. Ich war anfangs gegen das 3-4-3, aber mittlerweile ist es mir lieber.

    Araujo – Pique – Garcia/Lenglet

    De Jong – Pedri – Busquets/Nico – Alba

    Torres – Depay – Abde

    Alves ist für mich keine Lösung und für Xavi kommt Dest nicht infrage. Alba gibt uns offensiv sehr viel, aber defensiv ist er nicht tragbar. Links im Mittelfeld kann er je nach Situation entweder sich offensiv oder defensiv orientieren und im Ballbesitz das Spiel breit machen.

    Die Offensivreihe würde ich je nach Gegner aufstellen. Wäre der Verein ein bisschen sensibler gewesen hätte man jetzt Dembele und man könnte mit ihm über rechts kommen, aber so ist es nun mal.

  2. Fati ist immer noch blutjung. Es kommt im Fussball häufig vor, dass so junge Spieler stark verletzungsanfällig sind und mit der Zeit sich immer weniger und weniger verletzen. Allerdings ist das im Falle von Fati die nun 4 Operation die er vermutlich durchstehen muss…das kann niemals gesund für seine weitere Karriere sein. Aber es soll ja sein Oberschenkel sein, aus der Verletzung die er sich gegen Celta zugezogen hat. Vielleicht kann man dieses Problem mit einer Operation endgültig begraben. Ich weiss doch auch nicht. Es sind einfach schlimme Zeiten für einen Barca Fan.

    Haaland wird vermutlich zu Real wechseln. Er will in Spanien spielen, Atlético ist nicht der Rede wert und wir haben ihm absolut nichts zu bieten ! Seine Verpflichtung allein wird schon schwer genug. Und selbst wenn wir das hinkriegen, schaut mal unsere sportliche Perspektive an…Dembele will uns verlassen, Fati ein Dauerpatient und Depay will man durch Morata eintauschen..da bleibt nur ein Ferran Torres. Und bevor wir uns überhaupt um ihn bemühen, müssen wir erst mal die CL Qualifikation schaffen, was durch die Lage von Dembele und nun die von Fati in weite ferne gerückt ist.

    Real hingegen hat alles zu bieten, sowohl finanziell als auch sportlich. Ich höre immer wieder dass Haaland nicht mit Mbappe spielen könnte. Wo habt ihr sowas gehört ? Ist doch Blödsinn. Warum sollte ein Haaland nicht angetan davon sein, mit Mbappe und Vini das womöglich tödlichstes Trio der Welt zu gründen? Auch für Dortmund würde sich ein Wechsel zu Real am meisten bezahlt machen, da sie ihn so vielleicht eine weitere Saison behalten dürften, da Real ihn, wegen Benzema, erst 2023 holen will. Also werden auch sie ihn wahrscheinlich bitten, zu Real zu wechseln und eine weitere Saison zu bleiben.

    Es ist unumgänglich. Wir werden jetzt vermutlich erst mal Mittelmass bleiben. In 4-5 Jahren, wenn der Vorstand um Laporta und Alemany gute Arbeit leisten, Pedri, Gavi, Nico, Balde, Garcia und wie sie alle heissen weiter gereift sind und mehr Erfahrung gesammelt haben und wir wieder finanziell etwas besser dastehen und es uns leisten können, den ein oder anderen guten Spieler zu verpflichten, dann, erst dann kann es wieder nach oben gehen.

    unser Kader schaut aktuell folgendermassen aus:

    – Wir haben mit Pedri, Nico, Gavi, Garcia, Balde talentierte Spieler, die alle noch zu jung sind und nicht die Erfahrung haben

    – wir haben wenige gestandene Spieler wie Depay und De Jong, die beide ihre Rolle im Team noch nicht gefunden haben

    – wir haben Senioren wie Pique, Busquets, Alba und Alves, die alle nicht mehr tragbar sind

    Wie will man mit so einem Mix wieder nach oben finden? Mit Araujo, Ter Stegen und Ferran haben wir gerade mal 3 Spieler, mit denen wir bereits jetzt was anfangen können auf der grossen Bühne.

  3. Angeblich soll Fati wieder operiert werden…das wird wohl nach Bojan die nächste traurige Geschichte eines Spielers, der mal ganz groß hätte rauskommen können…tut mir unglaublich Leid für den Jungen!

    Aber ich habe immer Hoffnung. Und auch in diesem Fall hoffe ich, dass die nun dritte (oder vierte?) Operation ihn endlich in Ordnung bringt, so dass der Junge wieder normal Fussball spielen kann. Aber leider sehr sehr unwahrscheinlich!

  4. Hallo zusammen,

    Bin zwar Real Fan, muss aber sagen: Kopf hoch Barca Fans !!!
    Ihr macht gerade die schwerste Zeit dieses Jahrhunderts durch. Euch hat im Sommer der beste Spieler aller Zeiten (sage ich als großer CR7 Fan) verlassen.
    Mit Messi in eurem Team würde eure Saison ganz anders aussehen.

    Real Madrid hat bis zum Durchbruch von Vinicius Jr vor einigen Monaten über 3 Jahre aufgrund des Abgangs von CR7 im Jahr 2018 gelitten. Wir haben sogar 115 Mio. Euro für einen Bankwärmer ausgegeben, in der Hoffnung, dass dieser zumindest teilweise CR7 ersetzten kann.
    Wisst ihr noch, wie Reals Saison 2018/2019 lief? Wir mussten einen der besten Spieler aller Zeiten (der Status des besten gehört Messi :unsure: ) ersetzten. In dieser Saison hatten wir 3 verschiedene Trainer. Erst Lopetegui, dann Santiago Solari um schließlich Zidane im März zurückzuholen.
    Wohl gemerkt mussten wir „nur“ einen Spieler ersetzten, auch wenn es sich bei dem Spieler um den besten Scorer aller Zeiten handelt.

    Barca musste sich nicht nur von Messi, sondern innerhalb von 12-13 Monaten von Messi, Surarez und sogar Griezman (auch wenn viele nicht viel von ihm halten, trotzdem hätte er aktuell geholfen) trennen.
    Real hatte durch den Ronaldo Abgang noch über 115 Mio. Euro von Juventus eingenommen. Und Barca? 0,00 Euro. Außerdem hat Corona hat eure kompletten Finanzen gesprengt. Schon vor der Pandemie hattet ihr desolate Finanzen.
    Ihr müsst daher nicht nur im sportlichen, sondern auch im finanziellen einen Umbruch vornehmen. Real stand/steht durch die (erst seit 12 Jahren) gute finanzielle Arbeit auch sehr gut da, verglichen zu Barca.

    Der Real Umbruch ist noch nicht abgeschlossen und dauert an. Bzw. im Mittelfeld wird dieser erst noch erfolgen.
    Dies wird bei euch auch der Fall sein, aber ich bin trotz eurer Finanzen optimistisch. Eure jungen Wilden haben so viel Talent: Pedri, Fati, Gavi, Nico, Araujo, Ferran Torres, Garcia, ……

    Natürlich war die Leistung gestern sehr schlecht, aber in der Verlängerung im Hexenkessel San Mamés zu verlieren ist keine Schande. Real leistet sich in der Copa regelmäßig Peinlichkeiten. Im Viertelfinale muss Real nach Bilbao, mal sehen wie Real sich schlägt :scratch: (die Südamerikaner müssen zur WM Quali).

    Euer Kampfgeist ist zu sehen und das stimmt doch positiv. Ich glaube aber nicht an einen Titel von Barca in der Europa League. Doch das ist sportlich nicht so schlimm. Dann ist es diese Saison halt kein Titel. Diese Saison ist Lehrgeld für Barca und Xavi. Auch nächste Saison muss der Liga Titel noch nicht her.
    Ich denke ab Sommer 2023 ist/kann Barca wieder ganz oben angreifen, in der Liga und auch in Europa.

    Hierzu müsst ihr einige Lücken im Kader schließen. Falls Xavi keine besondere Verwendung für de Jong und Dest hat, wonach es derzeit ja aussieht, würde ich diese verkaufen und mit dem Geld einen guten IV, RV und ggf. LV verpflichten. Das Problem ist aber auch, dass es kaum gute IV auf Barca Niveau gibt, die günstig wären. Für Mendy hat Real z. B. 50 Mio. gezahlt. Gaya habe ich oft gehört, aber ob das realistisch ist? Für RV habe ich oft von Mazraoui gelesen in diesem Forum. Doch, ob er wirklich zu Barca kommt?

    Für das Mittelfeld sollte man sich nach einer ablösefreien Option umsehen. Und natürlich einen 9er (Haaland zu Barca? Ihr seid in meinen Augen seine realistischste Option, aber ein Transfer zu Barca ist trotzdem sehr schwer)

    Nur eine negative Sache an Barca möchte ich loswerden. Zwar macht die neue Administration zurzeit gute Arbeit, trotzdem finde ich, dass Real auf dieser Position deutlich besser aufgestellt ist. Ihr könnt von ihm halten was ihr wollt, aber Real Präsident Perez hat mehr Kompetenz als eure letzten drei Präsidenten zusammen.

    Auch finde ich nicht gerecht, wie manche hier über Koeman reden. Natürlich ist Koeman kein sehr guter Trainer, doch für alles ihm die Schuld zu geben ist nicht gerecht. Er hat es zwar nicht geschafft Barca wieder aufzubauen, doch an die schlechte Situation war nicht er schuld. Er hat Barca auf dem Tiefpunkt nach dem 8:2 übernommen. Dank Messi und Griezman hat er ja auch einen Titel gewonnen.
    Auch hat er einige Talente aufgebaut Pedri, Gavi, …
    Er hätte statt Pedri oder Gavi ja auch einfach auf Pjanić
    setzten können.

    Das wichtigste ist Platz 4 und das wird gelingen denke ich. Es wird ein Zweikampf mit Betis um den 4. Platz denke ich.
    Sollte es gelingen, bin ich zuversichtlich, dass Barca und Real zusammen mit den Bayern den reichen Engländern das Leben schwer machen können.
    Das hoffe ich so sehr, damit die CL wieder zu dem spanischen Fest werden, welches die CL von 2009 bis 2018 war.

    Ich gehe und höre mir nun den Tika Taka Podcast von Alex und Nil an.

    Sportliche Grüße

  5. Die Nachricht, dass Gaya kurz vor einer Verlängerung steht, hat mich übel erwischt! Ich wollte Gaya seit Jahren, jetzt wo er in greifbarer Nähe ist, verlängert er. Ich finde es schade, dass er nicht zu einem grösseren Verein wechseln will, denn er ist sehr stark und im besten Fussball-Alter. Vor allem seine Bedingung, dass dieser Bordalas weiterhin Valencia-Trainer bleibt, kann ich absolut nicht nachvollziehen. Valencia spielt doch kaum besser unter seiner Leitung? Naja, sowas nennt man wohl einfach Loyalität.
    Mit Gaya und Mazraoui auf den Aussen, hätte Barça ruhig eine weitere Saison mit Pique und Araujo planen können, denn ich halte dieses Duo prinzipiell für stark und wenn die Aussen ihren Job gut machen, haben es auch die beiden Innenverteidiger viel einfacher, wie sebone bereits sagte.

    Jetzt bin ich wirklich ratlos was unsere LV-Position betrifft. Guerreiro und Tagliafico dürfen keine Optionen für eine Stammrolle sein. Ich hätte nichts dagegen, wenn wir Beispiel Tagliafico diesen Januar holen würden, damit wir eine weitere Option für die LV haben, aber bitte nicht als den Alba-Nachfolger. Theo hat einen Vertrag bis 2024, wäre teuer und verlängert wahrscheinlich bald. Mir fallen da nur noch Grimaldo und Angelino ein. Angelino wird wohl auch teuer, Grimaldo hingegen wäre wohl günstiger zu haben, aber der überzeugt mich nicht wirklich…

    Ich hoffe, dass Barça so rasch als möglich die Verpflichtung von Mazraoui für den kommenden Sommer abschließt. Der ist ein absolutes Muss, wenn Xavi Dest nicht vertraut.

    De Jong würde ich nicht verkaufen. Pedri, Nico und Gavi sind unerfahren. De Jong ist ein gestandener Spieler mit viel Erfahrung. Wäre wichtig, ihn weiter im Kader zu haben.

  6. Salud, Bewertungen natürlich subjektiv. Ich möchte mal ganz bewußt ein Gegengewicht reinstellen. Ja, das is t genau unsere momentane Leistungsstärke + / – 20% nach oben oder unten. Ich bin auch der Meinung, dass Xavi vielleicht andere Jungs aufstellen hätte können. Das hätte aber nichts geändert. Ein ganz großes Problem ist die Zusammenstellung des Kaders. Die Alten sind über dem Zenit aber immer noch besser als das was dahinter steht. Jordi Alba steht immer noch klar vor Alex Balde. Und Busquets ist auf der Position noch stärker als Nico. Die Jungen sind noch weit von ihrem Zenit entfernt. Es fehlt an Erfahrung und Körperlichkeit. Zwischen alt und jung ist ein Loch. Uns fehlt die Mitte. Starke Spieler mit hoher Qualität und Körperlichkeit zwischen 24 – 28. Typ Mascherano! Frenkie müsste das können. Der ist aber im Monet komplett abgetaucht. Dazu kommt großes Verletzungspech. Dazu kommt, dass durch den Abgang von Leo ein Spieler fehlt, der in der letzten Runde an 60 Toren beteiligt war. Das weiß jeder Coach und die Absicherung, die jedes Team früher gegen uns gestellt hat fällt jetzt weg. Deshalb kann jedes Team mit einer gewissen Qualität jetzt viel höher stehen und zusätzliche Qualität in die Offensive legen ohne tödlich ausgekontert zu werden. Damit müssen wir jetzt umgehen. Xavi kann im Moment nur von Woche Kleinigkeiten zu verbessern. Es kann sein, dass wir Platz 4 erreichen. Das wäre prinzipiell großartig! Mehr ist im Moment nicht drin. Kein Titel!

  7. Gut getroffene Noten, wobei ich araujo und Pique etwas stärker als die Kollegen gesehen habe. Die waren im Endeffekt die ärmsten da das Mittelfeld + Außenverteidiger komplett überrannt worden sind.

    Gavi zuletzt völlig von der Rolle. Seine BarcaweltNoten in den letzten 5 Spielen immer zwischen 3 und 5. Dem täte mal eine Auszeit richtig gut aber Xavi betreibt die selbe Lieblinge-Politik wie einige seiner Vorgänger.

    Pedri hat mit Ball am Fuß ein ordentliches Spiel gemacht aber seine defitizite sind nach wie vor das Spiel gegen den Ball. Er läuft da leider nur hinterher und er benötigt Partner die das kaschieren können. Gavi ist wie Pedri zwar sehr bemüht aber eher erfolglos und Gavi zudem viel zu überdreht. Busquets Gavi Pedri wird nicht funktionieren gegen Mannschaften die giftig sind und einen anlaufen. Das wird funktionieren wenn sich Mannschaften hinten einigeln und Angriffe nur mit geringer Mannskraft starten.

    • Gaya wäre richtig wichtig. Regt mich auch sehr auf! Jetzt besteht eigentlich nur die Möglichkeit Alba zu verkaufen und mit dem Geld einen teureren LV zu holen. Und wir wissen leider alle, dass das niemals passieren wird. Gaya wäre die perfekte Option, weil man Alba hätte behalten können (was der Verein im Gegensatz zu einigen Fans will) und trotzdem nen super LV hätte und Balde verleihen könnte. Jetzt muss man überlegen, wie man weitermacht. Eigentlich ist Balde zu talentiert, als dass man ihm nen Star wie Theo Hernandez (der ohnehin zu teuer ist) vor die Nase setzt. Von Spielern wie Guerreiro und eigentlich auch Grimaldo will ich eigentlich nix wissen. Die sind defensiv nochmal schlechter als Alba.

      • Sebone

        Theo wird auch wohl verlängern. Jetzt können wir Alba nicht ersetzen. Aber es war safe eh nur der Plan Gaya auf die Bank zu setzen. Das ist krass. Wir wollen diesen Typen seit 2018 loswerden aber der wird Stammspieler bis 2024 bleiben. Da kann man sich eigentlich nur wünschen dass Barca bestraft wird und versinken wird.

        • Also ich finde Alba weiterhin recht gut. Aber er muss halt Pausen kriegen. Der spielt glaub ich die halbe Saison aktuell mit kleineren Verletzungen. Irgendwann muss man nen Schlussstrich ziehen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Aber das wird der Verein nicht verstehen. Gaya war sowas von der perfekte Transfer. MiT Mazraoui, Gaya und Christensen/Süle hätte man im Sommer die Chance gehabt, kostengünstig 3/4 der Verteidigung zu verändern und hätte die Dynamik im Team entscheidend beeinflussen können. Die AV sind für mich noch wichtiger als die IV. Wenn wir es Stabilität haben, wird der Job der IV leichter.

            • Der ganz große Unterschied zwischen Barca und Real ist der Leistungsdruck.

              Wenn du in Madrid spielst und nicht lieferst bist du weg – es ist egal wer du bist und wie du heißt. Da zählt nur Leistung, dazu kommt die Sieger/Kämpfer Mentalität im Verein und Umfeld. Für Perez ist es egal, ob dein Name Ramos oder Ronaldo lautet, zuerst kommt immer der Verein und die Gefühle oder der Status des Spielers sind egal.

              Bei uns wirst du gestreichelt, wenn du aus der Region kommst und schon länger dabei bist, es ist egal, wie du aktuell spielst. Wenn du irgendwann mal Leistung gebracht hast, reicht es. Es fällt auch auf bzw. es ist wohl richtig, was Van Gaal gesagt hat – in Barcelona, sind immer die Ausländer schuld.

              Mir zeigen die Reaktionen der Spieler und des Trainers das die Realität komplett verweigern. Man wird vom Bilbao in Spanien 120 Minuten dominiert und trotzdem hat man ein gutes Spiel gemacht….

              Der Verein ist nicht lernfähig und deswegen wird man wieder da landen, wo man die meiste Zeit vor Messi verbracht hat – Europa Cup, vorwiegend top 6 in Spanien und alle paar Jahre wird man Meister. Zugegeben in der Copa war Barca immer der Favorit.

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