Vorschau | Copa-Duell der Serientäter: Barças Härtetest gegen Sevilla

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Härtetest für den FC Barcelona im Halbfinal-Hinspiel der Copa del Rey beim FC Sevilla: Beide Trainer müssen vor dem Topspiel auf wichtige Akteure verzichten – gerade Barça plagen große Verletzungssorgen, die sich noch einmal verschärft haben. Doch auch Sevilla fehlen drei Stammspieler. Die Vorschau zu Sevilla vs. Barcelona.

Erneut personelle Sorgen in der Defensive 

Innerhalb von acht Tagen reist der FC Barcelona bereits ein drittes Mal nach Andalusien, doch neue Verletzungen dürften aktuell für Sorgenfalten bei Ronald Koeman sorgen. Denn nach vielen Verletzungen in Barças Defensivabteilung befindet sich der Übungsleiter nun erneut in der Situation, Notlösungen für die Hintermannschaft der Blaugrana zu finden.

Nachdem sich der erst genesene Sergi Roberto gegen den FC Granada erneut eine Oberschenkelverletzung zugezogen hat und damit aller Voraussicht nach vier bis fünf Wochen auszufallen scheint, hat es mit Ronald Araujo gegen Real Betis den zuletzt wohl konstantesten Verteidiger der Katalanen getroffen. Obwohl die Verstauchung seines linken Knöchels vermutlich nicht so schwerwiegend ist, dürfte Araujos Ausfall den FC Barcelona enorm schwächen. 

Nun gilt es für Koeman abzuwägen, wer gegen den FC Sevilla die Lücke in der Innenverteidigung am besten auszufüllen vermag. Mit Clément Lenglet, der auf seinen Ex-Klub trifft, und Samuel Umtiti stehen dem ehemaligen Bondscoach zwei Alternativen zur Verfügung, die in den letzten Spielen weder hinten sicher standen, noch spielerisch überzeugen konnten und sich auch in Zweikämpfen zuletzt nicht gerade mit Ruhm bekleckerten. Lenglet schien seinen Platz in Barças Startaufstellung bis zu Umtitis ernüchternder Leistung gegen Granada sogar vollkommen verloren zu haben.

Puzzlestück de Jong – Einsatz in Abwehr oder Mittelfeld?

Da nun auch Sergiño Dest wegen anhaltender Muskelbeschwerden gegen den FC Sevilla ausfällt, wird Oscar Mingueza wohl keine Option für die Innenverteidigung sein, sondern erneut auf der Rechtsverteidigerposition aushelfen müssen. Frenkie de Jong bewies gegen Betis aufs Neue, dass er diese Position zentral in der Abwehr bekleiden kann, auch wenn er in Topform für Barça einen größeren Mehrwert eindeutig im Mittelfeld hat.

Koeman muss sich nun also entscheiden, wer angesichts Sevillas Offensivqualitäten den Platz Araujos am besten einnehmen kann. Da neben Dest auch Pjanic (Probleme im linken Fuß) nicht für das morgige Halbfinal-Hinspiel zur Verfügung stehen wird – und somit ein erfahrener Spieler für das zentrale Mittelfeld fehlt, falls de Jong in die Innenverteidigung rücken sollte – wird Koeman höchstwahrscheinlich auf Lenglet und Umtiti in der Defensive setzen. 

“Wenn wir Frenkie als Innenverteidiger einsetzen, dann fehlt er uns im Mittelfeld”, bekannte auch Koeman auf der Pressekonferenz vor dem Sevilla-Spiel. Alternativ könnte auch Riqui Puig die Mittelfeldposition von de Jong einnehmen und von Beginn an auflaufen, doch Puig betrieb gegen Betis nicht gerade Werbung in eigener Sache. Gegen die physisch extrem starken Andalusier wird Barças Cheftrainer wohl seinem niederländischen Landsmann den Vorzug geben – welche Wichtigkeit er für Barças Spiel besitzt, verdeutlichte de Jong zuletzt mit starken Leistungen (und auch einigen Toren).

 

Sevilla ohne Ocampos, Navas und Acuña

Auch der FC Sevilla erlitt am Wochenende einen herben verletzungsbedingten Rückschlag. Nach einem Foul von Getafes Djené musste einer der wichtigsten Akteure für Sevillas Spiel, Lucas Ocampos, verletzt den Platz verlassen – die dadurch entstandene Verletzung am linken Knöchel zwingt den Argentinier zu einer Ausfallzeit von bis zu sechs Wochen. Dennoch sollten die Katalanen die Offensivkraft der Andalusier keineswegs unterschätzen, schließlich zeigte sich vor allem Youssef En-Nesyri zuletzt äußerst treffsicher. Der Stürmer kommt seit dem Jahreswechsel auf acht Treffer für die Sevillistas – ein Wert, der ihm die Auszeichnung zum Spieler des Monats im Januar bescherte.

Doch auch seine Mitspieler sind definitiv in der Lage, Barças Verteidigern das Leben schwer zu machen. Angesichts der Verletzung von Ocampos steigen die Chancen für Neuzugang Papu Gomez, in der Startelf zu stehen. Der 32-Jährige verzauberte in den vergangen Jahren die Serie A mit seinen Offensivqualitäten. Die Auszeichnung zum besten Mittelfeldspieler der italienischen Serie A in der vergangenen Saison belegen den Einfluss, den er auf ein Spiel nehmen kann. Gegen Getafe konnte Gomez mit einem Weitschusstor schon andeuten, auf was sich Gegner des FC Sevilla in Zukunft einstellen können. 

Eine Mittelfelddynamik, wie Barça sie gegen Real Betis zu großen Teilen vermissen ließ, ist elementar, um gegen die physische Präsenz Sevillas anzukommen. Angesichts dessen wäre es wohl verwunderlich, wenn Pedri und Frenkie de Jong nicht zur Startaufstellung der Blaugrana gehören würden. Ein weiteres Problem aus dem Betis-Spiel, das Barça im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán lösen sollte, ist das Verhalten bei Hereingaben von der Grundlinie – etwas, was Sevilla gerne und oft tut, auch wenn in Marcos Acuña und Jesus Navas die etatmäßigen (und offensivstarken) Außenverteidiger verletzt ausfallen. 

Sevillas defensive Stabilität

Eine Hürde auf dem Weg zu einer guten Ausgangsposition für das Rückspiel stellt jedoch nicht nur die Offensive der Mannschaft von Julen Lopetegui dar. Um die Defensive zu überwinden, bedarf es einer starken Leistung der Offensivkräfte Barcelonas. Mit Diego Carlos wartet ein robuster Innenverteidiger auf die Katalanen, der jedoch gelegentlich auch für einen Aussetzer gut ist, sobald er in Drucksituationen gerät. Vor allem Antoine Griezmann und Ousmane Dembélé könnten mit ihrer Einsatzfreude den Brasilianer in Bedrängnis bringen, sobald dieser sich dem Spielaufbau widmet. Sein Partner in der Innenverteidigung, Jules Koundé, steht hingegen für die Souveränität in Person – und das mit erst 22 Jahren. 

Der Franzose legt ein gewissenhaftes Stellungsspiel sowie eine überragende Spielübersicht an den Tag. Aus Drucksituationen weiß dieser sich zudem bestens zu lösen, so kann er dank seiner technischen Fertigkeiten anlaufende Gegner im Stile eines Angreifers aussteigen lassen. Trotz der Härte, die Diego Carlos seinem Spiel verleiht, sollten die Akteure Barças in möglichst vielen Offensivvorstößen den Weg über ihn wählen. Im vergangenen Juni machte Lionel Messi schon Bekanntschaft mit dem Innenverteidiger, als dieser mit ausgestreckter Sohle zur Grätsche auf Kniehöhe gegen La Pulga ansetzte. 

Mit 15 Toren und lediglich einem Gegentor aus den letzten sieben Spielen, die Sevilla allesamt gewann, trifft Barça auf ein enorm formstarkes Team. Nur eine Partie verloren die Sevillanos in den letzten 17 Spielen – gegen Tabellenführer Atlético Madrid gab es Mitte Januar ein 0:2.

Am Mittwoch steht also ein Top-Duell der Serientäter an. Der FC Barcelona – der in den letzten 16 Spielen nur das Supercopa-Finale verlor – darf sich also auf eine intensive Partie einstellen, in denen jeder Spieler zur Höchstleistung auflaufen sollte, um das Hinspiel für sich entscheiden und binnen kürzester Zeit drei Siege in Andalusien einfahren zu können. Auch mit einem Remis (mit Toren) sollte Barça gut leben können, schließlich findet das Rückspiel Anfang März dann im Camp Nou statt. Wie im Europapokal gilt auch im Halbfinale der Copa die Auswärtstorregel.


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Benjamin König
Fútbol, Calcio, Fotball - in Spanien, Italien, Skandinavien. Redakteur bei Barçawelt, Podcaster bei Polarlichtspiel - dem skandinavischen Fußballpodcast
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