Carles Puyol – Ein Stoff, aus dem die Helden sind

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Carles Puyol. Viele vermissen ihn jetzt schon. Wenn er geht, wird er bei jedem Fußballfan, auch weit weg von Barcelona und Katalonien, das gleiche Bild hinterlassen. Ein Kämpfer, ein fairer Sportsmann, ein Anführer, ein Vorbild. Ein Spieler, der auch ohne dass ihm viel Talent in die Wiege gelegt wurde, alles erreicht hat. Hier blicken wir einmal zurück auf die große Karriere, auf die Momente, die uns und Puyi selbst wohl immer in Erinnerung bleiben werden.

Carles Puyol – Ein Aufstieg von 0 auf 100

Als kleiner Junge wollte Carles Puyol

noch Polizist werden. Doch mit 15 Jahren begann zu unserer heutigen Freude seine Fußball-Karriere bei einem kleinen Club in seinem Heimatort La Pobla de Segur – als Torwart. Auch als Stürmer und Außenverteidiger, wie wir ihn aus frühen Jahren selbst noch kennen, durfte er spielen, bis er in der Innenverteidigung landete. Zwei Jahre später wurde Carles in La Masia des FC Barcelona aufgenommen, arbeitete sich von der damals noch existenten C-Mannschaft in die B-Mannschaft hoch. Am 2. Oktober 1999, also mit 21 Jahren, war es dann soweit. Puyol wurde gegen Real Valladolid eingewechselt und bestritt sein erstes Spiel für die erste Mannschaft. Bei dem 2:0-Sieg wusste er zu überzeugen und entwickelte sich ab dieser Saison nach und nach zu einem wichtigen Spieler für den FC Barcelona.

Nachdem er schon im Sommer an den Olympischen Spielen teilgenommen hatte, kam Carles Puyol am 15. November 2000 für die A-Nationalmannschaft Spaniens zum Einsatz (1:2 gegen die Niederlande). In den Folgejahren kamen aber keine echten Erfolge mit dem Heimatland zustande. Auf Vereinsebene gab es für Puyol auch nicht viel zu holen. Am 11. November 2001 erzielte er sein erstes Tor, erneut gegen Valladolid zum 2:0 (Endstand: 4:0). Eine heroische Aktion gelang „El Tiburón“ ein Jahr später im Champions-League-Gruppenspiel gegen Lokomotive Moskau: Als letzter Mann vor dem Tor wehrte mit seiner Brust, genauer gesagt mit dem Wappen auf dieser, einen gegnerischen Schuss ab und rettete so den 1:0-Sieg – ein Bild, welches heute noch vor aller Augen ist.

Anführer zu 23 Titeln

Im Sommer 2004 wurde Puyol schließlich zum Kapitän des FC Barcelona ernannt und mit dieser Saison kam auch der Erfolg zurück. Im darauffolgenden Mai durfte Carles erstmals einen Liga-Pokal in die Höhe stemmen, ein Jahr später war es der erste Champions-League-Titel für den Katalanen (2:1 gegen Arsenal). Bei der Europameisterschaft 2008 führte Puyol sein Team endlich wieder zu einem Titel. Beim legendären 6:2 gegen Real Madrid am 2. Mai 2009 gelang dem Capitano der 2:1-Führungstreffer per Kopf, woraufhin das überall bekannte Bild mit dem Kuss der Kapitänsbinde entstand. Unvergessen wird für ihn auch der Sieg der Club-WM im gleichen Jahr sein und damit die Vollendung einer Saison mit sechs Titeln.

Bei der Weltmeisterschaft 2010 war Puyol erneut eine tragende Person der Mannschaft und ging mit dieser am Ende als Sieger hervor. Im Halbfinale gegen Deutschland erzielte er gar das entscheidende Tor per Kopfball. 2011 zeigte Carles erneut Größe: Beim Gewinn seines dritten Champions-League-Titels ließ er Éric Abidal die Trophäe gen Himmel strecken. In den Jahren danach häuften sich die Verletzungen, die er sonst bekanntermaßen unverhältnismäßig schnell weggesteckt hatte, und so verpasste El Tiburón gar die nächste Europameisterschaft. 2012 lernte Puyi Vanesa Lorenzo kennen und bekam mit ihr Anfang 2014 seine erste Tochter.

Am 4. März, nach über 14 Jahren, 23 Titeln, 693 Spielen, 21 Toren und 37 Verletzungen als Fußball-Profi verkündete er zum Entsetzen und zur Trauer vieler seinen Rücktritt zum Ende der Saison. Viel Glück auf deinem weiteren Weg, Carles Puyol!

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