Marc-André ter Stegen und Claudio Bravo unzufrieden: Wie wird der FC Barcelona reagieren?

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Mit Marc-André ter Stegen und Claudio Bravo besitzt der FC Barcelona zwei hervorragende Torhüter. Eine komfortable Situation, wie man auf den ersten Blick meinen mag. In den letzten zwei Saisons hat die Aufteilung der Spielzeit untereinander hervorragend geklappt, mit wenigen und kleinen Ausnahmen. Beide Torhüter hegen mittlerweile aber starke Ambitionen, die erste Wahl zu werden. Ein Dilemma, das durchaus schwer zu lösen scheint und Unruhe in das Team bzw. den Klub zu bringen vermag.

Marc-André ter Stegen: Jung, dynamisch und begehrt

Mit 22 Jahren wechselte ter Stegen zum FC Barcelona. Der Schritt von Borussia Mönchengladbach zum FC Barcelona war groß. Ter Stegen allerdings wirkte zumeist selbstbewusst und zuverlässig. Mit seinen Paraden und seinem Können stellte er sein Potenzial unter Beweis und erhielt Anerkennung und Wertschätzung. In seiner zweiten Saison sprach ter Stegen allerdings des Öfteren über seine Rolle und äußerte dabei seinen Unmut und klare Ziele, zeitnah die Nummer Eins im Tor des FC Barcelona sein zu wollen. Wie die Mundo Deportivo zuletzt berichtete, soll ter Stegen den Wunsch geäußert haben, die Torhüterposition für sich zu beanspruchen. Die letzten Tage machte zudem das Gerücht die Runde, dass Manchester City an einem Kauf von ter Stegen interessiert sei. Der Trainer der Citizens, Josep Guardiola, sei bereit, Joe Hart zu verkaufen und ter Stegen zur unumstrittenen Nummer Eins zu küren. Bartomeu machte demgegenüber unmissverständlich klar, dass ter Stegen den Verein nur dann verlassen dürfe, wenn ein anderer Fußballklub die 80 Millionen Euro schwere Ausstiegsklausel zieht.

Claudio Bravo: Gelassen, erfahren und zuverlässig

Der chilenische Stammtorhüter der spanischen Liga, Claudio Bravo, wechselte im selben Jahr zum FC Barcelona wie ter Stegen. In der Liga bekam er das Vertrauen ausgesprochen, in den Pokalwettbewerben aber kam er bisher nicht zum Zuge. Das hat aber keine besonderen Gründe, denn: In seinen zwei Saisons beim FC Barcelona ließ er sich nichts zu Schulden kommen und stellte einen sicheren Rückhalt für seine Mannschaft dar. Auch er habe seine zukünftigen Ambitionen an den Vorstand mitgeteilt, heißt es, und könne sich nicht weiter mit seiner Rolle als Teilzeit-Torhüter abfinden; auch der amtierende Copa-América-Sieger möchte demnach mehr Spiele absolvieren.

Was passiert nun?

Die momentane Situation kann sich keinesfalls gut auf die Teamchemie auswirken und sollte kein Dauerzustand sein. Es muss also eine Lösung gefunden werden und jemand sollte hier für eine klare Linie sorgen. Das dürfte in diesem Fall und in dieser Situation unter anderem auch Luis Enrique sein. Er muss zwischen dem jungen und talentierten ter Stegen und dem erfahrenen und routinierten Bravo eine Entscheidung fällen, und zwar zum Wohle der Mannschaft. Nachdem ter Stegen in der Saison 2014/15 transferiert wurde, wollte Luis Enrique zusätzlich einen weiteren Torhüter. Das Anforderungsprofil an den zweiten Torhüter waren die spanische Sprache und Erfahrung.

Sofern beide ‚Goalies‘ nun auf eine alleinige Verantwortung des Torhüterpostens pochen, spricht nichts dagegen, diese auch zu treffen. Der Vorstand kann natürlich beide Spieler behalten und die bisherige Praxis bei der Aufteilung der Einsätze in der Liga und in den Pokalwettbewerben beibehalten. Fraglich ist nur, wie sich das auf die Torhüter auswirkt und in welcher Weise dies die Stimmung innerhalb der Mannschaft beeinflusst. Einen faden Beigeschmack hinterlässt das Ultimatum, das beide Spieler an den Vorstand gestellt haben, durchaus. Die nächsten Wochen werden daher spannend und interessant. In dieser Thematik ist nach wie vor sehr viel Bewegung drin und wie immer die Verantwortlichen mit den Forderungen der Spieler auch umgehen werden, wird es schwer sein, beide Schlussmänner zufriedenzustellen.

Ihr seid gefragt: Wie würdet ihr euch entscheiden und warum?

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