Ousmane Dembélé – Ein Sorgenkind als X-Faktor?

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Ousmane Dembélé ist wieder fit. Gegen Huesca gab er sein Comeback, nun könnte der trickreiche Flügelspieler gegen Manchester United und auch für den Rest der Saison zum X-Faktor werden, denn seine Unbekümmertheit, Schnelligkeit und Kreativität werden dringend benötigt. Der junge Franzose scheint nach einer holprigen Anfangsphase endlich angekommen zu sein. Ein Rückblick auf seinen Werdegang bei der Blaugrana.

Am vergangenen Wochenende bestritt der FC Barcelona seine Auswärtspartie gegen SD Huesca. Neben dem Einsatz dreier Spieler aus der zweiten Mannschaft der Katalanen feierte ein Akteur sein Comeback, der im Verlauf der Saison noch zum X-Faktor für den Gewinn des ersehnten Henkelpotts werden könnte: Ousmane Dembélé. Für den Franzosen war es der erste Einsatz seit dem Rückspiel im Achtelfinale der Champions League.

Anschließend begann eine rund 5-Wochen lange Leidenszeit, die auf einen Muskelbündelriss zurückzuführen war, den er sich in eben jener Partie zuzog. Seither, so muss man sagen, kamen die Katalanen ganz gut ohne den verletzungsgeplagten Flügelstürmer zurecht, dennoch kann seine Rückkehr für den Verein von enormem Wert sein. Zum einen bietet Dembélé generell eine weitere hochkarätige Alternative für die linke Seite, zum anderen scheint es so, als hätte er in dieser Saison seinen Durchbruch im Starensemble des Klubs geschafft.

Anfangs noch Sorgenkind

Im Sommer 2017 wechselte Dembélé von Borussia Dortmund zum FC Barcelona und man muss zugeben, dass die Umstände des Wechsels als recht unrühmlich umschrieben werden können, da der Franzose sich in die katalanische Landeshauptstadt streikte. Auch danach schien der Flügelspieler zu keinem Zeitpunkt die kolportierten 105 Millionen Euro sowie Bonuszahlungen, zu rechtfertigen. Schwache Leistungen wechselten sich ab mit wochenlangen Verletzungsproblemen und kleineren Undiszipliniertheiten, die den Flügelstürmer immer wieder zurückwarfen. Im Winter der Saison 2017/18 wurde ihm dann mit Philippe Coutinho ein hochkarätiger Konkurrent vor die Nase gesetzt, der sich in der Folge seinen Stammplatz im Team erkämpfen konnte.

Zu Beginn der laufenden Saison wurde dann plötzlich alles besser. Dembélé war Stammspieler in der Mannschaft von Ernesto Valverde und lieferte an den ersten Spieltagen eine tolle Leistung nach der anderen ab. Doch dann ging es wieder los: Kleinere Verletzungspausen, nächtliche PlayStation-Sessions, ungesunde Ernährung – es schien so, als ob der junge Franzose nie im Team des FC Barcelona ankommen würde.

Auf einmal Leistungsträger

Doch im Verlauf der Saison hat sich etwas geändert. Die Verletzungen wurden weniger, die Skandale hörten auf und Barças Nummer 11 schaffte es, sich seinen Platz im Team zu erkämpfen. Auf 12 Scorerpunkte kommt der Franzose in der laufenden La-Liga-Saison in bisher 25 Spielen. Vier weitere kommen in sechs Champions-League-Partien dazu, fünf in vier Copa-del-Rey-Spielen. Zahlen, mit denen er im direkten Vergleich mit seinem Konkurrenten auf der linken Außenbahn, Coutinho, klar die Nase vorn hat. 

Ohnehin wirkt Coutinho in dieser Saison wie der einzige wirklich klare Schwachpunkt einer ansonsten wunderbar funktionierenden Mannschaft. Woche für Woche kann man beobachten, wie der Brasilianer sich an gegnerischen Abwehrreihen festdribbelt, Fehlpässe spielt, zu viele Schüsse aus der zweiten Reihe abgibt oder beste Abschlusspositionen ungenutzt lässt. Obwohl Dembélé viele dieser Schwächen ebenfalls zu den seinen zählen muss, wirkt sein Spiel in vielen Situationen wesentlich abgeklärter und effektiver als dass des Ex-Liverpoolers. Es muss geradezu ein Segen für Ernesto Valverde sein, Dembélé wieder im Kader begrüßen zu dürfen und mit ihm vielleicht das letzte Puzzlestück in sein Team einsetzen zu können, das es braucht, um diese Mannschaft ihrem ersehnten Ziel näher bringen zu können – dem Triple.

Mit Dembélé zum Dreifacherfolg?

Vor der Saison gab Mannschaftskapitän Lionel Messi das Ziel aus, die Champions-League endlich wieder ins Camp Nou zurückzuholen. Nun hat man die spanische Liga so gut wie gewonnen, steht im Finale der Copa del Rey und muss im Viertelfinale der Champions League gegen Manchester United nur noch das Rückspiel überstehen, um ins Halbfinale einzuziehen. Der FC Barcelona spielt bis dato eine grandiose Saison und die Chance auf den Henkelpott scheint so groß wie lange nicht mehr. Dembélé könnte tatsächlich der Schlüssel sein, um sich in den entscheidenden Spielen gegen die europäische Elite durchzusetzen – und vielleicht sprechen wir dann in einigen Jahren nicht mehr vom Sorgenkind, sondern von einem elementaren Bestandteil des Barça-Teams, das 2019 das dritte Triple der Vereinsgeschichte holte.

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