Barça gegen SSC Neapel: Ein Fortschritt, aber kein Sieg

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Gegen den SSC Neapel gab es die erste Niederlage für den FC Barcelona unter Neu-Coach Luis Enrique. Dabei war das Spiel der Katalanen durchaus gut anzusehen und das spielerisch wohl beste in dieser Vorbereitung.

Barcelona schaffte es von Beginn an, das Spiel an sich zu reißen und zu kontrollieren. Das Dreiermittelfeld bestehend aus Busquets, Iniesta und Rakitić konnte hierbei besonders überzeugen. Gerade Ivan Rakitić sollte man hier hervorheben, da er ein sehr gutes Spiel ablieferte und schon jetzt zeigen konnte, dass er genau der Spielertyp ist, der den Katalanen weiterhelfen kann. Mit dem Ball agiert er sehr gut, erkennt Situationen schnell und spielt präzise Pässe, wodurch er auch eine Großchance von Munir vorbereitete. Und auch Rakitić‘ Spiel gegen den Ball ist hervorragend. Der Kroate geht weite Wege und hat dem Team defensiv sehr geholfen und zu einigen Ballverlusten aufseiten Neapels beigetragen. Dieses physische Element, das er ins Spiel bringt, wird im Laufe der Saison noch sehr nützlich werden, da Barça nun auch im Mittelfeld körperlich besser dagegenhalten kann. Das war in der Vergangenheit ein Manko bei den Katalanen.

Gute Ansätze – nur der letzte Pass kam zu selten

Wie bereits erwähnt, schafften es die Mannen von Luis Enrique das Spiel zu kontrollieren und sich auch Chancen zu erspielen. Munir kam zu zwei Großchancen, die er aber beide vergab. Dass man nicht zu noch mehr Großchancen kam, lag auch an Rafinhas unpräzisem Passspiel an diesem Abend. Der Brasilianer spielte erneut als Falsche Neun und konnte dort durchaus überzeugen. Nur sein letzter Pass war in diesem Spiel sehr unpräzise und kostete Barça einige gute Chancen. In der Regel dürfte er im Mittelfeld spielen, wo er ähnlich wie Rakitić mit viel Physis und guter Arbeit gegen den Ball aufwarten kann.

Defensiv war Barça im ersten Durchgang überwiegend souverän. Piqué und Bartra machten ihre Sache ordentlich und ließen kaum etwas zu. Claudio Bravo konnte sich gegen einen guten Kopfball auszeichnen und war auch sonst zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Gegen Ende des Spiels war es dann aber gerade er, der bei seinem Debüt das Spiel entschied. Erst sprang ihm der Ball nach einem Rückpass zu weit weg, weshalb er ihn nur unzureichend wegschießen konnte, und dann rutschte ihm der nachfolgende Schuss durch die Hände.

Spielansatz wird noch verfeinert werden

Die zweite Halbzeit ging zunächst so weiter, wie die erste aufgehört hatte. Barça machte das Spiel und kam zu Chancen, die sie weiterhin nicht nutzten. Im Laufe der Zeit litt der Spielfluss dann unter den ganzen Wechseln, aber dennoch kontrollierte die Blaugrana weiterhin das Geschehen. Chancen konnte man sich nicht mehr allzu viele herausspielen, was aber bei so vielen Auswechslungen normal ist.

Alles in allem war es ein gutes Spiel der Katalanen, dich sich im Vergleich zu den beiden vorigen Testspielen spielerisch verbessert präsentierten. Sich gute Chancen zu erspielen, während die drei Fixpunkte in der Offensive fehlen, spricht für die Qualität der Mannschaft. Es war stellenweise auch ein 3-4-3-System zu erkennen, was mit Spielern, wie Messi, Neymar und Suárez noch deutlich gefährlicher sein wird. Gegen Neapel war das vorherrschende System vor allem aber ein 4-3-3 mit einem sich fallen lassenden Busquets und zwei aufrückenden Außenverteidigern. Es bietet sich aber durchaus die Möglichkeit, dieses System noch weiter zu verfeinern, wofür man aber mindestens einen der drei Topstürmer braucht. Inwieweit Montoya sich für die Rolle des rechten Wing-Backs eignet, bleibt abzuwarten, da er offensiv nicht die Wirkung hat, die ein solcher Spielertyp eigentlich mitbringen sollte. Eventuell wäre es eine Überlegung wert, Pedro auf dieser Position spielen zu lassen, sofern Cuadrado nicht den Weg nach Barcelona findet. Bei seinem Arbeitspensum wäre es kein Problem, auch hinten mitzuhelfen und gleichzeitig vorne für Gefahr zu sorgen. Die Alternative wäre Dani Alves. Zumindest schadet es nicht, mehrere Optionen zur Hand zu haben.

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