Joan Laporta: „Ich habe nichts Gutes von dieser Vereinsführung erwartet“

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Wird Joan Laporta 2016 zur Wahl als Vereinspräsident bereitstehen? Neben Fragen wie dieser sprach der Katalane über die Zeit um 2010, als Sandro Rosell die Wahl gewann und kritisierte wieder einmal die neue Vereinsführung, deren jetziger Präsident – Josep Bartomeu – nicht legitimiert sei. Außerdem erklärte Laporta sein Finanzmanagement und zog Vergleiche zwischen seinem und dem heutigen Barça.

Joan Laporta über den Führungswechsel 2010: 

„Ich habe nichts Gutes von dieser Vereinsführung erwartet. Sie hat mich nicht überrascht, aber dennoch enttäuscht. Die Versammlung 2010, die gegen uns eine zivilrechtliche Strafe verhängte, wurde von ihnen schamlos ausgenutzt. Wir haben den Verein in einem guten Zustand verlassen. Wir haben viele gute Spieler zusammengeführt, die uns jede Menge Freude bereitet haben.“

„Wir haben an das Gute geglaubt und ihnen das beste Barça aller Zeiten überlassen. Am Tag, als Rosell die Wahl gewonnen hat, habe ich ihm meine Glückwünsche zugesprochen. Doch dann begannen solche Dinge, wie Cruyff als Ehrenpräsident abzulehnen.“

„Gegen mich haben sie Klagen eingereicht, sowohl öffentlich als auch auf zivilrechtlichem Wege, indem sie sagten, wir hätten Verluste auf dem Vereinskonto gemacht. Dabei wurde unser Management immer gelobt, wie alles, was wir taten. Jetzt, wo ich mir über alle Sachen im Klaren bin, will ich das hinter mir lassen.“

„Ich war großzügig zu Spielern, Unternehmern und Führungskräften, das stimmt. Messi hat viel Geld verdient, aber er ist nur aus Liebe zum Verein bei uns geblieben. Ich habe hohe, aber angemessene Beträge gezahlt. Alle haben uns und den Fans große Freude gebracht. Finanzielle Überschüsse sind niemals gut, aber das, was wir feiern durften, war gut, absolut gut.“

Erneuter Antritt als Präsidentschaftskandidat? „Ich schließe es nicht aus und werde von meinen Unterstützern sogar dazu getrieben. Tag für Tag steigt meine Motivation. Aber bisher denke ich noch nicht ernsthaft daran, ich habe meine Arbeit und bin nicht besessen. Im Leben muss man immer Neues einführen und somit ist es schwer, Vergangenes noch einmal zu wiederholen. Wenn die Zeit da ist, werde ich darüber nachdenken.“

Hätte es in diesem Sommer Wahlen geben müssen? „Ich habe keine Wahlen gefordert, aber in meinen Augen ist der jetzige Präsident nicht legitimiert. Wenn man als Präsident nicht von den Mitgliedern gewählt wurde, sollte man zumindest am Ende der Saison ihnen die Entscheidung überlassen. Ich habe ein Misstrauensvotum von sehr wenigen überstanden und so den Wunsch der Beauftragten erfüllt und alles lief gut.“

Laporta über die Zeit unter ihm: „Es waren wundervolle Jahre, die ich alle genossen habe. Die Saison mit den 6 Pokalen und das 2:6 im Bernabéu können erreicht, aber nicht übertroffen werden. Wir waren wie eine Familie mit Regeln, Werten und Ethik wie in einer richtigen Familie. Wir sind alle Menschen und machen Fehler, aber insgesamt haben die guten Sachen, die schlechten überwogen.“

Über die derzeitige Kader-Situation: „Ich sehe einen motivierten Messi und einen angepassten Neymar. Die Situation von Piqué tut mir weh, aber ich bin froh, zu sehen, wie sich Xavi und der Rest anstellen. Ich möchte nur, dass alles zum Wohle für Barcelona läuft.“

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