Rechtsverteidiger bei Barça: Semedo oder Roberto?

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Aufgrund der Verletzung von Sergi Roberto durfte Nélson Semedo in den letzten Spielen auf der Position des Rechtsverteidigers auflaufen. Dabei konnte er zuletzt gegen Tottenham und den FC Valencia durchaus überzeugen. Dies wirft jedoch die Frage auf, wer beim FC Barcelona der eigentliche Rechtsverteidiger ist und auf Dauer sein wird. 

Roberto und Semedo im Vergleich

Semedo ist 24 Jahre alt und damit noch sehr jung. Als größter Vorteil gegenüber Roberto ist wohl die Schnelligkeit des Portugiesen zu nennen, die ihm sowohl defensiv als auch offensiv hilfreich ist. Zudem ist er sehr lauffreudig und hartnäckig in den Zweikämpfen. Roberto hingegen sind in der Vergangenheit schon einige Fehler in der Defensive unterlaufen, die einem gelernten Rechtsverteidiger in der Regel nicht passieren.

Was die Offensive angeht, so verfügen beide Spieler über eine hervorragende Technik. Roberto hat hier allerdings den Vorteil, dass er als Eigengewächs das Spiel des FC Barcelona verinnerlicht hat, während Semedo gerade im Passspiel noch sicherer werden muss. Beide verbindet jedoch die Stärke, dass sie sehr sicher am Ball sind und mit einigen schnellen Bewegungen das Pressing des Gegners umgehen können. Insgesamt ist die Wahl zwischen einem der beiden Außenverteidiger keine leichte, da beide auf dieser Position überzeugen können und dies auch schon getan haben.

Weitere Überlegungen

Sowohl beim Portugisen als auch beim Spanier müssen dennoch weitere besondere Umstände berücksichtigt werden. Denn Semedo, der im Vergleich zu Jordi Alba auf der linken Seite eher wenig auffällt, braucht einen Partner, mit dem er auf dem rechten Flügel kombinieren kann. Daher hatte Semedo einige seiner stärksten Auftritte gerade dann, wenn auch Dembélé auf dem Platz stand. Da Letzterer aber in den vergangenen Spielen nicht auflief, litten auch die Möglichkeiten von ‚Nelsinho‘, sich offensiv einzuschalten. Hinzu kommt, dass Lionel Messi im Spiel alle Freiheiten genießt und sich gerne in Richtung Coutinho und vor allem Alba bewegt. Dies erschwert die Situation von Semedo.

Roberto befindet sich auch in einer Situation, die für andere Spieler schwer zu bewältigen wäre. Er muss nämlich oftmals zwischen Einsätzen im Mittelfeld und als Rechtsverteidiger wechseln, was für ihn aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit aber kein großes Problem darstellt. Dadurch kommt er trotz des Überangebots im Mittelfeld zu vielen Spielminuten. Eben dies spricht dafür, ihn auf der Rechtsverteidigerposition nur in Notfällen und zu Rotationszwecken einzusetzen. Denn Semedo hätte andernfalls nicht die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln, was angesichts seines jungen Alters und Potentials schade wäre. Auf der anderen Seite könnte Roberto sich vorwiegend auf das Mittelfeld konzentrieren, wo er als La Masia Absolvent mit sicherem Passspiel und seinen dynamischen Ansätzen gut aufgehoben wäre.

Was denkt ihr? Wem sollte Valverde auf der Rechtsverteidigerposition vertrauen?

 

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