Laporta über Dembélé: „Seit dem 20. Dezember gibt es schon kein Angebot mehr“

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Joan Laporta spricht bei der Vorstellung von Adama Traoré über den Fall Ousmane Dembélé und klärt dabei auf, dass seit langem schon kein Angebot zur Vertragsverlängerung mehr vorliegt. Der Präsident des FC Barcelona gibt dem Franzosen hinsichtlich weiterer Einsätze bei den Katalanen keine gute Prognose ab. Man sei von Dembélé „sehr enttäuscht“.

Mit Adama Traoré ist ein weiterer Angreifer zunächst per Leihgeschäft verpflichtet und am Mittwochnachmittag beim FC Barcelona präsentiert worden. Bei der Pressekonferenz zu diesem Anlass ging es jedoch in erster Linie gar nicht um den 26-Jährigen, der von den Wolverhampton Wanderers kommt.

Die Personalie Ousmane Dembélé beschäftigt Barça und das Umfeld nach wie vor. Die Katalanen wollten den Franzosen während der Wechselperiode im Januar unbedingt loswerden, verbannten ihn deshalb sogar für zwei Pflichtspiele aus dem Kader. Grund: Die abgelehnte Verlängerung des zum 30. Juni auslaufenden Vertrags.

Geworden ist aus dem geplanten Verkauf jedoch nichts. Präsident Joan Laporta bezog dazu bei der PK auf Nachfrage der Reporter Stellung.

Problemfall Dembélé: Joan Laporta…

…über das Angebot an Dembélé zur Vertragsverlängerung: „Seit dem 20. Dezember gibt es schon kein Angebot mehr. Man müsste sich wieder zusammensetzen, um zu verhandeln, wenn sie das wollen. Aber es scheint nicht der Fall zu sein. Es war eine sehr gute Offerte, selbst der Spieler hat das gesagt. Er sagte uns, dass er deswegen dankbar sei. Wir haben nach Lösungen für diese sechs Monate gesucht, dass er bei einem anderen Klub spielt. Aber er wollte es nicht. Es waren gute und interessante Angebote für den Klub.“

…über die Einsatzverfügbarkeit von Dembélé: „Er hat einen laufenden Vertrag und wenn er zur Verfügung steht, wird der Trainer entscheiden. Doch der Trainer weiß um die Umstände und ist genauso überrascht wie wir, dass er die Verlängerung nicht akzeptiert. Ein Spieler, der nicht mehr hier sein wird, weil er sicher zu einem anderen Verein geht – da wird es sehr schwer sein, dass er jetzt zum Einsatz kommt, denn wir bauen ein Team auf und Xavi weiß, auf wen er jetzt und für die nächste Saison zählen kann. Wir müssen das managen und nach den Interessen des Klubs handeln, ohne ihn zu benachteiligen. Wir haben die Haltung des Spielers nicht verstanden. Wir respektieren sie, akzeptieren sie aber nicht.“

…über eine mögliche Vertragsauflösung im Fall Dembélé: „Wir werden alle Optionen prüfen und ich hoffe, dass ich das Beste im Interesse von Barça tun kann.“

…über den Eindruck, den Dembélés Ablehnung hinterlässt: „Dembélé wurde von vielen Umständen begleitet, die nicht die besten waren. Er hatte viele Verletzungen, ist ein Spieler, der viel Geld gekostet hat. Wir hatten alle die Hoffnung, ihn hier viele Jahre lang zu sehen. Wir waren sehr enttäuscht, weil wir für ihn Verständnis gezeigt hatten, als er verletzt war, dazu mit seinen Situationen, als er sich nicht geschätzt fühlte. Wir wollten ihn verstehen und ihm immer helfen. Als Klub wollten wir nach vorne schauen.“

…über seine Aussage, wonach Dembélé besser als Kylian Mbappé sei: „Ich bereue es nicht und denke es nach wie vor. Das heißt nicht, dass der eine bessere Leistungen zeigt als der andere. Deswegen haben wir ihm ein sehr gutes Angebot gemacht. Dembélé ist mit seinem Talent einer der Besten der Welt.“

…über den Winter-Transfermarkt: „Wir sind sehr zufrieden über die geleistete Arbeit. Ich will Mateu Alemany dabei erwähnen. Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit unter den aktuellen Umständen und mit der Gehaltsobergrenze. Wir werden weiter arbeiten, um Xavi Möglichkeiten zu geben, bis zum Saisonende eine noch konkurrenzfähigere Mannschaft zu haben.“

Filip Knopp
Redakteur und Sportjournalist mit großem Fokus auf Spaniens La Liga.

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