0:2 im Mestalla: Valencia deckt Barças Schwächen auf

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Der FC Barcelona hat das Ausswärtsspiel beim FC Valencia mit 0:2 verloren. In einer erneut dürftigen Vorstellung wurden die Defensiv-Fehler gnadenlos von den Fledermäusen bestraft. Marc-André ter Stegen hielt zwar einen Elfmeter, in der zweiten Hälfte war er gegen Maxi Gómez jedoch chancenlos, der mit einem Doppelpack zum Matchwinner avancierte.

Nach dem unerwartet schweren Gastspiel unter der Woche bei der UD Ibiza in der Copa del Rey setzte Quique Setién im Spiel gegen den FC Valencia wieder auf seine Stars, auch das 3-5-2-System behielt er (bei Ballbesitz) bei. Sergi Roberto bekam erneut den Vorzug vor Nélson Semedo, Samuel Umtiti durfte in der Innenverteidigung neben Gerard Piqué starten und Arthur spielte unter Setién erstmals von Beginn an. Antoine Griezmann und Lionel Messi bildeten das Offensiv-Duo im Zentrum, Ansu Fati und Jordi Alba sorgten für Breite auf den Flügeln.

Die Anfangsphase war geprägt vom inzwischen typisch hohen Ballbesitzanteil Barças unter Neu-Trainer Setién. Barcelona tat sich jedoch schwer, in der Abwehrkette von Valencia eine Lücke zu finden, weshalb der Ball oft über einen längeren Zeitraum in den eigenen Reihen gehalten wurde. Erneut kümmerten sich Umtiti, Piqué und Roberto als Dreierkette um den Spielaufbau.

Piqué verschuldet Elfer – Ter Stegen pariert

Valencia hatte dagegen nur selten den Ball, suchte aber immer wieder den direkten Weg in die Spitze. Dies überraschte Barças Hinterleute: In der 10. Minute überspielte der Gastgeber mit nur wenigen Pässen das Mittelfeld von Barcelona, José Gayá tauchte auf dem linken Flügel frei auf und dribbelte sich in Richtung gegnerisches Tor. Im Strafraum angekommen, wurde Gayá im letzten Moment von Piqué gefoult. Es gab einen Strafstoß für Valencia, diesen führte Maxi Gómez aus – doch Marc-André ter Stegen ahnte die Ecke und parierte (12.). Es war sein erster gehaltener Elfmeter in der spanischen Liga. 

Während Barça in der Folge in der Offensive weiter keine Lösungen fand, tat sich die Defensive immer schwerer und Valencia wurde mutiger. Barças Abwehrleute konnten sich bei ihrem Schlussmann bedanken, dass weiterhin die Null stand, denn ter Stegen glänzte mit starken Paraden: Gómez’ harten Schuss lenkte ter Stegen mit viel Mühe und auch Glück an den Pfosten, auch beim Nachschuss von Kevin Gameiro zeigte sich der Deutsche reaktionsschnell (29.). Kurz darauf gab zudem Francis Coquelin einen Schuss auf das Tor ab (31.), auch hier war die Nummer 1 zur Stelle.

Valencias Schlussmann Jaume Domenech blieb bis zum Halbzeitpfiff derweil ohne ernsthafte Prüfung, Barcelona trat vor dem gegnerischen Tor quasi nicht in Erscheinung. 

Jordi Alba fälscht unhaltbar ab

Die zweite Halbzeit begannen beide Mannschaften ohne personelle Veränderungen, doch wirkten wie ausgewechselt. Es dauerte keine 30 Sekunden bis zur ersten Tormöglichkeit – von Barça. Nach einem Doppelpass mit Messi kam Fati zum Abschluss, setzte seinen Schuss im Fallen aber links vorbei (46.).

Direkt im Gegenzug fiel die Führung für Valencia: Eine Flanke von Gayá verlängerte Piqué per Kopf auf den im Strafraum freistehenden Gómez, der zu viel Platz und Zeit für einen Abschluss bekam; der Uruguayer zog ab und durch die Mithilfe von Albas Hüfte landete der Ball unhaltbar für ter Stegen zum 1:0 im Netz (48.).

Das Spiel wurde daraufhin offener, während die Fledermäuse die Chance auf einen weiteren Treffer witterten, war Blaugrana gezwungen, mehr zu investieren. Setién wechselte deshalb den unauffälligen Arthur aus und brachte den energischen Arturo Vidal ins Spiel (56.). 

Vidal belebt, Messi vergibt

Nur wenige Zeigerumdrehungen später glich Messi beinahe aus, doch sein Schuss aus rund zehn Metern ging knapp am langen Pfosten vorbei (59.). Der Argentinier wurde nun aktiver, das belebte den Rest der Mannschaft – genauso wie die Hereinnahme Vidals.

Barça war nun dem Ausgleich nahe, Messi hat diesen auf dem Kopf, doch sein freistehender Kopfball segelte nur neben das Gehäuse (70.). Kurz danach bekamen die Katalanen einen Freistoß aus aussichtsreicher Position zugesprochen, hier parierte Domenech Messis Schuss aufs lange Eck (73.). 

Gomez’ Doppelpack besiegelt die Pleite

Gerade in der Phase, in der Barça stärker wurde und auf den Ausgleich drängte, bestrafte Valencia einfache Fehler gnadenlos. Bei einem Einwurf Valencias schalteten die Barça-Akteure ab, Ferrán Torres bekam den Ball und machte das Spiel schnell, Umtiti ließ sich zu einfach ausspielen, Torres legte quer auf den völlig freien Gómez, der selbstbewusst aus 14 Metern abschloss, zum 2:0 traf und seinen Doppelpack bejubelte (77.).

Ter Stegen musste nur wenige Minuten später sogar ein drittes Mal den Ball aus dem eigenen Netz holen, Gabriel Paulista war zuvor per Seitfallzieher erfolgreich, doch Barça konnte sich bei Schiedsrichter Gil Manzano bedanken, der zuvor ein Foul an Busquets erkannt haben wollte (83.) Setién zog seinen letzten Strohhalm und brachte für die Schlussminuten Ivan Rakitić und den Debütanten Alex Collado (85.). Doch auch die beiden konnten die Niederlage nicht mehr abwehren. 

Im Mestalla zeigten die Katalanen unter dem Strich keine sonderlich gute Leistung, zwar waren sie dem Ausgleich nahe, insgesamt zeigte Valencia dem FC Barcelona aber seine Schwächen auf: Zu langsame Ballzirkulation in einem System, in dem das Team weiter fremdelt, sowie kein gutes Umschaltspiel nach Ballverlust – was zu großen Lücken auf den Flügeln führt. So setzte es für Neu-Coach Setién im dritten Spiel die erste Niederlage.

In der kommenden Woche hat die Blaugrana im Achtelfinale der Copa del Rey im Heimspiel gegen Legánes die Chance, sich von einer besseren Seite zu präsentieren. 

 

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