3 Brennpunkte: Licht und Schatten – Einwechslungen drehen Partie

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Licht und Schatten liegen beim FC Barcelona derzeit eng beieinander – das zeigte sich auch beim enttäuschenden Remis in Osasuna. Neben den extremen Leistungsschwankungen sind die Rückkehr zum breiten 4-3-3 System in der zweiten Halbzeit sowie die Einwechslungen von Ansu Fati und Arthur unsere Brennpunkte.

Barças Enthusiasmus, Valverdes Mut und Griezmanns Statement – so lauteten unsere Brennpunkte zum 5:2-Heimsieg gegen Real Betis in der Vorwoche. Abgesehen von dem Punkt ‘Valverdes Mut’ könnten die Brennpunkte in dieser Woche ähnlich klingen – allerdings in negativer Form. Antoine Griezmann war im Spiel gegen CA Osasuna ein Totalausfall und hatte keine einzige gefährliche Aktion. Und auch den Enthusiasmus ließen die Katalanen über weite Strecken vermissen – insbesondere in der ersten Hälfte wirkte die Mannschaft blutleer und schläfrig. Auch wenn diese Punkte zutreffen – wir haben uns für andere Brennpunkte entschieden. 

Licht und Schatten bei Barça

Im Fußball spricht man oftmals davon, dass Mannschaften einen Lauf oder eine Pechsträhne haben – bei den Ersteren läuft dabei alles (nahezu) von selbst, bei Mannschaften mit einer Pechsträhne ist gegenteiliges der Fall. Versucht man den Saisonstart des FC Barcelona in einer dieser Kategorien einzuordnen, fällt dies extrem schwer. Nach einem mehr als enttäuschenden Auftaktspiel gegen Athletic Bilbao zeigte die Blaugrana beim Heimspiel gegen Real Betis Hurra-Fußball, der den ein oder anderen Fan bereits von der Rückkehr des Tiki Taka träumen ließ. 

Die erste Halbzeit im Spiel gegen CA Osasuna war dagegen ein knallharter Aufprall in die Realität – die Katalanen agierten ähnlich schläfrig, plan- und mutlos wie im ersten Spiel in Bilbao. Hoffnung machten insbesondere die ersten 20-30 Minuten in der zweiten Halbzeit. Da zeigte Barça wieder (zumindest teilweise) sein “Real-Betis-Gesicht” und spielte einen dominanten und kreativen Offensivfußball. 

Die ersten Spiele zeigen: Die Extreme hui und pfui liegen beim FC Barcelona (zeitlich gesehen) derzeit extrem eng beieinander. Eine der Hauptaufgaben von Coach Ernesto Valverde dürfte sein, die Gründe für die Leistungsschwankungen zu identifizieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten – was gewiss leichter gesagt als getan ist. 

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Rückkehr zum “ursprünglichen” 4-3-3 in der 2. Halbzeit 

Nach der Einwechslung des 16-jährigen Ansu Fati spielte das Team von Valverde das erste Mal seit langer Zeit wieder das klassische 4-3-3. Durch zwei echte Flügelstürmer (Fati und Carles Pérez) die breit und tief agierten, zogen diese das Spielfeld gegen einen defensiv kompakten Gegner auseinander. In den letzten Monaten und Jahren spielten bei Barça nur in den seltensten Fällen zwei gelernte Flügelstürmer auf den offensiven Außenpositionen. Oftmals agierten die Außenbahnspieler (Messi, Rafinha, Coutinho etc.) invers und rückten schon früh ins Zentrum ein. 

Durch diese neu geschaffene Breite im letzten Spielfelddrittel muss der verteidigende Gegner automatisch einen größeren Raum abdecken und entweder die Mittelfeldspieler oder eben die Flügelspieler haben mehr Räume. Gegen CA Osasuna waren dies die Mittelfeldspieler – insbesondere Arthur wusste den Raum für seine Pässe in die Tiefe, aber auch für eigene Vorstöße in die Spitze zu nutzen. Auch Frenkie de Jong zeigte nach dieser Umstellung eine wesentlich bessere Leistung als noch im ersten Durchgang. 

Einwechslungen drehen die Partie 

Neben den bereits genannten Umstellungen war auch die Einzelleistung der eingewechselten Fati und Arthur für die Leistungssteigerung entscheidend. Der Brasilianer war trotz nur rund 40 Minuten Einsatzzeit der beste Barça-Spieler auf dem Feld. Er wirkte spritzig, mutig und mental fit. Folgerichtig war es auch Arthur, der den zwischenzeitlichen Führungstreffer für die Katalanen erzielte. Kurz vor Schluss folgte beinahe noch die Krönung seiner Leistung. Einen fantastischen Schnittstellenpass Arthurs vertändelte Pérez jedoch allein vor dem Torwart.

Der junge Fati hat sich dabei insbesondere durch seinen Treffer in den Mittelpunkt gespielt – rein spielerisch war seine Leistung in der Vorwoche um einiges spektakulärer. Allerdings ist es für einen Spieler in seinem Alter mit Sicherheit nicht einfach, in eine extrem schwach agierende Mannschaft reinzukommen und die großen Erwartungen der Fans zu erfüllen. Dennoch strotzte der La Masia-Absolvent nur so vor Selbstbewusstsein und wurde für seinen Mut mit seinem Premierentreffer belohnt. Setzt Valverde weiterhin auf Fati, dürfen sich die Blaugrana-Fans auf weitere Glanzmomente freuen. 

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