Athletic Bilbao – FC Barcelona: Drei hart erkämpfte, doch wohlverdiente Punkte für Barça

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Zum ersten Ligaspiel der Saison gastierte der FC Barcelona bei Athletic Bilbao. Es dauerte lange, bis im San Mamés ein wirkliches Spiel stattfand, da beide Teams sehr zaghaft begannen und kaum Offensivaktionen zustande brachten. Mit der Zeit wurde die Partie aber umkämpfter und die Intensität nahm deutlich zu. Echte Highlights gab es dennoch nur selten – schlussendlich entschied Luis Suárez die Partie.

 

Barça vorsichtig, Bilbao zaghaft

Man merkte dem FC Barcelona an, dass sie defensive Ausfälle zu beklagen hatten. In den ersten 20 Minuten spielten die Katalanen sehr vorsichtig und traten offensiv kaum in Erscheinung. Man schob prinzipiell nur den Ball hinten herum und war darauf bedacht, keine leichten Fehler zu machen, um die gebeutelte Defensive nicht unnötig unter Druck zu setzen. Versuchte die Blaugrana dann mal nach vorne zu spielen, stand Bilbao so kompakt, dass sich der Angriff nicht lohnte und man wieder nach hinten spielte, um ja keinen Ballverlust hinnehmen zu müssen. Die Basken, die am Donnerstag noch Europa-League-Qualifikation spielen mussten, wollten nicht zu früh ihr berühmtes Pressingspiel aufziehen, um über die vollen 90 Minuten mithalten zu können. Daher waren sie zu Beginn eher passiv und versuchten Barça zu neutralisieren, was ihnen auch gut gelang. Vorne presste man hie und da die Innenverteidiger an, um diese zu Fehlern zu zwingen und ihnen nicht zu viel Zeit am Ball zu geben. Aber auch von den Gastgebern kam offensiv praktisch nichts.

Nach einer halben Stunde patzte Bilbao bei dem Versuch einen hohen Ball zu klären, woraufhin Luis Suárez einen Elfmeter zugesprochen bekam. Lionel Messi scheiterte daraufhin vom Punkt an Gorka Iraizoz. Ab diesem Moment wurde das Spiel etwas ansehnlicher, da die Blaugrana nun Blut geleckt hatte und unbedingt den ersten Treffer erzielen wollte. So kamen sie auch zu guten Angriffen, welche beide von Luis Suárez abgeschlossen wurden.

Barça trifft und kämpft sich zum Sieg

Kurz nach der Pause gelang den Katalanen dann die Führung – aus Sicht der Gastgeber ein dilettantisches Gegentor. Nach einer Flanke von Jordi Alba, der außen schon zu viel Platz hatte, traf Suárez im Zentrum völlig unbedrängt zum 1:0. Einen Stürmer wie Luis Suárez im Strafraum so frei stehen zu lassen, ist äußerst sträflich. In der Folge erhöhte sich die Schlagzahl in der Partie. Das Spiel wurde von Minute zu Minute umkämpfter und verlangte beiden Teams viel ab. Athletic versuchte nun offensiv mehr, aber es gelang ihnen keinen Schuss auf das Tor von Claudio Bravo abzugeben. Lediglich einmal ergab sich die Gelegenheit für einen gefährlichen Abschluss – Barça agierte zuvor schlampig.

Die Katalanen verloren im Laufe der Partie Dani Alves und Sergio Busquets, weshalb Sergi Roberto und Marc Bartra eingewechselt wurden. Sergi Roberto machte als Außenverteidiger ein richtig starkes Spiel – sowohl defensiv als auch offensiv. Luis Enrique scheint nun die Position für ihn gefunden zu haben, auf der er für den FC Barcelona am wertvollsten ist. Bartra machte seine Sache überwiegend souverän, zeigte aber erneut seinen typischen Patzer: Er rückte einmal heraus, um den Ball abzufangen, kam aber zu spät und öffnete somit eine Riesenlücke in der Hintermannschaft. Ein Fehler, der dem Katalanen seit Jahren unterläuft – in dieser Hinsicht mangelt es an einer Weiterentwicklung. Er muss lernen, das Spiel besser zu lesen.

Barça hielt körperlich sehr gut dagegen und hatte auch spielerisch einige gute Aktionen. Sie kamen noch zu weiteren Chancen, konnten aber keine nutzen, weshalb das Spiel bis zum Ende spannend blieb. Die Außenbahnen standen sehr sicher, was es den Basken deutlich erschwerte, zu guten Möglichkeiten zu kommen. Sergi Roberto und Jordi Alba machten einen sehr guten Job, was dem ganzen Team mehr Stabilität verlieh. Besonders hervorgetan hat sich auch Thomas Vermaelen, der defensiv extrem sicher stand und viele wichtige Zweikämpfe gewann. Gerade in der Luft war er kaum zu überwinden und klärte viele wichtige Bälle. Diese Art von Spiel scheint ihm zu liegen – wohl auch, da es gewisse Ähnlichkeiten mit Spielen aus England hatte.

Fazit

Alles in allem zeigte die Blaugrana eine gute Leistung, speziell unter den aktuellen Umständen (zahlreiche Ausfälle). Spielerisch war es keine hochwertige Partie – gerade offensiv kann die Mannschaft um Lionel Messi eigentlich deutlich mehr bieten. Doch das Team ließ sich auf den harten Kampf im Baskenland ein und hielt stark dagegen. Vor allem defensiv stand man sicher – in Anbetracht der Saisonvorbereitung eine große Erleichterung. Am Ende waren die drei Punkte hart erkämpft, wohlverdient und ungemein wichtig.

 

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