Barça strauchelt weiter: Elfmeter-Festival gegen Atlético endet 2:2

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Der FC Barcelona hat sich im Meisterschaftskampf den nächsten Ausrutscher erlaubt und im Spitzenspiel gegen Atlético Madrid nur 2:2 gespielt. Bei einem wahren Elfmeter-Festival behielt Saúl zwei Mal die Nerven und glich jeweils die Tore von Diego Costa (Eigentor) und Lionel Messi aus. Messi markierte mit dem 700. Tor seiner Karriere einen weiteren unfassbaren Meilenstein.

Im Vergleich zum Auftritt bei Celta Vigo am Wochenende rotierte Quique Setién gegen Atlético Madrid nur wenig: Clément Lenglet und Sergio Busquets ersetzten Samuel Umtiti und Ansu Fati, während Youngster Riqui Puig mit einer erneuten Startelf-Nominierung im Spitzenspiel für seine zuletzt guten Auftritte belohnt wurde.

Ein Abtasten der beiden Top-Mannschaften zu Beginn der Partie blieb aus, bereits nach einer Minute landete ein Konter über Ivan Rakitic, Lionel Messi und Riqui Puig bei Luis Suárez, dessen Abschluss aber zu harmlos für Jan Oblak im Tor Atléticos geriet. Die Gäste wurden in der Anfangsphase zunächst nur nach Standards gefährlich: Eine Freistoß-Flanke von Yannick Carrasco verpassten José Giménez und Diego Costa nur hauchzart (6.).

Costa erzielt Eigentor und vergibt Elfmeter

Nach einem harmlosen Fernschuss von Rakitic (8.) sollte es in den folgenden Minuten turbulent zugehen: Erst klärte Costa einen flachen Messi-Freistoß kurz vor der Linie zur Ecke, anschließend beförderte der 31-Jährige die Hereingabe mit der Innenseite seines Oberschenkels ins eigene Tor (11.) – die frühe 1:0-Führung für Barça.

Keine fünf Minuten später herrschte erneut Chaos im Strafraum, diesmal allerdings auf der anderen Seite. Nach einem stümperhaften Foul von Arturo Vidal an Carrasco scheiterte Costa zunächst vom Punkt an Marc-André ter Stegen (15.), doch der VAR meldete sich bei Schiedsrichter Alejandro Hernandez Hernandez: Der Keeper der Blaugrana stand im Moment des Schusses minimal vor der Linie, eine Wiederholung der Ausführung wurde angeordnet – streng regeltechnisch vielleicht eine richtige, gefühlt eine äußerst harte Entscheidung. Beim zweiten Versuch trat Saúl Ñíguez an und verwandelte trocken unten rechts – der Ausgleich für die Colchoneros (18.).

Für die erste Halbzeit schienen beide Mannschaften nun vorerst genug Aufregung gehabt zu haben. Abgesehen von einem abgefälschten Freistoß Messis, den Oblak entschärfte, boten sich bis zum Pausenpfiff nur wenig Torraumszenen – demnach ging es mit einem insgesamt leistungsgerechten 1:1-Unentschieden in die Kabinen.

Messi per Panenka zu Nummer 700

Zu Beginn des zweiten Durchgangs stand erneut Schiedsrichter Hernandez im Mittelpunkt: Suárez spielte auf den gestarteten Semedo weiter, der sich die Kugel im Strafraum an Felipe vorbeilegte und einen minimalen Kontakt dankend annahm – Elfmeter für die Katalanen (48.), ein äußerst schmeichelhafter dazu. Standesgemäß trat Kapitän Messi an und vollendete elegant per “Panenka”, das 700. Tor seiner außergewöhnlichen Karriere und die erneute Führung für Barça – 2:1 (50.).

Von den Rojiblancos kam offensiv nach dem Seitenwechsel zunächst wenig, ein Kopfball von Costa ging neben das Gehäuse von ter Stegen (61.). Ein wenig aus dem Nichts gab es kurz darauf dann allerdings das nächste Geschenk der blauroten Abwehr: Semedo brachte Carrasco im Strafraum mit einem abermals leichten Kontakt zu Fall, der nächste Elfmeter für Atlético (61.). Erneut gab es das Duell Saúl gegen ter Stegen, erneut behielt der Spanier die Oberhand – besonders ärgerlich, da der deutsche Schlussmann die Ecke ahnte und noch am Ball war, den Ausgleich zum 2:2 aber nicht verhindern konnte (62.).

Griezmann schmort auf der Bank

Der Tabellenzweite musste sich nach dieser Wiederholung der Geschehnisse aus Halbzeit eins erstmal schütteln und haderte mit sich und dem Spiel – nach einem kurzen Luftholen ließ Arturo Vidal zwei aussichtsreiche Möglichkeiten aus dem Rückraum aus, eine Direktabnahme sowie ein Kopfball (71. und 75.) – es sollten die besten Gelegenheiten Barcelonas bleiben.

In der Schlussphase merkte man der Mannschaft von Quique Setién die Ermüdung an, eine Drangphase konnte die Blaugrana nichtmehr starten, es blieb beim leistungsgerechten 2:2 – bei dem Antoine Griezmann bis zur 90. Minute(!) auf der Bank schmorte – just gegen sein Ex-Team. Somit dürfte die Meisterschaft in weite Ferne gerückt sein, kann der Konkurrent aus Madrid am Donnerstagabend mit einem Sieg gegen Getafe doch auf vier Punkte wegziehen.

 

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