„Barça verblutet im Anoeta” – die spanische Presse über den Auftritt des FC Barcelona

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„Erbärmliches Barça“, Barça verblutet”, „Fetzen“ und „Schiffbruch“. So oder so ähnlich titelten die großen Sport- und Tageszeitungen Spaniens nach der Niederlage des FC Barcelona bei der Real Sociedad. Barçawelt hat neben den Titeln auch die prickelndsten Aussagen der besagten Printmedien herausgepickt, um sie hier zu präsentieren.

Bevor es zu Verwirrungen kommt: Hierbei handelt es sich um direkte Übersetzungen aus dem Spanischen. Dort wird der Fußballverein „Real Sociedad de Fútbol“ üblicherweise mit „(la) Real“ abgekürzt. Der Verein „Real Madrid Club de Fútbol“ wird aber niemals nur „Real“ genannt, sondern wenn dann als „(el) Madrid“ abgekürzt. Um den Sinn nicht zu ändern, übernehmen wir die jeweilige Angabe, wohlwissend, dass sich im deutschen Sprachraum eine falsche Anwendung der Vereinsnamen etabliert hat.

„Wunder im Anoeta“

So schrieb die in Barcelona ansässige Zeitung Sport

. Das Wunder ist natürlich eine Anspielung darauf, dass selbst das Unentschieden nicht dem Spielverlauf entsprach. Weiter schrieb das Barça-nahe Blatt: „Barcelona bekommt von der Real Sociedad ein Bad verpasst“ und auch „Messi verhindert mit seinem Tor eine weitere Niederlage im Anoeta“.

Auch das zweite große, in Barcelona ansässige Sportblatt, die Mundo Deportivo, sprach mehrmals von einem „Bad“, das der FC Barcelona erfahren habe. Es titelte: „Vom Fluch des Anoeta zum wunderhaften Unentschieden“ und schreibt weiter: „Barça kann gegen Real in ihrem Stadium seit ihrem Wiederaufstieg nicht gewinnen, aber dieses Mal spielen sie nur Dank Messi und den Pfosten unentschieden.“

„Ein ehrloses Barça überlebt im Anoeta… dank Gil Manzano“

Nun sind wir in Madrid angekommen. Die obige Schlagzeile gehört zur AS, die stärker als die anderen den Schiedsrichter und seine Fehlentscheidungen ins Visier nimmt. „Das plötzliche Auftauchen von Messi und Neymar und der Umstand, dass Gil Manzano ein Tor von Juanmi zu Unrecht aberkannte, verhinderten ein noch größeres Desaster für die Mannen von Luis Enrique.“ Danach noch ein bisschen Musik für die Ohren der Madridistas: „Barça spielte seine vermutlich schlechteste Partie seit Jahren und war ein Fetzen in den Händen der Real Sociedad.“

Auch die Redakteure der Marca waren nicht viel milder. „Barça verblutet im Anoeta“ hieß es dort. „Ich weiß nicht, ob man sich an ein schlechteres Barça erinnern kann… nicht nur in dieser Saison, sondern generell.“ Der Verfasser erläuterte anschließend die positiven Aspekte bei weiteren schwachen Partien gegen Celta oder Sevilla, welche man dieses Mal nicht finden konnte. Auch eine Ursache des momentanen Zustandes Barças ist gefunden: „Luis Enrique wird die Tage zählen, die fehlen, bis Iniesta zurückkehrt, weil der schwache Zusammenhalt im blauroten Mittelfeld der Anfang alles Schlechten war.“

„Ein erbärmliches Barça rettet wunderhafterweise einen Punkt aus dem Anoeta“

Weg von den Sportblättern und zu den allgemeinen Tageszeitungen. Doch auch hier wird der Ton nicht leiser. El Periódico fasst zusammen: „Bisher haben keine 45 Minuten existiert, die so unwürdig sind.“ „Gefühl, Geduld, Kontrolle, Regierung, Hierarchie, Intelligenz mit und ohne Ball, Druck in der vordersten Reihe, Spiel über die Seiten, Flügelstürmer, die in Erscheinung treten, Außenverteidiger, die sich integrieren. Nein, das ist nicht Barça. Nicht einmal im Ansatz. Es war die Real von Eusebio, einer Mannschaft, der man gern zuschaut.“

El País titelte dagegen mit dem Satz „Barcelona rettet sich aus dem Schiffbruch durch Real“. Wie die anderen ist sich auch die größte spanische Tageszeitung einig, dass ein sehr schwacher Auftritt Barças und ein sehr starker Auftritt der Real Sociedad das Spiel prägte: „Barça war nicht Barça, weil sie nicht wussten, wie sie es sein sollen, und weil Real sie es nicht sein ließ.“

Abschließend kommen wir zu La Vanguardia, welche den Grund der Niederlage in „dem angesetzten Niveau durch die Real Sociedad zusammen mit dem desaströsen Auftreten der Azulgranas“ sieht.
„Ein weiteres Jahr sind die Mannen von Luis Enrique unfähig, ein Bild entsprechend ihres Status und fußballerischen Niveaus in San Sebastián abzugeben.“

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