CA Osasuna gegen FC Barcelona – Spielanalyse

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Bildquelle: fcbarcelona.com

Nach der Länderspielpause musste der FC Barcelona zu CA Osasuna reisen. Wie gewohnt taten sich die Katalanen in Pamplona sehr schwer und verloren letztlich zum ersten Mal in dieser Saison zwei Punkte.

 Tata Martino setzte auf folgende Startelf:

Einwechslungen:
67. Messi für Xavi
75. Tello für Pedro

Osasuna – kein Pressing, dennoch stabil

Osasuna ging offensiv an das Spiel gegen Barcelona heran. Die Gastgeber ließen sich nicht hinten hineindrängen, versuchten stattdessen weit vorne dagegen zu halten. Sie spielten oft mit einer sehr hoch stehenden Abwehrkette. Phasenweise stand Osasuna mit fünf eigenen Spielern in Barças Hälfte. Dies war vor allem dann der Fall, wenn Barça das Spiel von hinten aufbauen wollte. Die Heimmannschaft wollte den Katalanen somit den Spielaufbau erschweren und gefährliche Ballverluste erzwingen. Dazu kam es praktisch jedoch nie, da die Gäste sich spielerisch sehr geschickt aus diesen Situationen befreien konnten.
Insgesamt gelang es Osasuna über weite Strecken der Partie gut, die Räume eng zu machen und wenig zuzulassen. Dies lag aber auch an Fehlern der Katalanen, denn die Gastgeber machten bei Weitem nicht alles richtig. Montoya bekam auf rechts viel zu viel Platz und wurde zu selten am Marschieren gehindert. Zudem gingen die Gastgeber teilweise zu ungestüm und früh in die Zweikämpfe. Letztlich wurde aber in der Regel der Barça-Angriff trotzdem noch irgendwie verhindert.

Osasuna kämpfte hart und gab wirklich alles. Taktisch war ihre Herangehensweise lobenswert und am Ende auch effektiv. Aber gerade in der zweiten Halbzeit ließen sie viel zu und hatten Glück, dass Barça einen verdienten Sieg verpasste. Gerade über Montoya und Neymar  und Fàbregas kamen die Katalanen zu großen Möglichkeiten. Hier verteidigte Osasuna nicht clever und ließ sich zu leicht düpieren.

Offensive nicht vorhanden

Durch die offensive Herangehensweise Osasunas an dieses Spiel könnte man eigentlich denken, dass sie auch gefährlich nach vorne spielten – das war aber nicht der Fall! Nach vorne ging bei den Gastgebern praktisch gar nichts. Sie eroberten den Ball fast nie, wenn sie Barça mal früh zustellten, sondern meistens erst tief in der eigenen Hälfte. Dadurch hatten sie auch immer einen weiten Weg zum Tor, den sie zwar schnell überbrücken wollten, was ihnen allerdings nicht gelang. Osasuna zeigte ein paar gute Konter-Ansätze, diese waren aber entweder zu schlecht ausgespielt oder zu berechenbar. In beiden Fällen hatte die katalanische Verteidigung kaum ein Problem damit, ihr Tor zu verteidigen.

Barça – defensiv sehr sicher

Der FC Barcelona spielte defensiv mit hoher Intensität, die sich auch lohnte. Die Katalanen pressten direkt nach Ballverlust und positionierten sich auch sehr gut. Hier und da gab es zwar noch Optimierungsbedarf, aber alles in allem war das schon sehr gut. Man verfolgte den Gegner direkt und setzte ihn so lange unter Druck, bis man den Ball zurückeroberte. Dies war mit einer der Gründe, wieso Barça wieder ohne Gegentor blieb und keinen einzigen echten Torschuss zuließ.
Bartra war so stark, wie man das aus den letzten Spielen von ihm gewohnt ist, ebenso Adriano. Montoya war defensiv solide, offensiv bemüht, aber zu umständlich und ineffektiv. Puyol  kam bei seinem Comeback wieder direkt auf Betriebstemperatur, er warf sich in jeden Zweikampf und machte insgesamt einfach ein klasse Spiel.

Offensiv – Ansätze ja, Tore nein

Im ersten Durchgang spielten die Katalanen insgesamt gut, jedoch fehlte vor dem gegnerischen Sechzehner die Präzision. Bezeichnend hierfür ist die Tatsache, dass die beste Chance ein Kopfball von Marc Bartra nach einer Ecke war. In der zweiten Halbzeit wurde es dann besser. Barça fand mehr Lücken und kam zu einigen guten Chancen.
Offensiv war es auffällig, dass sich Fàbregas und Neymar als ‚Falsche Neun‘ abwechselten. Neymar war derjenige, der immer wieder zum Dribbling ansetzte, während Fàbregas eher die Mitspieler schicken wollte. Neymar war wieder mal einer der aktivsten und besten Spieler auf dem Platz. Seine Dribblings – sowohl von der Seite als auch von der Mitte – sorgten ständig für Gefahr. Er bewies auch immer wieder gute Übersicht in höchstem Tempo und legte so beispielsweise auch Montoya seine Chance nach einem Dribbling auf. Der junge Rechtsverteidiger zögerte aber zu lange und vergab diese. Auch Fàbregas vergab seine Chance, als er alleine vor Férnandez auftauchte und überhastet über das Tor schoss. Bei einer weiteren guten Chance für Barça rutschte Neymar knapp an Montoyas Querpass vorbei.

Der FC Barcelona kam in der zweiten Halbzeit zu einigen sehr guten Chancen, jedoch nutzte man diese nicht. Ein Sieg war auf jeden Fall drin und wäre auch verdient gewesen. Die Gastgeber kämpften gut und leidenschaftlich und hatten am Ende das Glück auf ihrer Seite. Bei Barça fehlten einige wichtige Spieler, welche geschont wurden. So ist ein Alexis Sánchez offensiv deutlich besser als Pedro, der dem Spiel, bis auf gute Doppelpässe, fast gar nichts bringt. Auch Alves hat gefehlt, der – im Gegensatz zu Montoya  – den Freiraum wohl hätte besser beziehungsweise effektiver nutzen können.
Zu beachten ist, dass es ein Match nach einer Länderspielpause war. Barça war nicht sehr gut, aber auch nicht besonders schlecht. Man kann nicht jedes Spiel gewinnen und von daher sollte man dieses nicht zu negativ sehen. Dennoch ist ein solcher Punktverlust ärgerlich, weil er einfach unnötig war.

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