Deportivo Alavés – FC Barcelona: 3 Brennpunkte zum Spiel

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Einen weiteren Schritt Richtung Titel machte der FC Barcelona bei Deportivo Alavés. Besonders auffällig dabei: Valverdes Rotation – sowohl in Defensive, im Mittelfeld, als auch in der Offensive. Unsere drei Brennpunkte zur Partie:

Kein Lenglet, kein Alba

Ein erstes Augenmerk soll auf die Veränderungen in der Defensive gelegt werden. Dort gewährte Ernesto Valverde dem mittlerweile etatmäßigen Starter Clément Lenglet eine Pause. Für ihn begann Samuel Umtiti an der Seite von Gerard Piqué in der Innenverteidigung. Der Franzose zeigte sich dabei extrem sicher. Er hatte mit seinen Gegenspielern wenige Probleme und war besonders stark in der Spieleröffnung. Gleiches lässt sich über sein Pendant Piqué sagen. Beide Verteidiger rückten dabei immer wieder abwechselnd sehr weit heraus und trugen den Ball in gewisser Weise nach vorn. So verstärkten sie konstant das Mittelfeld und schafften dort weitere Anspielstationen. Doch auch auf den Außenverteidigerpositionen gab es Änderungen. Jordi Alba nahm Platz auf der Bank und Sergi Roberto beackerte für ihn die linke Seite. Nélson Semedo übernahm für ihn die Seite auf rechts. Bemerkenswert dabei: Die Verteidiger tauschten ab der zweiten Halbzeit die Seiten. Beide platzierten sich extrem hoch und besonders der Spanier machte über seine Flanken ein extrem starkes Spiel. Immer wieder liefen gefährliche Angriffe über Roberto, sodass sich dieser mit dem Assist zum 1:0 belohnte.

Aleñá und Vidal als variable Sechser

Neben der Defensive rotierte Valverde auch im Mittelfeld ordentlich durch – mit einigen interessanten taktischen Kniffen. Zuerst wäre da Sergio Busquets, welcher zwar zur üblichen Startelf gehört, gegen Alavés aber eine minimal andere Rolle als sonst einnahm. Zwar ist der Spanier dafür bekannt, sich tief bis in die eigene Hälfte fallen zu lassen und mit den Innenverteidigern oftmals eine Dreierkette zu bilden, in dieser Konsequenz sah man das jedoch lange nicht. Durch die verhältnismäßig offensiven Rollen von Piqué und Umtiti war es Busquets´ Aufgabe, die beiden Innenverteidiger abzusichern und den jeweiligen Platz in der Kette einzunehmen. Das hatte zur Folge, dass der jeweils rausrückende Center Back den Überraschungsmoment für sich nutzen konnte und wesentlich mehr Platz zur Verfügung hatte, um den Ball ins Mittelfeld zu bringen. Empfangen wurden diese Anspiele letztendlich von einer Doppelsechs, bestehend aus Carles Aleñá und Arturo Vidal, die für Ivan Rakitić und Arthur in die Mannschaft kamen. Beide beharrten dabei nicht auf ihrer Position als Sechser, sondern wechselten sich in der Rolle des Ballempfängers der Defensive ab. Der jeweils andere platzierte sich etwas weiter vorne, um die nächste Anspielstation zu bieten. Beide blieben dabei größtenteils recht zentral, wobei Aleñá gelegentlich auf den linken Flügel auswich. Das Ganze funktionierte nur teils, da die beiden Sechser spürbar mit Abstimmungsproblemen zu kämpfen hatten. So war oftmals kein Passempfänger vorhanden, wenn ein Verteidiger den Ball ins Mittelfeld spielen wollte. Das führte leider zu vielen unnötigen Ballstaffeten zwischen der Dreierkette.

Wie ersetzt man Messi?

Wenn der Ball dann einmal kontrolliert ins Mittelfeld gelang, stand Barça vor einer großen Hürde: Wie ersetzt man einen Spieler, der zu diesem Zeitpunkt der Saison 33 Tore erzielt hat und 13 weitere vorbereitete? Ernesto Valverde ließ nämlich seinen Topscorer Lionel Messi auf der Bank. Die Antwort auf diese Frage: Sowohl Philippe Coutinho, als auch dessen Konkurrent auf der linken offensiven Seite, Ousmane Dembélé, spielten von Beginn an, wobei der Franzose die rechte Seite bearbeitete. Sie flankierten Luis Suárez, der wie üblich die Mittelstürmerposition übernahm. Beide platzierten sich sehr mittig, einige Meter vor den beiden Sechsern, um von diesen die Bälle zu empfangen und sich mit Suárez, der als eine Art Wandspieler fungierte, durch die gegnerische Viererkette zu kombinieren. Über Coutinhos Seite liefen dabei bedeutend mehr Angriffe, da dieser durch den sich offensiv einschaltenden Aleñá wesentlich mehr Unterstützung bekam, als Dembélé auf der rechten Seite. In der zweiten Halbzeit ging dann mehr über die Seite des Franzosen, da der auf die rechte Seite gewechselte Roberto für viel mehr offensive Durchschlagskraft sorgte, als dessen portugiesisches Pendant auf der gegenüberliegenden Flanke.

 

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