FC Barcelona – Celta Vigo: Mannschaftsanalyse

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Bildquelle: fcbarcelona.com

Der FC Barcelona bleibt weiter ungeschlagen in der Liga und ist nach der Niederlage von Atletico Madrid bei Valencia nun auch alleiniger Tabellenführer. Defensiv tat man sich erneut phasenweise schwerer als erwartet, dafür zeigte man aber eine gute Offensivleistung. Aber der Reihe nach:

Tito Vilanova begann diesmal mit einer Dreierkette, welche aus Adriano, Mascherano und Alba bestand. Davor spielten im Mittelfeld Busquets, Xavi, Iniesta und Fabrgeas. Der Sturm wurde von Pedro, Messi und Villa gebildet. Im Tor stand wie gewohnt Victor Valdés.

Defensivleistung

Tito Vilanova überraschte mit seiner Startaufstellung, setzte er doch auf eine Dreierkette, um so mehr Spieler im offensiven Zentrum zu haben. Diese Dreierkette verhinderte ein gewohnt offensives Auftreten der beiden Außenverteidiger Adriano und Jordi Alba, welche sich zwar hin und wieder mit nach vorne orientierten, aber vornehmlich defensiv agierten. Rückte einer der beiden auf, dann ließ sich Sergio Busquets in die Abwehr zurückfallen um die nötige Balance im Defensivverbund zu wahren, was aber nicht sonderlich gut klappte.

Bei schnellen Kontern sah die gesamte Abwehr der Katalanen ein ums andere Mal sehr schlecht aus, da man zu ballorientiert verschob und so durch ein paar schnelle Pässe ausgehebelt werden konnte. So ging Celta Vigo auch fast in Führung, als sie es auf die vorstehend beschriebene Weise schafften, einen Ball perfekt in die Lücke zu spielen, so dass Aspas alleine auf Valdés zulaufen konnte. Letzterer zeigte sich aber hellwach und war zur Stelle, wie mehrmals in dieser Partie. Auch der Ausgleich gelang den Gästen auf diese Art, was zu einer Umstellung bei Barcelona führte.

Es wurde auf die gewohnte Viererkette umgestellt, in welche Sergio Busquets neben Mascherano in der Innenverteidigung spielte. Danach konnten sich auch die beiden Außenverteidiger deutlich mehr in der Offensive betätigen, was dem Spiel der Katalanen sehr gut tat; aber dazu später mehr. Im Mittelfeld agierte Xavi nach der Umstellung als eine Art “Sechser”. Nach der Halbzeit übernahm diese Rolle wieder Busquets, da Bartra für Fàbregas kam und dann in die Innenverteidigung rückte.

Sehr auffällig war auch die gesamte Defensivarbeit des Teams, welche schon bei den Stürmern begann. Gerade Villa und Pedro halfen hinten immer wieder aus und konnten so einige Bälle zurückerobern. Das gleiche gilt für die drei Mittelfeldspieler, welche sich auch sehr arbeitsfreudig zeigten.

Insgesamt war es eine zunächst sehr unsichere Defensivleistung der Katalanen, welche zu unorganisiert wirkten und zu viele Chancen zuließen; was auch an individuellen Fehlern lag, wie einige Male bei Javier Mascherano. Nach der Umstellung auf eine Viererkette stand man defensiv besser und ließ nicht mehr allzu viel zu. Spätestens nach dem 3-1 war das Spiel gelaufen und Barça spielte geschickt auf Zeit, ohne noch wirklich etwas zuzulassen.

Offensivleistung

Barcelona war wie immer darauf bestrebt lange in Ballbesitz zu sein, um den Gegner laufen zu lassen und irgendwann die Lücke zu finden. Die ersten beiden Chancen entstammten aber von Distanzschüssen von Fàbregas und Iniesta, bevor Barcelona wirklich gute Kombinationszüge zeigte. Gerade Messi zeigte sich sehr aktiv und war an vielen Aktionen beteiligt, wurde aber im Laufe der Zeit immer unauffälliger, auch wenn er immer wieder für den einen oder anderen gefährlichen Pass zu haben war.

Durch die zunächst eher defensiv orientierten Außenverteidiger mussten Villa und Pedro dem Spiel fast alleine die Breite geben. Hin und wieder wurden sie von dem entsprechenden Außenverteidiger unterstützt, aber bei weitem nicht so aktiv wie sonst. Erst nach der Umstellung auf eine Viererkette war dies wieder der Fall, was gerade Villa dazu nutzte, immer wieder ins Zentrum zu ziehen und dort für Gefahr zu sorgen. Dies gelang ihm nicht zuletzt wegen seiner Vorlage und seinem Tor sehr gut. Pedro hingegen hielt weiterhin fast nur die Linie, während Adriano ihn meistens nicht hinterlief, sondern vor ihm weilte, so auch bei Adrianos 1-0 auf Zuspiel von Pedro. Nachdem Alves für den verletzten Adriano in die Partie kam, änderte sich das. Alves hinterlief Pedro oftmals, weshalb dieser sich etwas zentraler orientierte, ohne aber die ganz große Gefahr auszustrahlen. Gefährlich wurde er zweimal, als er zentral zum Schuss kam; ein Tor war ihm aber nicht vergönnt.

Auch die Mittelfeldspieler versuchten sich immer wieder gefährlich zu positionieren, gerade zu der Zeit als sie noch zu viert auf dem Platz standen. So orientierten sich meistens zwei am/im Strafraum, während einer sich etwas weiter hinten aufhielt, um alles überblicken zu können und eine erste Abfangstation für gegnerische Konter zu geben. Wirklich torgefährlich wurden die Mittelfeldspieler aber nur mit den eben erwähnten Distanzschüssen von Fàbregas und Iniesta. Letzterer glänzte aber mit vielen guten Zuspielen in die Spitze, was letztlich in einer Vorlage und einer Mitbeteiligung an einem Tor endete. Zusammen mit Alba und Villa war er wohl der beste Spieler auf dem Platz. Alle drei wirkten sehr aktiv, sowohl offensiv als auch defensiv und waren auch diejenigen, welche für die Tore verantwortlich waren.

Es bleibt also festzuhalten, dass Barcelona auch offensiv von der Umstellung auf eine Viererkette profitierte, da so auch die Außenverteidiger offensiv wieder wie gewohnt wirbeln konnten, was gerade Jordi Alba sehr entgegenkam. Barcelona war offensiv sehr bemüht, aber insgesamt nicht so effektiv und durchschlagskräftig, wie man das erwarten konnte. Dennoch reichte es für einen verdienten Sieg gegen Celta Vigo und drei Tore sowie einige weitere Chancen, welche man aber nicht nutzen konnte.

Fazit

Die Mannen von Tito Vilanova dominierten zwar das gesamte Spiel, ließen aber zu viele Chancen zu, was auch an der Dreierkette lag, welche ohne gelernten Innenverteidiger zu ungeordnet wirkte. Da man aber auch selbst für einige gefährliche Situationen sorgen konnte und insgesamt auch drei Tore erzielte sowie einen sehr aufmerksamen Torwart in Victor Valdés hatte, konnte man letztlich verdient gegen ein frech aufspielendes Celta Vigo gewinnen.  

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