FC Barcelona – FC Girona: Drei Brennpunkte zum Spiel

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Momentan ist in Spanien ein viel diskutiertes Thema, ob das katalanische Duell zwischen dem FC Barcelona und Girona im Januar in den USA stattfinden wird. Aktuell scheint es so, als wäre dies nicht der Fall, doch bevor es dazu kommen würde, stand sowieso zunächst einmal das Hinspiel im Camp Nou an. Ernesto Valverde rotierte erneut, es sah erneut ein Barça-Akteur rot und letztlich ließ die Blaugrana erstmals in dieser Saison Punkte liegen. Der Hauptgrund war, auch wenn es polemisch klingt, Schiedsrichter Gil Manzano.

Ousmane Dembélé

Der junge Franzose spielt bisher eine sehr starke Saison und scheint endlich in Barcelona angekommen zu sein. Gegen Girona zeigte er seine bis dato schwächste Partie in der noch jungen Saison. Er hatte zwar die eine oder andere gelungene Aktion, hielt danach dann aber entweder zu lange den Ball oder spielte einen zu schlampigen Pass. Er wollte teilweise zu viel und konzentrierte sich nicht darauf, die einfachen Dinge richtig zu machen. Das ist weiterhin sein größtes Manko. Er hat es zwar geschafft, sich dahingehend stark zu verbessern, aber neben den Assists und Toren muss nun langsam auch der nächste Schritt kommen. Das bedeutet noch präsenter zu sein, bessere und teilweise auch schnellere Entscheidungen zu treffen, als auch 90 Minuten voll bei der Sache zu sein. Ernesto Valverde wird da gefragt sein, seinen Youngster in diesen Bereichen individuell zu schulen, so dass er ein kompletterer und noch besserer Spieler wird. Das Potential ist ohne Frage da und auch jetzt schon ist extrem viel Qualität vorhanden, die Dembélé glücklicherweise auch schon oft unter Beweis stellen konnte.

Gegen Girona war dies leider nicht der Fall und so war er auch der erste Teil einer dreigliedrigen Fehlerkette vor dem 1:1, als er viel zu passiv war und seinen Gegenspieler nicht schnell genug stellte, sondern ihn unbedrängt flanken ließ. Es folgten Fehler von Busquets und Piqué sowie das Gegentor. Die Auswechslung zur Pause, um den vom Platz gestellten Lenglet zu ersetzen, war nur folgerichtig.

Rotation

Denselben Punkt haben wir schon letzte Woche an dieser Stelle besprochen, doch er verdient es erneut, hervorgehoben zu werden. Diesmal allerdings im positiven Sinne. Valverdes Rotation war hervorragend dosiert. Spieler, die nach einer langen WM und anstrengenden Reisen in der Länderspielpause erschöpft waren, wurden geschont und mit Lenglet, Arthur und Vidal kamen drei Spieler, die sich dieses Spiel verdient hatten. Lengelt muss im nächsten Champions-League-Spiel im Wembley gegen Tottenham ran und braucht daher Spielzeit. Arthur und Vidal sind wie Lenglet neu und brauchen daher auch Spiele, um sich an ihre neue Mannschaft zu gewöhnen. Gerade Arthur konnte bisher in seinen Kurzeinsätzen jedes Mal überzeugen und tat dies gegen Girona erneut. Er hat enormes Potential und mit Hilfe von Mitspielern, wie Busquets, Coutinho oder Messi, als auch durch gutes Coaching, könnte er sich zu einem extrem wichtigen Spieler entwickeln. Arturo Vidal gilt als eine Art neuer Paulinho, allerdings ist er technisch deutlich stärker und daher mit dem Ball am Fuß erst einmal ein Upgrade zum abgewanderten Brasilianer. Auch ansonsten war seine Leistung gegen Girona ordentlich. Es wird interessant zu sehen sein, wie er sich in Zukunft mit ins Offensivspiel einschaltet und ob er ähnlich wie Paulinho Torgefahr aus der Tiefe erzeugen können wird.
Lengelt hatte nicht allzu viel zu tun, war aber überwiegend auf seinem Posten. Noch vor der Pause wurde er dann, nachdem er gefoult wurde, unverständlicherweise vom Platz gestellt.

VAR

Lenglets Platzverweis bringt uns zu unserem dritten Punkt – dem Video Assistant Referee und Gil Manzano. VAR ist dazu da, das Spiel fairer zu machen und bisher klappt das in Spanien relativ gut. Es kann allerdings nicht sein, dass man VAR nutzt, um Dinge zu kreieren, die nicht da sind. Lenglet wurde gefoult, dabei traf sein Ellbogen das Gesicht von Pons, doch nicht einmal der hielt dies für ein Foul oder gar eine Tätlichkeit. Er entschuldigte sich sogar bei Lenglet für sein Foul. Doch Gil Manzano sah dies anders und wurde erst durch VAR darauf aufmerksam gemacht., Dieses Hilfmittel soll klare Fehler vermindern und das ist in diesem Spiel nicht der Fall gewesen. Es wurde eine Tätlichkeit „erfunden“ und als es später einen möglichen Elfmeter-Vorfall gab, als Sergio Busquets gefoult wurde, geschah nichts. Es war kein Elfmeter, aber ein Freistoß und da Busquets im Sechzehner zu Fall kam, hätte VAR zum Einsatz kommen müssen.

VAR ist gut für den Fussball, doch man muss es korrekt einsetzen, man muss es fair einsetzen und man muss es für beide Teams einsetzen. Dass Gil Manzano darüber hinaus eine unterirdische Leistung zeigte und Barça zwei hervorragende Freistoßmöglichkeiten, als auch eine sehr gute Chance durch klare Fehlentscheidungen nahm, kommt noch erschwerend hinzu. Barça wurde durch falsche Entscheidungen des Schiedsrichters und unnötigen Eingreifens durch VAR in eine sehr schwierige Situation gebracht, in der das Team eine super Reaktion zeigte, letztlich aber die Chancen zum 3:2 leider vergab. 

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