FC Barcelona gegen FC Valencia – Spielanalyse

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Nach 25 Siegen in Folge verlor der FC Barcelona wieder ein Heimspiel in der Liga. Gegen den FC Valencia reichte es am Ende nur zu einem 2-3, und das obwohl die Katalanen eigentlich locker hätten gewinnen müssen.

Valencia erst passiv, dann aktiv

Valencia begann das Spiel sehr defensiv, was auch schon die Tatsache zeigte, dass der beste Torschütze des Teams, Jonas, nur auf der Bank saß. Für ihn stürmte Alcacer, welcher im ersten Durchgang der einzige Spieler von Valencia war, der nicht tief in der eigenen Hälfte verteidigte. Die Gäste zogen sich fast dauerhaft sehr weit zurück und versuchten die Räume eng zu machen. Jedoch agierten sie dabei zu passiv und störten Barça nicht genügend. Man setzte die Katalanen zu selten unter Druck, wodurch diese Valencia praktisch zurechtlegen konnten. Im Strafraum von Valencia wurde es dann schwer für Barcelona, weil Valencia es gut verstand, den Raum zu verengen und sich noch irgendwie in den Ball zu schmeißen.
Valencia trat teilweise aber auch sehr zweifelhaft auf. Wenn sie mal versuchten, etwas aufzurücken und dabei den Ball verloren, arbeiteten sie zu langsam wieder nach hinten und boten Barça viel Platz zum Kontern. Zudem ließen sich die Außenverteidiger zu leicht von Barças Außenstürmern ins Zentrum ziehen, wodurch mehr Platz für Alves und Alba entstand.

Es lag vor allem an Diego Alves und Barcelona selbst, dass es zur Pause nur 1-1 stand und nicht schon lange 3-0. Im zweiten Durchgang änderte Valencia dann die Vorgehensweise und rückte etwas weiter auf. Zudem pressten sie jetzt und störten den ballführenden Barça-Spieler, wodurch sie viele Fehler erzwangen. Dadurch konnte Valencia einige Konterangriffe initiieren, wodurch sie Barcelona gleichzeitig von ihrem Tor fernhielten. Rein defensivtechnisch stand Valencia dadurch auch sicherer, weil man Barcelona nicht mehr so viel Zeit am Ball ließ. In der zweiten Halbzeit war Valencia defensiv deutlich stärker, weil sie anfingen aggressiv und aktiv zu verteidigen. Dadurch konnten sie auch selbst offensiv zeigen, was sie können, und entblößten Barças Defensivprobleme.

Barça erst klasse, dann schwach

Barcelona kam sehr gut in das Spiel und ging auch sehr früh in Führung. Die Katalanen dominierten die Partie und kamen zu einigen aussichtsreichen Angriffen. Einige davon spielte man gut aus und scheiterte am Ende nur an sich selbst und Diego Alves. Teilweise hatte Barça während der Angriffe sehr viel Platz und mehrere Anspielstationen zur Auswahl. Oft entschied man sich aber nicht für die einfachste Option und machte sich dadurch selbst das Leben schwer – und verschenkte sehr gute Angriffschancen. Zur Halbzeit hätte das Spiel schon entschieden sein müssen, jedoch verpasste Barça es, den Deckel draufzumachen, als man noch die klar bessere Mannschaft war.

Kurz vor der Pause kassierten die Katalanen dann ein völlig unnötiges Gegentor, weil Alba und Busquets Zweikämpfe verloren, die man durchaus gewinnen kann und Piqué am Ende Parejo in seinem Rücken davonlaufen ließ. In der zweiten Halbzeit ging dann gar nichts mehr bei Barcelona. Man war zu passiv und ließ Valencia zu ungestört angreifen. Man presste nicht, sondern zog sich bei gegnerischen Angriffen zurück und wartete viel zu lange mit dem Herausrücken und Stören. So machte man es Valencia sehr leicht und kassierte folgerichtig noch zwei Tore. Auch offensiv ging nichts mehr bei Barça. Die Mannschaft verlor zu viele einfache Bälle, spielte zu viele Fehlpässe und bewegte sich viel zu wenig. Es ist eigentlich unerklärlich, dass die Katalanen so einbrachen, schließlich funktionierten diese Dinge in der ersten Halbzeit noch. Jedoch baute in den zweiten 45 Minuten praktisch jeder Spieler ab, selbst sonst so sichere Spieler wie Busquets oder Valdés wirkten plötzlich unsicher.

Gegen Ende brachte Martino Tello für Fàbregas, wodurch Messi hinter drei Stürmern spielte. Dies zeigte, dass Martino gerne eine echte ‚Nummer Neun‘ im Kader hätte, die vor Messi spielen kann. Da er einen solchen Spieler aber aktuell noch nicht hat, muss er in diesen Situationen auf Alexis Sánchez im Sturmzentrum setzen. Das offenbarte wieder die Beschränkungen des aktuellen Kaders. Martino steht kein echter Stürmer zur Verfügung, zudem fehlt es dem Kader an Ausgeglichenheit und an Optionen von der Bank aus, um nachzulegen. Man kann es nicht oft genug erwähnen, aber im Sommer muss in jeden Mannschaftsteil investiert werden.

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