FC Barcelona – Rayo Vallecano: 3 Brennpunkte zum Spiel

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Nach vier Auswärtsspielen in Folge stand endlich mal wieder ein Heimspiel für den FC Barcelona auf dem Programm. Rayo Vallecano gastierte im Camp Nou und sollte als Generalprobe vor dem wichtigen Champions League Spiel gegen Olympique Lyon dienen. Trotz eines Rückstandes gewann die Blaugrana problemlos mit 3-1, Gesprächsstoff gab es nach dem Spiel dennoch.

Rotation

Ernesto Valverde verzichtete auf große Rotationen und ließ überwiegend seine beste Elf spielen. Auf der einen Seite machte das durchaus Sinn, da die Mannschaft eine Woche Pause hatte und bis zum Spiel gegen Lyon noch einmal vier Tage Pause sein werden. Die Spieler müssen in einem Match-Rhythmus bleiben, da ansonsten ein „Kaltstart“ in der Champions League drohen würde. Auf der anderen Seite hätte man dennoch etwas mehr Rotation erwarten können, alleine schon um Spielern wie Aleñá oder auch Malcom verdiente Spielzeit zu geben. Es gehört einfach auch zu den Aufgaben eines Trainers den Kader soweit es möglich ist, in seiner Gänze matchfit zu halten, sodass jeder einspringen kann, falls Not am Mann ist und dann eben auch eine ordentliche Form präsentieren kann. Es ist nicht die Norm, dass Spieler wie Malcom in einem Copa-Clásico überraschend starten, dann auch immer direkt so gut spielen, wie es der Brasilianer tat. Um alle Titel gewinnen zu können, muss der gesamte Kader genutzt werden und ein Spiel wie gegen Rayo bot sich da perfekt an. Zudem besteht bei solchen Spielen immer die Gefahr, dass die Starter mit dem Kopf schon zu sehr bei der Champions League sind und dadurch schon versuchen sich etwas zu schonen. Dies konnte man gegen Rayo auch beobachten, weshalb eine größere Rotation womöglich auch zu mehr Konzentration geführt hätte.

Luis Suárez

Das Tor gegen Sevilla hat wahre Wunder gewirkt. Luis Suárez ist seitdem nicht nur wieder zweimal erfolgreich gewesen, er spielt vor allem deutlich besser. Er ist am Ball wieder so viel sicherer, trifft deutlich bessere Entscheidungen und insgesamt funktioniert viel mehr bei ihm. Er hat seitdem Tor gegen Sevilla jedes Spiel absolviert. Es ist also nicht nur so gewesen, dass er ausgebrannt war, es war wie so oft bei Stürmern einfach eine Kopfsache. Ein Tor kann da extrem wichtig sein und sprichwörtlich den Knoten platzen lassen. Luis Súarez hatte immer seine Phasen, wo er die leichtesten Chancen vergab und extrem verschwenderisch spielte, doch bisher konnte er diese Phasen immer überwinden und gestärkt aus ihnen herauskommen. Auch diesmal scheint das der Fall zu sein und er ist nun wieder in der Form, in der die Blaugrana ihn braucht, um auch in der Champions League eine gute Rolle zu spielen. Am Mittwoch gegen Olympique Lyon wird es auch auf Luis Suárez ankommen und der Zeitpunkt könnte kaum besser gewählt sein.

Die Breite

Mal wieder gelang es Ernesto Valverde nicht für genug Breite im Spiel zu sorgen. Philippe Coutinho ist ein Spieler, der immer wieder in die Mitte zieht, ebenso wie Lionel Messi. Dadurch waren beide Flügel nur von den Außenverteidigern besetzt. Jordi Alba auf links kann das, aber keiner der beiden Rechtsverteidiger kann das. Es ist nicht verwunderlich, dass Nelson Semedo in der zweiten Halbzeit offensiv so stark war, als Ousmane Dembélé auf seiner Seite spielte. Valverde sollte dringend wieder mit einem echten rechten Flügelstürmer agieren. Alba kann seine Seite offensiv selbst bearbeiten, aber rechts ist ein Außenstürmer so wertvoll. Zudem ist es auch die stärkere Seite für Dembélé, weshalb Valverde ihn auch dort wieder vermehrt einsetzen sollte, so wie vor seiner Verletzung.
Rayo Vallecano spielte mit Fünferkette, es war also klar, dass man den Gegner auseinanderziehen muss und dann Lücken suchen müsste. Das Zentrum war zu dicht und dennoch stand kein Flügelstürmer in der Startelf. Malcom hätte mal wieder einen Einsatz verdient gehabt, gerade auch weil er das ist, was Coutinho eben nicht ist: Ein echter Flügelstürmer.

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