FC Getafe vs. FC Barcelona: Spielbericht + Einzelkritik

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Bildquelle: fcbarcelona.com

Der FC Barcelona macht nach der Länderspielpause da weiter, wo er vor ihr aufgehört hat – mit Punkte sammeln. Im tradiotionell schweren Auswärtsspiel bei Getafe setzten sich die Katalanen ohne Alexis Sanchez, Andres Iniesta und Jordi Alba problemlos mit 4-1 durch.

Die Mannen von Tito Vilanova fanden gut in die Partie und kamen früh zu einer guten Chance durch Cristian Tello, welcher aber an Moya scheiterte. Im weiteren Spielverlauf zeigten die Gäste sich defensiv sehr sicher und auch sehr ballsicher. Offensiv kam man zwar immer wieder mal zu Chancen, jedoch fehlte die Präzision beim letzten Pass und auch die Kreativität in gewissen Situationen. Nach einer guten halben Stunde war es dann Adriano, der Barça nach sehr schöner Vorarbeit von Cesc Fàbregas in Führung brachte. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Pause.

Im zweiten Durchgang zeigte sich Getafe gewillt auch offensiv mitzuspielen, was ihnen ganz ordentlich gelang, auch wenn sie zu kaum einer guten Chance kamen, was auch an der guten Abwehrleistung von Barcelona lag. In der 72. Minute verwandelte dann der eingewechselte Lionel Messi einen fälligen Strafstoß zum vorentscheidenden 2-0. Zuvor schon hätten die Gäste zwei Elfmeter bekommen müssen. Kurze Zeit später war es dann wieder Messi, der nach abgefälschtem Pass von Montoya das Spiel entschied. Neun Minuten vor Schluss gelang den Gastgebern zwar noch der Ehrentreffer nach einem Billiard-Eigentor von Javier Mascherano, doch David Villa stellte in der Nachspielzeit den alten drei-Tore-Vorsrpung wieder her.

Einziger Wehrmutstropfen war die erneute Verletzung von Carles Puyol, welcher vorraussichtlich die nächsten vier bis sechs Wochen fehlen wird. Gute Besserung von dieser Stelle.

Barcelona steht nun mit zwölf von zwölf möglichen Punkten an der Tabellenspitze und sogar schon acht Punkte vor dem Erzrivalen Real Madrid. Am Mittwoch startet das Team von Tito Vilanova in die Champions League. Der Gegner ist das von Unai Emery (Ex-Valenciatrainer) trainierte Spartak Moskau.

Einzelkritik:

Victor Valdés: Hatte nicht allzu viel zu tun, war aber immer zur Stelle als er gebraucht wurde. So bei zwei tückischen Freistößen und einem unegfährlichen Schuss von Getafe. Beim Gegentor war er machtlos.

Martin Montoya: Zeigte eine sehr ansprechende Leistung. Hatte defensiv kaum Probleme und schaltete sich auch immer wieder mit nach vorne ein. Er war zwar nicht ganz so offensiv wie ein Dani Alves, aber er verstand es trotzdem dem Team weiter vorne eine weitere Anspielmöglichkeit zu bieten und so auch dem Spiel die nötige Breite zu geben. Krönen konnte er seine gute Leistung mit der Vorlage zum 3-0, auch wenn sein Pass noch abgefälscht wurde.

Gerard Piqué: Sowohl defensiv als auch mit Ball sehr stark. Er war eigentlich immer voll auf der Höhe und unterband so gut wie jeden Angriff, der in seine Richtung kam. Nur einmal wusste er sich nicht anders als mit einem Foul zu helfen, wofür er auch eine berechtigte gelbe Karte sah.

Carles Puyol: Ebenso wie Piqué mit einer sehr guten Leistung. Jedoch zog er sich im Laufe der zweiten Halbzeit eine Verletzung zu und wird dem Team somit vier bis sechs Wochen fehlen.

Adriano: Wie auch der Rest der katalanischen Defensive machte auch Adriano ein sehr gutes Spiel. Defensiv war er meistens auf seinem Posten und auch offensiv wusste er sich gut in Szene zu setzen. Er war es auch, der nach einem schönen Sprint eine sehr gute Vorarbeit von Cesc Fabregas zum wichtigen 1-0 verwandelte. Sein einzig wirklich grober Fehler in der Defensive unterlief ihm in der ersten Halbzeit. Nach einer Flanke von rechts stand er zu weit weg von seinem Gegenmann, was diesem einen Schuss ermöglichte, welcher Victor Valdés aber vor keinerlei Probleme stellte.

Sergio Busquets: Herrvorragende Partie von Barcelonas Sechser. Er stand defensiv sehr gut und gewann einige Bälle zurück. Auch sein Passspiel war fehlerfrei. Die vielleicht beste Saisonleistung bisher von Busquets.

Xavi Hernández: Der beste Spieler auf dem Platz war wohl eindeutig Xavi. Er forderte immer den Ball, verteilte diesen gut, schirmte ihn gut ab und zeigte sogar ansprechende Dribblings. Zu Beginn leistete er sich den ein oder anderen kleinen Fehler, aber ansonsten war er unübersehbar der Chef auf dem Platz, auch wenn ihm da jemand Konkurrenz machte, nämlich…

Thiago Alcántara: Der junge Mittelfeldspieler gab gegen Getafe sein Comeback nach einer längeren Verletzungspause und überzeugte direkt. Man merkte fast gar nicht, dass er so lange gefehlt hat. Er war sehr präsent, wollte immer wieder den Ball und wusste dann auch etwas mit diesem anzufangen. Er versuchte sich auch hin und wieder im Dribbling, was ein Mal sehr gut funktionierte, als er mehrere Gegenspieler stehen ließ und dann nur die Latte traf. Kurze zeit später hatte er noch eine gute Chance, scheiterte nach einer Tello-Flanke aber an Moya. In der zweiten Halbzeit wurde er dann nach einer sehr guten Leistung gegen Lionel Messi ausgewechselt.

Pedro Rodríguez: Insgesamt war es ein ordentliches Spiel von Pedro, wenn auch nicht so stark wie die vorigen Auftritte. Zu Beginn unterliefen ihm einige Stock- und Abspielfehler, die an letzte Saison erinnerten, aber nach ein paar Minuten fing Pedro sich und machte seine Sache deutlich besser. Er war sehr quirlig und versuchte viel um die gegnerische Defensiv vor Probleme zu stellen. Gefährlich wurde er selbst nicht allzu oft, wenn dann aber richtig. So scheiterte er in der zweiten Halbzeit zuerst an Moya, holte später aber den Elfmeter raus, den Messi zum 2-0 verwandelte.

Cesc Fàbregas: Sehr gutes Spiel von Fàbregas! Sein wohl bestes Saisonspiel bisher. Er vertrat Lionel Messi als „Falsche Neun“, was ihm ziemlich gut gelang. Er ließ sich immer wieder weit fallen um schon im Mittelfeld die Bälle zu bekommen und verteilen zu können. Aber auch im und um den gegnerischen Strafraum war er sehr präsent. Nach der Einwechslung von Messi rückte er zurück ins Mittelfeld, aber auch da machte er seine Sache sehr gut. Eine gefährliche Torchance hatte er selbst nicht, er glänzte mehr als Vorbereiter, was seine Zuspiele auf Tello, Adriano oder Villa (die beiden letzteren trafen nach diesen auch) zeigen.

Cristian Tello: Eine mäßige Partie vom jungen Flügelstürmer. Er hatte die ein oder andere gute Möglichkeit, scheiterte aber immer an Moya. Ansonsten war er zwar sehr bemüht, aber auch relativ wirkunslos. Seine Ideen waren meistens ganz gut, aber bei der Ausführung haperte es dann. Es waren einfach zu viele technische Fehler in seinem Spiel, sodass er nicht wirklich überzeugen konnte. Positiv zu erwähnen ist noch eine sehr schöne Flanke auf Thiago, welcher danach fast das 2-0 erzielte.

Javier Mascherano: Kam für den Verletzten Puyol und hatte eigentlich kaum Probleme mit dem Spiel. Er stand sehr sicher und ließ kaum etwas zu. Er war es dann auch, welcher den Ehrentreffer für Getafe „erzielte“. Nach einem Schuss von Sarabia fälschte zunächst Adriano den Ball ab, welcher dann in Mascheranos Gesicht flog und somit unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht wurde.

Lionel Messi: Sorgte nach seiner Einwechslung direkt für mächtig Betrieb. Er spielte einige sehr gute Pässe, wie beispielsweise einen Pass auf Pedro, welcher so zu einer guten Torchance kam. Eigentlich hätte Messi auch noch einen Elfmeter bekommen müssen, aber dieser wurde ihm verwehrt. Kurze Zeit später gab es aber einen Elfmeter nach Foulspiel an Pedro, welchen Messi zum 2-0 verwandelte. Wenig später schob er einen abgefälschten Montoya-Pass ins leere Tor ein. Damit steht er nun schon bei sechs Ligatoren nach gerade einmal vier Spielen.

David Villa: Kam für den glücklosen Cristian Tello und fügte sich direkt gut ins Spiel ein. Er hatte zwar nicht viele Szenen, konnte in diesen aber überzeugen. Er zeigte sich ballsicher und kombinationsstark und am Ende auch eiskalt vor dem Tor. Es sollte nicht mehr allzu lange dauern, bis man Villa auch wieder in der Startelf sehen kann.

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