FC Valencia – FC Barcelona: 3 Brennpunkte zum Spiel

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Vor der Länderspielpause gastierte der FC Barcelona im Mestalla beim FC Valencia. Beide Mannschaften mussten unter der Woche in der Champions League ran, was man in der zweiten Halbzeit auch deutlich merkte. Am Ende war es ein ausgeglichenes Spiel, mit leichter Überlegenheit der Blaugrana, die sich ärgern werden, da das Gegentor reines Pech war. Ansonsten wird man mit dem Punkt gut leben können.

 Fehlendes Tempo

Im ersten Durchgang machte es Barça insgesamt gut. Sie kontrollierten das Spiel überwiegend und griffen ordentlich an, wenngleich sie beim letzten Pass zu oft die falsche Entscheidung trafen. Je länger das Spiel aber lief, desto langsamer wurden die Angriffe der Katalanen. Es fehlten Tempo, überraschende Läufe in die Spitze und überraschende Aktionen. Man kontrollierte zwar den Ball, wurde aber viel zu selten gefährlich. Dies lag zu großen Teilen daran, dass nach dem sehr aufreibenden Spiel unter der Woche gegen Tottenham einfach Kräfte fehlten. Es wäre hier an Valverde gewesen, anders aufzustellen oder einfach früher zu wechseln, um das Spiel der Mannschaft zu beleben. So gelang es den Gästen einfach zu selten Valencia vor wirklich große Probleme zu stellen, weil einfach die Kräfte fehlten, um ins Risiko zu gehen und mit Tempo anzugreifen.

Zu späte Wechsel

Wie gerade schon angesprochen, wechselte Ernesto Valverde viel zu spät. Erst in der 84. Minute kam Ousmane Dembélé für Philippe Coutinho, obwohl der Brasilianer am Ende gegen Tottenham schon völlig fertig war. Zu erwarten, dass Dembélé in den letzten paar Minuten noch aufdreht und das Spiel zugunsten der Blaugrana entscheidet, ist Wunschdenken. Man muss den Spielern schon mehr Zeit dafür geben. Vor allem war ja auch Valencia unter der Woche im Einsatz, weshalb ein frischer Dembélé in 20-30 Minuten hätte allerhand anrichten können gegen müde Gegner. Genauso kam die Einwechslung von Rafinha viel zu spät. Das Mittelfeld war schon lange platt und hätte frische Beine gebrauchen können, gerade um dann mal mit in die Spitze zu stoßen und den Gegner zu überraschen. Valverde muss seiner Bank mehr Vertrauen schenken und vor allem mehr Mut zeigen, proaktiv zu wechseln, um seiner Mannschaft zu helfen und dann auch auswärts bei Top-Teams auf den Sieg zu gehen.

Thomas Vermaelen

Es lässt sich sicherlich darüber streiten, wie sinnvoll es war Clement Lenglet aus der Startelf zu nehmen, da einem neuen Spieler mehrere Spiele in Folge sicherlich guttun würden. Allerdings ist es für den vierten Innenverteidiger auch wichtig im Rhythmus zu bleiben, damit man auf ihn zählen kann, wenn es denn mal nötig ist. Und der Belgier zeigte, dass er wie in der letzten Saison wieder eine absolut verlässliche Option in der Innenverteidigung ist. Auswärts bei Valencia ist es nie leicht und einen vierten Innenverteidiger zu haben, den man selbst in einem solchen Spiel problemlos aufstellen kann und der dann seine Leistung bringt, ist gold wert. Vermaelen wird diese Saison voraussichtlich nicht allzu viel spielen, doch er ist jemand, der auch ohne viel Spielzeit immer voll da ist und solange er fit ist, ist er ein absoluter Wunschspieler für jeden Trainer, da man ihn jederzeit ohne Bauchweh bringen kann.

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