Griezmann im Rampenlicht – Barça will Atléticos schwarze Serie verlängern

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Der FC Barcelona reist zum noch ungeschlagenen Atlético Madrid, der Fokus liegt bei dem Spiel naturgemäß vor allem auf Rückkehrer Antoine Griezmann. Ein Tor würde sicherlich Druck von ihm nehmen – und womöglich dazu beitragen, dass Barcelonas unglaubliche Serie gegen Atlético weiter Bestand hat. 

Der FC Barcelona gastiert am Samstagabend im Estadio Wanda Metropolitano zum schweren Topspiel bei Atlético Madrid. Die Mannschaft von Ronald Koeman wird dabei versuchen, sämtliche Erfolgs-Serien gegen Atlético fortzuführen, auch, um als erste Gastmannschaft überhaupt zwei Spiele in jenem Stadion zu gewinnen. 

Barças Lauf gegen Atlético ist mehr als beachtlich: So ist die Blaugrana seit 20 Liga-Spielen(!) gegen Atlético ungeschlagen (14 Siege, 6 Remis), während Atlético-Coach Diego Simeone weiterhin auf seinen ersten Ligaerfolg gegen die Katalanen wartet: in 17 Versuchen ist ihm das bisher noch nicht gelungen.

Griezmann im Rampenlicht 

Für Antoine Griezmann wird dieses Aufeinandertreffen ein ganz besonderes werden; schließlich blühte der Franzose bei den Rojiblancos so auf, dass Barça im Sommer 2019 bereit war, 120 Millionen Euro für ihn zu zahlen. Richtig angekommen ist der Offensivspieler bei Barça aber noch nicht und sucht auch unter Koeman nach wie vor seine Rolle.

Motivation geben wird ihm dabei sicherlich die Statistik, dass er bisher gegen jedes Team in der Liga traf, gegen das er spielte (32 an der Zahl) – außer eben gegen Atlético Madrid. Bei den jüngsten Auftritten in La Liga traf er sowohl gegen Alavés als auch gegen Real Betis. Der Franzose wird hoffen, dass sein Knoten mit einem Tor gegen den alten Arbeitgeber endgültig platzen wird und so auch die stetigen Schlagzeilen um seine Person ein Ende nehmen weren (zumindest vorerst).

 

Vor allem gegen die Béticos nahm Griezmann in der ersten Halbzeit die Rolle als offensiver Dreh- und Angelpunkt ein, legte einen couragierten Auftritt an den Tag und harmonierte im zweiten Durchgang mit Lionel Messi. Dass dies gegen seinen Ex-Club vermutlich schwerer umzusetzen sein wird, liegt aber nicht nur an der defensiven Kompaktheit Atletis (zwei Gegentore aus sieben Spielen ist Bestwert in LaLiga).

Zu Beginn der Länderspielpause kritisierte der Ex-Berater Griezmanns, Eric Olhat, gegenüber French Football, dass Griezmann sich Lionel Messi unterordnen müsse, beschrieb dies gar als “Terrorregime” und warf dem Argentinier eine “erbärmliche Einstellung” vor.

La Pulga ließ das nicht lange auf sich sitzen und rechtfertigte sich vor Journalisten bei seiner Ankunft in Barcelona. “Ich habe es langsam satt, bei allem immer das Problem zu sein”, so die genervte Antwort des sechsmaligen Weltfußballers. Gegen Atlético werden die beiden vermutlich trotzdem wieder das Spiel gemeinsam gestalten, auch weil das Verletzungspech weiterhin nicht Halt vor dem FC Barcelona macht. 

Barça ohne Fati und Busquets 

Ansu Fati und Sergio Busquets werden der Blaugrana gegen Atleti nicht zur Verfügung stehen. Während Busquets nicht allzu lange an seiner Verletzung (Stauchung des äußeren Seitenbandes im linken Knie) laborieren wird, fällt Fati aufgrund einer Meniskusverletzung, die er sich gegen Real Betis zuzog, für vier Monate aus.

Der Ausfall des 18-Jährigen wird schwer zu kompensieren sein, schließlich gehörte Fati bisher zu den Leistungsträgern der Saison. Koeman ist also zum experimentieren gezwungen, so befinden sich mit Ousmane Dembélé, Pedri und dem genesenen Philippe Coutinho drei variabel einsetzbare Offensivkräfte im Kader. Letztere beiden können auch in einer zentralen Position eingesetzt werden, wobei die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass Messi und Griezmann im Zentrum wirbeln werden. Sergio Busquets dürfte derweil von Miralem Pjanic ersetzt werden. 

Ein Problem für Koeman ist die Länderspielbelastung seiner Stammakteure, denn Pjanic, de Jong und Messi nahmen allesamt nur am Freitag am Training teil. Die Bedingungen vor dem wichtigen Spiel im Wanda Metropolitano, sie könnten allemal besser sein. Denn angesichts der Tabellensituation kann sich Barça keine Niederlage erlauben – auch deshalb, damit die beeindruckende Serie gegen Atleti und Simeone weiterhin Bestand haben.

Benjamin König
Benjamin König
Fútbol, Calcio, Fotball - in Spanien, Italien, Skandinavien. Redakteur bei Barçawelt, Podcaster bei Polarlichtspiel - dem skandinavischen Fußballpodcast
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