Ideenloses Barça lässt in Sevilla Punkte liegen

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Der FC Barcelona kam gegen den FC Sevilla nicht über ein torloses Remis hinaus. Dabei zeigten sich die Katalanen erneut ideenlos im Angriff, die gefährlichsten Aktionen kamen nach Standards. Am Ende war Sevilla dem Sieg sogar näher als der Tabellenführer.

Der FC Barcelona startete ins Auswärtsspiel beim FC Sevilla im Mittelfeld mit Ivan Rakitic, der bei seinem Ex-Klub von Anfang an ran durfte, während vorne Martin Braithwaite und Luis Suárez an der Seite von Lionel Messi stürmten. Für den Uruguayer, der Antoine Griezmanns Platz in der Startelf einnahm, war es der erste Einsatz von Beginn an seit dem 4. Januar 2020.

Viel Ballbesitz, wenig Ertrag

Barça bemühte sich, mit dem Wissen um die Bedeutsamkeit dieser Partie gegen den Drittplatzierten, früh die Kontrolle zu übernehmen. Mehr als ein harmloser Fernschuss von Suárez, mit dem Sevillas Torhüter Tomás Vaclík keine Probleme hatte, sprang in den ersten 20 Minuten jedoch trotz drückender Überlegenheit nicht heraus.

Trotz mehr als 70 Prozent Ballbesitz in der ersten Viertelstunde tat sich die Blaugrana wieder einmal schwer, Chancen zu kreieren. Das erste Mal gefährlicher wurde es bei einem Freistoß in der 21. Minute, dem ein Foul von Sergio Reguilón an Messi an der halblinken Strafraumgrenze vorausgegangen war. Der Argentienier trat selbst an, sein gefährlicher Schuss wurde jedoch von Jules Koundé mit dem Kopf kurz vor der Linie geklärt.

Barça dreht auf, trifft aber nicht

Barça erhöhte nun die Schlagzahl. Zwei Minuten später war es wieder ein Freistoß La Pulgas – dieses Mal etwas weiter vom Kasten der Andalusier entfernt – der Vaclík zum Eingreifen zwang, und keine 120 Sekunden später sauste ein Fernschuss von Rakitic nur knapp am Pfosten der Sevillistas vorbei.

Das war dann aber auch schon das Ende von Barças kleinem Sturmlauf. Mehr als eine Rudelbildung in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, in der Messi mit Sevillas Diego Carlos aneinandergeriet, passierte dann nicht mehr, womit es torlos in die Pause ging.

Barça hat den Ball, Sevilla die Chancen

Der Beginn der zweiten Halbzeit glich dann wieder dem der ersten. Die Katalanen kontrollierten das Spiel, ließen den Ball durch die eigenene Reihen laufen, ohne jedoch zwingend vor das Tor der Hausherren zu kommen. Das erste Mal gefährlich wurde es in der 55. Minute – allerdings vor dem Tor von Marc-André ter Stegen, der einen Abschluss von Lucas Ocampos aus spitzem Winkel durch einen hervorragenden Reflex abwehren konnte.

Zwei Minuten später war der deutsche Schlussmann wieder zur Stelle, dieses Mal entschärfte er einen Abschluss vom ehemaligen Barça-Akteur Munir. Die Blaugrana ließ unterdessen jegliche Intensität, die sie im ersten Spielabschnitt noch ausstrahlte, vermissen.

Reguilón vergibt Sevillas Sieg

Für Barças ersten Torabschluss in der zweiten Halbzeit musste wieder einmal ein Freistoß herhalten. Diesen brachte Messi erneut gefährlich aufs Tor, allerdings konnte Vaclík den Schuss mit den Fingerspitzen über die Latte lenken. Währendessen kam Sevilla selbst zu Chancen. Die vorerst größte hatte eine Viertelstunde vor Schluss Reguilón, der den Ball bei einer 3-gegen-1-Kontersituation allerdings nicht an Jordi Alba vorbei in die Mitte gespielt bekam.

Der Tabellenführer ließ indes weiterhin jegliche Zugkraft in Richtung des gegnerischen Tores vermissen, tat sich unheimlich schwer, gegen die massive Defensive Chancen herauszuspielen. Mehr als eine Direktabnahme von Suárez (88. Minute), die knapp über das Gehäuse der Gastgeber ging, sprang nicht mehr heraus. Gefährlich wurde es aber ein letztes Mal auf der anderen Seite. Erneut war Real-Leihgabe Reguilón beteiligt, der den Ball jedoch freistehend aus sieben Metern nicht mit der nötigen Kraft auf das Tor der Katalanen bekam.

So blieb es am Ende biem 0:0 im Sanchez Pizjuan, ein Punktverlust für den FC Barcelona, der noch teuer werden kann. Am späten Montagabend kann Real Madrid beim Gastspiel in San Sebastian mit einem Sieg die Tabellenführung übernehmen. 

 

Bastian Quednau
Schreibt über spanischen Fußball, leidet mit dem FC Schalke 04 und den Jacksonville Jaguars.
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