Krisenstimmung bei Barça: Koeman-Team steht gegen Levante unter Siegesdruck

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Nach der 1:2-Blamage bei Aufsteiger Cadíz und der 0:3-Pleite gegen Juventus Turin hat den FC Barcelona die Krise wieder fest im Griff. Am Sonntag gegen Levante will sich das Koeman-Team von der schrecklichen Woche rehabilitieren. Die Vorschau zu Barça gegen Levante.

Anschluss halten an die Konkurrenz

 Die zuletzt gezeigten 90 Minuten gegen Juventus Turin waren auch auf internationaler Bühne eine Offenbarung der derzeitigen Schwächen Barças, die Planlosigkeit in der Offensive sowie die Anfälligkeit der Hintermannschaft deckten sich mit dem Auftritt in Cadíz. Momentan rangiert die Elf von Trainer Ronald Koeman lediglich auf Platz neun nach zehn absolvierten Spielen in der Liga – der schlechteste Saisonstart seit 33 Jahren.

Zwölf Punkte Vorsprung hat Tabellenführer Atlético Madrid inzwischen (vor dem Madrider Stadtderby am Samstagabend), zwei Punkte Rückstand sind es auf die internationalen Plätze. Um nicht den Anschluss zu verlieren und weiter in die Krise zu stürzen, wäre ein Sieg gegen Levante durchaus hilfreich. Dafür muss der Trainer aber endlich Lösungsansätze für die bestehenden Probleme finden, damit nicht nur die Stärken seiner Spieler zur Entfaltung kommen, sondern auch wieder Gefahr ausgestrahlt wird und die Punkteausbeute steigt. 

Die Probleme erkennt und thematisiert Koeman zwar, nur macht er dagegen sehr wenig. Der Niederländer greift immer wieder auf sein vertrautes, doch scheinbar nicht erfolgsversprechendes System zurück und stellt während eines Spiels nur selten bis gar nicht um. So ist Barça zu ungefährlich und zu berechenbar, was es dem Gegner wiederum einfach macht.

Fehlende Flügelspieler bereiten Sorgen

Hinzu kommt, dass Koeman im anstehenden Duell weiterhin auf vier Stammkräfte verzichten muss, die er so dringend benötigt. Aufgrund der Ausfälle von Ousmané Dembélé und Ansu Fati stehen dem Trainer zwei Akteure nicht zur Verfügung, deren Qualitäten aktuell gefragter denn je sind und sowohl für die nötige Breite als auch Tiefe sorgen könnten.

Gegen Juve wirkten die jungen Pedri und Trincão auf den Außen, zogen aber häufig ins dicht besiedelte Zentrum und machten dadurch wenig Eigenwerbung für einen Einsatz gegen Levante. Nicht undenkbar, dass Philippe Coutinho wieder zurück in die Anfangsformation rutschen könnte – oder sogar Konrad de la Fuente Einsatzzeit bekommt, der einzige Flügelspieler, der verblieben ist. Auch wenn er nominell nicht dem Profikader angehört, sondern Barça B.

In der Verteidigung sind noch immer Abwehrchef Gerard Piqué wie auch Rechtsverteidiger Sergi Roberto zum Zuschauen gezwungen. Die Zwangspause von Piqué setzt Clément Lenglet unter Druck, der mit der unfreiwilligen Rolle als Ersatz-Abwehrchef überfordert ist, weshalb sich immer wieder haarsträubende Fehler ins Spiel des Franzosen einschleichen.

Samuel Umtiti ist zwar nach seiner mehrmonatigen Verletzung wieder zurück, zeigte gegen Juventus aber, dass ihm die nötige Spielpraxis und körperliche Fitness noch deutlich fehlt. Eher unwahrscheinlich, dass er weitere Minuten gegen Levante sammeln und an der Seite von Lenglet anstelle von Ronald Araujo beginnen wird.

Viel Ballbesitz, wenig Ertrag

Levante tut sich der laufenden Saison ebenfalls schwer, die Mannschaft von Trainer Paco Lopez reist Tabellenachtzehnter ins Camp Nou. Mit erst zwei “Dreiern” hat das Team aus Valencia Liga-weit bislang die zweitwenigsten Siege eingefahren. Allerdings ist Levante auch seit sechs Spielen ungeschlagen, hat zuletzt am vergangenen Spieltag einen überzeugenden 3:0-Erfolg über den FC Getafe eingefahren und da mächtig Selbstvertrauen getankt.

Zuvor teilte Levante gleich fünfmal in Folge die Punkte und spielte jeweils 1:1-Unentschieden, ließ also wichtige Zähler im Abstiegskampf liegen und die nötige Durchschlagskraft im vordersten Drittel vermissen. Obwohl die Lopez-Elf seit Saisonbeginn tief im Tabellenkeller rangiert, agiert sie lieber mit dem Ball als ohne, fühlt sich im Ballbesitz wohler. Das könnte Barças Chance sein, einem Gegner Schade zuzufügen, der es nicht gewohnt ist, stets tief und geschlossen zu verteidigen. Koemans Elf muss nach zwei Pleiten in einer Woche am Sonntagabend dringend die Kurve kriegen, sonst wird es in der Mittelmeermetropole richtig unangenehm – ein überzeugender Erfolg täte der Mannschaft sicherlich äußerst gut und mal wieder Not.

 

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