Lockerer Heimsieg für Barça? Levante reist mit Horrorbilanz ins Camp Nou

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Beim Heimspiel gegen UD Levante ist der FC Barcelona natürlich der Favorit. Auch, weil Levante eine furchtbare Schreckensbilanz im Camp Nou hat. Die Vorschau zum Spiel.

Zweites Heimspiel am Stück, und natürlich ist der FC Barcelona erneut der haushohe Favorit: Nach dem lockeren 5:0 in der Copa del Rey empfängt Barça am Sonntag (21 Uhr) die UD Levante im heimischen Camp Nou – alles andere als ein Sieg wäre selbstredend eine faustdicke Überraschung.

Auch deshalb, weil Levante im Camp Nou eine wahre Schreckensbilanz hat: In 13 Gastspielen in der Liga gab es 13 Niederlagen. Zudem sind die Granotas in dieser Saison nicht gerade für ihre Auswärtsstärke bekannt (3 Siege, 0 Remis, 8 Niederlagen).

Levante-Coach Lopez hat Respekt vor dem Camp Nou

Barça ist in dieser Saison zuhause zudem noch ungeschlagen, Gäste-Coach Paco Lopez weiß also um die Schwere der Aufgabe Auswärtserfolg. „Das hat bisher noch niemand geschafft. Es gibt nur wenige Mannschaften, die fähig sind, etwas aus dem Camp Nou mitzunehmen“, so Lopez, der aber erklärte, dass sein Team „konkurrenzfähig“ sein möchte: „Wir müssen wir selbst sein, die Dinge richtig machen.“

Die Dinge richtig machen wollen Quique Setiéns Mannen natürlich ebenfalls. Doch obwohl die Vorzeichen auf Heimsieg stehen, wird Barça trotzdem gewarnt sein – nur zu gut dürfte sich die Blaugrana an das „Hinspiel“ im November erinnern, als Levante im zweiten Durchgang binnen weniger Minuten drei Tore schoss und ein 0:1 in ein 3:1 drehte, während die überrumpelten Katalanen völlig verdutzt eine unerwartete Auswärtspleite hinnehmen mussten.

 

 

„Wenn sie inspiriert sind, ist es nicht leicht“, merkte Barça-Coach Quique Setién auf der Pressekonferenz sicherlich auch mit Blick auf das Hinrundenspiel im Ciutat de Valencia an. „Levante kann dir wehtun, sie haben vorne Potential, sie spielen gerne mit. Es wird sicherlich nicht einfach werden.“

Spannend wird zu beobachten sein, mit welchem System Setién die Partie angeht: Am Donnerstag im Pokal ließ er Barça erstmals im gewohnten 4-3-3 auflaufen, mit Erfolg. Die Mannschaft fühlte sich sichtlich wohler, die Automatismen stimmten, das Spiel war flüssiger. Auch am Ergebnis konnte man das letztlich ablesen, auch wenn Leganés einen schwachen Abend erwischte.

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Setién macht System vom Gegner abhängig

Kann man am Sonntag also das gleiche System und einen ähnlichen Auftritt vom FC Barcelona erwarten? Zumindest erhoffen darf man sich das. Doch Setién erklärte bereits: „Die Formation kann sich oft verändern.“ Der neue Coach macht sein System immer auch vom Gegner abhängig, von dessen Stärken, Schwächen und Spielsystem.

Und natürlich auch von den Spielern, die Setién zur Verfügung stehen. Der Verein hat in dieser Woche Carles Pérez an die Roma abgegeben, somit also einen Flügelstürmer weniger zur Verfügung, während Ousmane Dembélé im Aufbautraining zwar Fortschritte macht, aber eben noch nicht einsatzfähig ist.

Einen Mittelstürmer konnten die Katalanen zudem keinen verpflichten – auch, weil sie bei Cédric Bakambu in letzter Minute ihre Meinung änderten, einem Deal erst zu-, dann wieder absagten. Und sich letztlich gegen die Verpflichtung eines Notnagels auf der Neun entschieden.

Gegen Levante im Camp Nou dürfte das noch gut gehen, doch die nächste richtige Prüfung folgt auf dem Fuße: Auswärts drückt bei Barça bekanntlich der Schuh – am Donnerstag müssen sie in der Copa bei Athletic Club im San Mamés in Bilbao ran. Für Barça geht es derzeit Schlag auf Schlag, Ruhepausen oder Zeit zum Einspielen unter Neu-Coach Setién bleibt keine. Umso wichtiger wäre ein komfortabler Heimsieg am Sonntag. 

 

Alex Truica
Freier Sportjournalist, Podcaster und Chefredakteur Barçawelt
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