Martino nach dem Spiel gegen FC Sevilla

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Bildquelle: fcbarcelona.com

Es war wieder einmal eine sehr ernüchternde Leistung zum Ende des Spiels. Nach Betrachtung der letzten Spiele könnte man fast meinen, dass Barça nicht viel dazugelernt hat und immer noch nicht in der Lage ist, eine sichere Führung souverän ins Ziel zu bringen. Zum Ende des Spiels war wie schon so oft ein Geniestreich von Messi notwendig, um die drei Punkte doch noch zu holen. Gerardo Martino

bemängelte die schlechte Chancenauswertung und dass seine Mannen die sicher geglaubten drei Punkte fast noch verloren hätten. Ausschlaggebend für den Leistungsabfall waren aber nicht nur die eigenen Fehler, sondern auch Sevillas Einwechslungen in der zweiten Hälfte.

„Ich denke, dass wir in der ersten Hälfte alles Mögliche versucht haben, um zum Torerfolg zu kommen. Wir hatten in der ersten Hälfte nur einen Konterangriff gegen uns, als Piqué liegen geblieben ist, aber da hat Valdés sehr gut gehalten. Auf der anderen Seite hatten wir sehr gute Chancen und wir hätten den Vorsprung vergrößern können. In der zweiten Hälfte haben die Einwechslungen bei Sevilla den gewünschten Effekt herbeigeführt und uns Probleme bereitet.“ Zu diesem Zeitpunkt sei es besonders wichtig gewesen, ein weiteres Tor zu machen, weil sich für Barça durch das Offensivspiel von Sevilla noch mehr Räume im Sturm ergeben hatten. Dies hätte man besser ausnutzen können und das Spiel für sich entscheiden. Im Anschluss habe sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch entwickelt, was man mit noch mehr Ballbesitz hätte verhindern müssen. „Das ist etwas, worüber wir Woche für Woche sprechen. Wir müssen mit mehr Variation und mehr vertikalen Fußball spielen. Wir müssen noch stärker und direkter spielen und noch mehr Ballbesitz haben.“ Die Defensivabteilung sei aber nicht die einzige Schwachstelle gewesen, die zu den vielen Chancen von Sevilla geführt habe.

Man dürfe Sergio Busquets nicht allein im Mittelfeld stehen lassen, der sich dann allein einer Überzahl von Sevilla Spielern entgegensetzen müsse. „Wir müssen den Raum um Busquets herum abdecken“, so Martino, der im Anschluss das Innenverteidiger-Duo Mascherano und Piqué trotz der Gegentore verteidigte. „Mascherano hat die körperlichen Attribute, um eine Mannschaft zu führen, Fehler zu korrigieren und in der Defensive Stärke auszustrahlen. […] Ich mag Piqués Vorstöße in die Offensive, aber wir müssen in diesen Momenten die Lücke hinter ihm zu machen.“

„Neymar hat ein nahezu perfektes Spiel gemacht“

Positive Worte gab es für Lionel Messi und Neymar. Beide haben wie schon in den letzten Spielen sehr gut zusammengespielt und die Mannschaft mit ihren Aktionen zum Sieg geführt. Sonderlob erhielt Neymar, der sowohl durch seine Offensivaktionen als auch durch sein manschaftsdienliches Spiel geglänzt habe. „Neymar hat ein nahezu perfektes Spiel gemacht, nicht nur mit seinen Angriffen, sondern mit allem, wofür er bekannt ist. Auch defensiv hat er hart gearbeitet. Insgesamt sind wir über seine Leistungen zufrieden. Nach dem Spiel gegen Atlético haben wir gesehen, wie gut er mit Messi harmonieren kann und das haben wir auch heute gesehen, als er beispielsweise das Tor von Messi vorbereitet hat. Wir können nicht nur als Kollektiv gut auftreten, sondern auch einzelnen Spielern ermöglichen, mit ihrer individuellen Klasse zu glänzen. Wir werden noch frischer und stärker sein und versuchen ähnliche Situationen wie heute zu vermeiden.“

Stimmen der Spieler

Javier Mascherano: „Der Eindruck, den wir nach dem Spiel hinterlassen haben, ist nicht der Beste. Wir hatten das Spiel unter Kontrolle und in den letzten Minuten haben wir durch einzelne Fehler Sevilla wieder erlaubt, in das Spiel zurückzukommen. Der Sieg war heute sehr glücklich. […] Es ist nicht die Frage der Eckbälle. Es ist unmöglich Eckbälle zu vermeiden. Wir waren mit 2-0 in Führung und haben das Spiel kontrolliert. Sie haben uns mit einem Konterangriff erwischt und dann das zweite Tor gemacht. Das dürfen wir nicht erlauben.“

Dani Alves: „Ich wollte nach dem Tor nicht feiern, deshalb habe ich nur stillgestanden. Jeder weiß, dass es sehr speziell für mich ist, gegen Sevilla zu spielen und ein Tor zu machen. Das ist die Mannschaft, die mir die Chance gegeben hat, in Europa zu spielen und jetzt hier zu sein. […] Es war ein intensives Spiel. Wir wollten immer angreifen, aber Sevilla hat auch gut gespielt. Sie haben uns mit einem Konterangriff wehgetan, aber wir konnten trotzdem den Sieg holen. Der Sieg ist verdient, weil wir ihn mehr wollten und mehr dafür gemacht haben. Sie hatten nur wenige Chancen und zwei Tore gemacht und wir hatten mehr Chancen, um noch mehr Tore zu erzielen.“

Sergio Busquets: „Ich bin kein anderer Spieler unter Tata Martino. Er will, dass ich mich darauf konzentriere, nicht zu weit nach vorne zu gehen. Er will, dass wir wieder zu unserem früheren Pressing zurückkehren, aber das Spiel und die Philosophie ist dieselbe.“

Víctor Valdés: „Die Ermüdung unseres Offensivspiels hat zu vielen freien Räumen für Sevilla geführt, die sie in ihren Angriffen ausgenutzt haben. Es gab gewisse Momente, in denen wir nicht mehr die Kontrolle hatten und das hat natürlich Sevilla geholfen, zurück ins Spiel zu kommen.“

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