Nach Trainerwechsel: Barça empfängt orientierungsloses Valencia

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Am Samstag empfängt der FC Barcelona den FC Valencia, der Trainer Marcelino überraschend entlassen hat und entsprechend im Chaos steckt. Gegen Los Che will Barça Revanche für das verlorene Copa-Finale nehmen. Möglich machen könnte dies Luis Suárez, der kurz vor seinem Comeback steht.

Nach der Länderspielpause dürfen sich die Fans endlich wieder auf La Liga freuen. Der 4. Spieltag steht an und der FC Barcelona darf eine Mannschaft im Camp Nou empfangen, gegen die sich die Katalanen in den letzten Spielen nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert haben – den FC Valencia. Bekanntlich ist noch eine Rechnung offen, denn Barça verlor das letztjährige Pokalfinale gegen Valencia mit 1:2.

Startschwierigkeiten und ein Trainerwechsel

Ähnlich wie Barça erwischte auch der FC Valencia einen Stotterstart in die Saison. Nachdem man zum Auftakt Real Sociedad im Estadio Mestalla empfing und dort in der zwölften Minute der Nachspielzeit den bitteren Ausgleich zum 1:1-Unentschieden kassierte, folgte eine verdiente 0:1-Niederlage bei Celta Vigo. Am 3. Spieltag gelang den Fledermäusen beim 2:0 gegen den RCD Mallorca der erste Saisonsieg. Genau wie der FC Barcelona hat man nach drei Spieltagen somit vier Punkte auf dem Konto. Auch die Fledermäuse hinkten ihren Ansprüchen bis dato also hinterher, doch der Sieg gegen Mallorca hat bereits gezeigt, dass die Formkurve bei den Fledermäusen – zumindest vorläufig, nach oben zeigt.

Entlassener Marcelino ist geschockt

Doch trotz des zwischenzeitlichen Erfolges steht die Mannschaft am Samstag vor einer schwierigen Aufgabe im Camp Nou, was vor allem mit einer Personalentscheidung zu tun hat, die der Verein unter der Woche traf und die die Liga erschütterte. Am Mittwoch gab der Klub überraschend bekannt, dass man sich von Trainer Marcelino García trennt. Der Grund sind Streitigkeiten mit Vereinsbesitzer Peter Lim. Marcelino zeigte sich geschockt, auf einer eigens einberaumten privaten Pressekonferenz erklärte der Spanier: “Ich hätte nie gedacht, dass man mich entlässt. Ich war erst fassungslos, dann fühlte ich Hilflosigkeit. Was passiert ist, ist nicht logisch.”

Marcelino hatte Valencia zweimal in Folge in die Champions League geführt und dann zum überraschenden Triumph in der Copa del Rey – just gegen Barça. Sportliche Gründe hatte die Entlassung keine, hinter den Kulissen herrschte ein Machtkampf mit Lim, immer wieder gab es Meinungsverschiedenheiten über Transfers und die sportliche Ausrichtung. So wollte Marcelino Berichten zufolge beispielsweise Denis Suarez und Rafinha verpflichten, doch Besitzer Lim war dagegen, er mischte sich in die sportlichen Belange von Marcelino und Sportdirektor Mateu Alemany ein.

Nun ist Marcelino überraschend Geschichte, Albert Celades, in Barcelona geboren und ehemaliger Profi des FC Barcelona, übernimmt Los Che ab sofort – mit der schwierigen Aufgabe, die desillusionierte Mannschaft wieder aufzurichten. Denn bei den Spielern war Marcelino sehr beliebt, einige äußerten sich geschockt, enttäuscht und fassungslos auf Social Media, so kritisierte Innenverteidiger Ezequiel Garay den Verein öffentlich auf Instagram.

Trotz des Stotterstarts, des kurzfristigen Trainerwechsels und der damit einhergehenden Unruhe im Verein täte Barcelona gut daran, den kommenden Gegner nicht zu unterschätzen, schaffte man doch in der vergangenen Saison keinen einzigen Sieg gegen den FC Valencia (1:1 und 2:2 in der Liga). 

Ausfälle in der Offensive, Suárez vor Comeback?

Es gibt also einiges wieder gut zu machen, doch die Voraussetzungen könnten deutlich besser sein. Nach wie vor haben die Katalanen ein volles Lazarett, besonders in der Offensive sieht es düster aus. Ousmane Dembélé und Lionel Messi fehlen weiterhin und mit Rafinha hat man nun einen der Leistungsträger der vergangenen Partien zu Celta Vigo ausgeliehen. Zwar trainierte Luis Suárez unter der Woche bereits wieder mit der Mannschaft, hinter einem Einsatz des Uruguayers steht allerdings ein Fragezeichen, auch vor dem Hintergrund des anstehenden Champions-League-Spiels gegen Borussia Dortmund. Trotz allem steht der Stürmer kurz vor seinem Comeback und ein erster Auftritt gegen Valencia, wenn auch vielleicht nur kurz, ist durchaus im Bereich des Möglichen. Spannend wird sein, ob Shootingstar Ansu Fati erneut zum Einsatz kommen wird – vielleicht sogar von Beginn an.

Auch in der Defensive drückt der Schuh

Neben den angesprochenen Offensivkräften fehlt in der Defensive Samuel Umtiti wegen eines Mittelfußbruchs, Nélson Semedo ist zudem angeschlagen und könnte so Moussa Wagué zu seinem ersten Saisoneinsatz verhelfen. Alternativ könnte der vor der Saison von Ernesto Valverde klar als Mittelfeldspieler deklarierte Sergi Roberto temporär auf Semedos Position hinten rechts zurückkehren und so das Startelfdebüt von Ansu Fati erheblich beschleunigen.

Im Mittelfeld drückt bei der Blaugrana der Schuh hingegen nur geringfügig. Mit Ausnahme von Arthur, der nach der Länderspielreise mit der brasilianischen Nationalmannschaft wahrscheinlich noch geschont werden dürfte, steht Valverde das komplette Mittelfeld zur Verfügung. Wahrscheinlich ist, dass Ivan Rakitic oder Arturo Vidal beginnen, beide blieben während der Länderspielpause in Barcelona, um mit der Mannschaft zu trainieren und sich für Startelfeinsätze zu empfehlen.

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