PK | Setién: “Wir alle brauchen eine Pause, um unseren Kopf frei zu bekommen”

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Auf der Pressekonferenz vor der Partie bei Deportivo Alavés sprach Quique Setién über Lionel Messis deutliche Kritik an der Mannschaft, die Leistungen Barças, die Chancen auf den Gewinn der Champions League und seine Zukunft beim FC Barcelona.

Quique Setién beantwortete auf der Pressekonferenz vor dem Gastspiel bei Deportivo Alavés die Fragen der Reporter:

Quique Setién…

…über die Partie gegen Alavés: “Wir haben einen sehr wichtigen Wettbewerb vor uns. Es ist wichtig, mit besseren Gefühlen in die Zukunft zu gehen, natürlich denkt man an die Champions League. Die Mannschaft ist sich bewusst, dass morgen ein wichtiges Spiel ist, das man erfolgreich bestreiten muss, damit wir bestärkt in die Zukunft gehen.”

 

 

…über das Treffen und Gespräch mit Präsident Josep Maria Bartomeu: “Es ist normal, solche Treffen zu haben. Die Bemühung um Verbesserung ist da. Wir versuchen, Lösungen zu finden und die Dinge zu ändern. Darum ging es bei dem Treffen. Wir versuchen, die Kräfte zu bündeln und übernehmen die Verantwortung dafür, die Liga nicht gewonnen zu haben. Ich bereite die Zukunft mit Optimismus vor und versuche, mich auf dieses letzte Liga-Spiel und dann auf die Champions League zu konzentrieren, bei der wir hoffen, dass es viele Spiele sein werden. Wir haben eine attraktive Herausforderung vor uns. Wir werden versuchen, uns zu verbessern, um die Champions League zu gewinnen.”

…über die Leistungen und Lionel Messis Aussagen: “Es gibt Dinge, bei denen man einer Meinung ist und andere Dinge, bei denen wir es nicht sind – das ist normal. Wir alle sagen in bestimmten Situationen Dinge, die mal schlecht und mal gut interpretiert werden. Das sind alltägliche Situationen in wichtigen Momenten wie diesem, in dem Frustration herrscht. Aber dem bemesse ich nicht viel Bedeutung bei. Ich glaube die Botschaft, die ich bekomme, ist, dass wir uns alle bewusst sind, dass wir einen sehr wichtigen Wettbewerb vor uns haben, bei dem wir das Finale erreichen und ihn gewinnen wollen. Die Gefühlswelt in den letzten Wochen war nicht so positiv, wie man sich das erhofft hätte. Aber diese Mannschaft weiß, um was es geht. Wir alle brauchen eine Pause, um unseren Kopf frei zu kriegen, uns zu transformieren und zu dem zu werden, was diese Mannschaft seit vielen Jahren ist. In diesem Sinne müssen wir alle an einem Strang ziehen für die gemeinsame Sache, die vor uns liegt.”

“Es stimmt, wenn wir so schlecht spielen wie in manchen Spielen, haben wir keine Chance zu gewinnen. Aber wir hatten auch sehr gute Momente, und in diesen Momenten kann man gewinnen. Uns allen muss bewusst sein, dass wir viele Dinge verbessern müssen, dass wir zuverlässiger und konsequenter sein müssen. Wenn wir eine Partie abliefern wie in Villarreal, um ein Beispiel zu nennen, wo alles gut gelaufen ist, werden wir den Titel gewinnen. Wir müssen uns davon überzeugen, dass wir gewinnen können, wenn wir unser bestmögliches Niveau erreichen.”

“Das Spiel in Villarreal war unser bestes Spiel nach dem Restart. Beim Rest gab es Phasen, die sehr gut waren. Wir sind mit vielen Dingen zufrieden, aber wir wissen auch, dass wir einige Dinge verändern müssen. Aber es war kein Desaster, so ist es nicht. Wir hätten es verdient gehabt, mehr Spiele zu gewinnen.”

“Wir alle wissen, dass der Geisteszustand der Motor unseres Körpers ist. Wenn der Geisteszustand gut ist, kann man sein Bestes geben. Wenn du aber am Boden bist, wenn du siehst, dass die Dinge nicht gut laufen, wenn du siehst, dass du klar hättest gewinnen müssen, es aber nicht tust – dann sinkt deine Stimmung. Es ist offensichtlich, dass unser Gemütszustand nicht der beste ist – das beeinflusst dich sofort. Die Intensität hat viel damit zu tun, wie dein Gemütszustand ist. Wir sind alle etwas niedergeschlagen. Wenn die Dinge nicht für dich laufen, wenn du gegen alles kämpfen musst und wenig klappt, ist es natürlich schwerer, sich aufzurichten – das lehrt dich schon das Leben und das betrifft natürlich auch den Fußball.”

 

 

…über seine Situation sowie einen möglichen Rücktritt: “Ich sagte schon bei meiner Ankunft, dass ich es bis zum letzten Tage hier genießen würde. Ich wusste, es würde nicht leicht werden, das ist es nirgends, egal wo. Dieser Beruf bringt Risiken und bringt bestimmte Umstände mit sich. Natürlich wäre ich gerne etwas glücklicher, was an den nicht gewonnenen Spielen liegt und natürlich hätte ich gerne den Ligatitel gewonnen, dann wären wir alle glücklicher. Aber ich habe immer verstanden, dass im Spielverlauf eine Niederlage eine Option ist, die es zu überwinden gilt. Ich durchlebe nichts, was ich nicht schon einmal durchlebt habe. Ich mache weiter und habe immer noch den gleichen Enthusiasmus und die gleiche Lust – nie hatte ich das Gefühl, dass ich gehen wollen würde.”

…über Arthur, der nicht im Kader steht: “Über ihn kann ich nur sagen, dass er gestern Abend zu mir kam und mir sagte, dass er Schmerzen im Knöchel hat.”

…über die möglichen Abstellungen von Ansu Fati, Ronald Araujo und Riqui Puig für Barça B, das Playoffspiele um den Aufstieg in die 2. Liga hat: “Das ist eine Entscheidung, über die wir nachdenken und sie dann gemeinsam treffen müssen. Wir haben nur 16 Spieler im Kader. Mehr Spieler können nicht mit dabei sein. Sie könnten zwar mit dem Nachwuchteam spielen, aber wir müssen auch an die Champions League denken: Hier haben wir viele Spieler sanktioniert, die daher nicht dabei sind, auch muss man an mögliche Verletzungen oder Probleme denken, die uns mit Blick auf die Champions League schwächen würden. Daher ist das eine Entscheidung, die ich nicht alleine treffen kann, denn wir müssen alle die Verantwortung übernehmen für das, was passieren kann. Wir sind natürlich sehr daran interessiert, dass das Jugendteam aufsteigt, diese Spieler sind wichtig. Aber man muss sich zwischen der einen und der anderen Sache entscheiden.”

 

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