Pleite beim Aufsteiger: Desaströses Barça verliert in Granada

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Trotz des Liga-Comebacks von Kapitän Lionel Messi bot der FC Barcelona eine unterirdische Leistung und verlor verdient das nächste Auswärtsspiel der Saison mit 0:2 beim FC Granada. Somit warten die Blaugrana weiterhin auf einen Erfolg in der Fremde.

Im Estadio Nuevo Los Cármenes beim FC Granada sollte endlich der erste Auswärtssieg in dieser Saison eingefahren werden, doch ein Erfolg in der Fremde blieb dem Team von Ernesto Valverde erneut verwehrt. Mit 2:0 besiegte der andalusische Aufsteiger die Katalanen – und das auch noch verdient. Doch der Reihe nach:

Bei Barça gab Júnior Firpo sein Startelfdebüt, er ersetzte den verletzten Jordi Alba auf der linken Abwehrseite. Neben ihm spielten Clement Lenglet, Gerard Piqué und Nélson Semedo.

Einen weiteren Startelfdebütant, zumindest was diese Saison angeht, fand man im Mittelfeld des FC Barcelona. Dort startete Ivan Rakitic neben Sergi Roberto und dem auf die Sechserposition zurückbeorderten Frenkie de Jong. An vorderster Front begann Luis Suárez neben Antoine Griezmann und Carles Pérez, der gegen Dortmund zurückgekehrte Lionel Messi saß zunächst auf der Bank.

Firpo-Blackout: Azeez sorgt für die kalte Dusche

Die Katalanen erwischten dabei den denkbar schlechtesten Start und gerieten bereits in der zweiten Minute in Rückstand. Nach einem langen Ball von Torhüter Rui Silva verlor erst Lenglet sein Kopfballduell, der Ball prallte zu Firpo, der einen Rückpass spielen wollte, aber noch nicht hellwach war und die Kugel nicht richtig erwischte – Antonio Puerto ließ Barcelonas neuen Linksverteidiger stehen, seine abgefälschte Flanke segelte am zweiten Pfosten zu Ramon Azeez, der den Ball nur noch per Kopf einnicken musste – 1:0 für den Außenseiter und die kalte Dusche für Barça. Ein kapitaler Bock von Firpo nach kaum 60 Sekunden brachte den Meister ins Hintertreffen und verkomplizierte die Angelegenheit Auswärtssieg.

Zum Thema:

Der Favorit tat sich in der Folge sichtlich schwer, zu Torchancen zu kommen. Immer wieder spielten die Blaugrana hintenrum und hatten Schwierigkeiten, den Ball kontrolliert durch das Mittelfeld zu tragen, wodurch die offensive Dreierreihe weitgehend abgemeldet war. Darüber hinaus war das Spiel des FC Barcelona oftmals durch recht einfache Abspielfehler geprägt, womit man die Heimmannschaft immer wieder zu Kontern einlud, die diese jedoch nicht nutzen konnten.

Große Torchancen blieben somit bis zur Pause auf beiden Seiten Mangelware und so ging es für Barça mit einem Rückstand in die Pause.

Messi und Fati kommen

Trainer Ernesto Valverde war sichtlich unzufrieden, zur zweiten Hälfte gab es zwei Wechsel auf Seiten des FC Barcelona: Lionel Messi kam für Carls Pérez und Youngster Ansu Fati wurde für den sehr unglücklichen Júnior Firpo eingewechselt. Die Katalanen hatten also ihren Traumsturm aus Messi, Suárez und Griezmann auf dem Feld – taten sich aber weiterhin schwer. Semedo spielte somit den Part als Linksverteidiger, während Roberto die Rechtsverteidigerpostion in der Viererkette einnahm. In der Offensive hielt sich Griezmann nun vermehrt auf rechts auf, Fati übernahm dessen Position auf der linken Außenposition. Messi wiederrum spielte eine gewohnt freie Rolle in einer Mischung als Spielgestalter und Stürmer.

In der 52. Minute jedoch zunächst ein kleiner Schockmoment für die Katalanen: Nach einer Flanke von Darwin Machis fing ter Stegen den Ball zunächst, ließ ihn dann jedoch wieder aus seinen Händen rutschen, wodurch die Kugel fast im eigenen Tor landete. Der Torhüter, der in den letzten Tagen für reichlich Gesprächsstoff sorgte, konnte den Ball anschließend jedoch sichern.

Granada erhöht vom Punkt, Barça ohne Reaktion

Barça hatte in der Folge sichtlich mehr Kontrolle und schaffte es, öfter in die gefährlichen Zonen zu kommen, Fati war hierbei ein belebendes Element. Just als man dachte, nun würde die Druckphase der Katalanen beginnen, setzte es den finalen Nackenschlag für die Gäste:

Nach einer Flanke bekam der kurz zuvor eingewechselte Arturo Vidal den Ball im Sechzehner an die Hand. Nach einem kurzen Einsatz des VAR gab Schiedsrichter Cuadra Fernandez Elfmeter für Granada. Alvaro Vadillo schnappte sich die Kugel und schoss den Ball eiskalt in die untere linke Ecke – 2:0 für Granada.

Auch in der Folge gab es keinerlei Aufbäumen auf Seiten des FC Barcelona, die Angriffsbemühungen blieben halbherzig und planlos. Somit gab es am Ende, nach einem erneut schwachen und ideenlosen Auftritt, einen verdienten Sieg für den FC Granada.

Barça wartet somit weiterhin auf den ersten Auswärtssieg dieser Saison, in der Fremde holte man lediglich einen Punkt aus drei Ligaspielen, eine furchtbare Negativbilanz. Der FC Granada wiederum hat einen weiteren Grund zum Feiern und springt durch den Erfolg gegen die Katalanen für den Moment auf den ersten Tabellenplatz.

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