Rückstand gedreht: Barça dank Ansu Fati, Memphis und Coutinho wieder erfolgreich

StartLa LigaRückstand gedreht: Barça dank Ansu Fati, Memphis und Coutinho wieder erfolgreich
- Anzeige -
- Anzeige -

Der FC Barcelona kehrt in La Liga mit einem 3:1 in die Erfolgsspur zurück. Gegen den FC Valencia zeigen sich die Katalanen nach einem frühen Rückstand unbeeindruckt und drehen die Begegnung noch vor der Pause. Ansu Fati und Memphis Depay bringen Barça auf die Siegerstraße, Philippe Coutinho macht alles klar.

Barça rüstet sich für Champions League und Clásico

Siegreicher Start in eine immens wichtige Woche: Vor dem wegweisenden Champions-League-Duell mit Dynamo Kiew (Mittwoch, 21 Uhr, live im Ticker auf Barçawelt und auf DAZN) und dem Clásico gegen Erzrivale Real Madrid (Sonntag, 16:15 Uhr) hat der FC Barcelona am Sonntagabend gegen den FC Valencia einen 3:1-Erfolg verbuchen können.

Die Blaugrana macht im Rahmen des 9. Spieltags der Primera División damit Punkte auf Meister Atlético Madrid und Real gut. Sie hat nun 13 Zähler auf dem Konto, damit je zwei Punkte Rückstand auf die Hauptkonkurrenten im Titelkampf.

Beide Madrid-Klubs waren dieses Wochenende nicht im Einsatz, da in Südamerika erneut Länderspiele noch am Freitagmorgen mitteleuropäischer Zeit stattfanden, sie aber jeweils schon am Dienstag in der Königskasse antreten – so wie es bei Barça am 4. Spieltag der Fall war. Barça, Real und Atlético haben somit allesamt je eine ausstehende Liga-Partie.

Koeman bietet Dest als Flügelspieler auf

Trainer Ronald Koeman setzte auch gegen Valencia taktisch auf ein 4-3-3, in dem jedoch Sergiño Dest überraschend offensiv auf dem rechten Flügel agierte. Gemeinsam mit Ansu Fati flankierte er Memphis Depay, in der Viererkette gab Sergi Roberto dafür den Rechtsverteidiger. Die Abwehr vor Marc-André ter Stegen bildeten zudem Gerard Piqué, Eric García und Jordi Alba, im Mittelfeld zogen Frenkie de Jong, Sergio Busquets und Gavi die Fäden.

Munterer Start: Barça liegt durch Gayas Hammer früh hinten

In dem einmal mehr spärlich mit Zuschauern gefüllten Camp Nou – trotz der nun erlaubten Auslastung von 100 Prozent waren nur 47.317 Fans vor Ort – stand die Blaugrana nach dem Anstoß früh mit dem Rücken zur Wand. Nachdem Fati einen Schuss an das linke Außennetz gesetzt hatte (2.), gerieten die Gastgeber prompt in Rückstand.

José Luis Gayà fasste sich nach einem Eckball zentral aus der zweiten Reihe einfach mal ein Herz und ließ Ter Stegen keine Chance – ein absoluter Hammer des Linksverteidigers. Der deutsche Schlussmann war noch mit den Fingerspitzen an dem platzierten Schuss dran, konnte diesen aber nicht mehr entscheidend parieren (5.).

Eine unnötige kalte Dusche für das kriselnde Barça. Immerhin: Der Gegentreffer wurde von den Rängen nicht mit Pfiffen quittiert, vielmehr gab es für die Mannschaft aufmunternde Sprechchöre.

Ansu Fati gelingt Traumtor beim Startelf-Debüt

Und sie dankte es dem Anhang, der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Erst hatten die Gäste nach einer Hereingabe von der linken Seite stark gegen den einschussbereiten Dest geklärt (10.), wenig später zappelte es dann aber im Netz von Valencia. Fati spielte einen einfachen Doppelpass mit Memphis und ließ das runde Leder dann mit einem satten Schuss in das lange Eck einschlagen – ein sehenswertes Tor zum 1:1 (13.).

Elfmeter nach Foul an Fati: Memphis verwandelt sicher

Die Katalanen agierten weitestgehend bestimmend, hatten mehr Ballanteile und entwickelten den größeren Zug zum gegnerischen Gehäuse, nahmen sich phasenweise allerdings auch ihre Auszeiten, in denen das Team von José Bordalás zu dem einen oder anderen Vorstoß kam.

Auf Seiten Barças mangelte es nach dem Ausgleichstreffer an wirklich nennenswerten Gelegenheiten. Trotzdem gelang es der Koeman-Elf noch vor dem Seitenwechsel, die Partie zu drehen und in Führung zu gehen. Fati wurde unmittelbar vor dem Fünfmeterraum im Strafraum zu Fall gebracht, Schiedsrichter Jesús Gil Manzano zeigte auf den Punkt (39.). Den diskutablen Elfmeter wuchtete Memphis zum 2:1 unhaltbar in das rechte Eck (41.), die 2:1-Pausenführung für die Hausherren.

FC Barcelona nach Seitenwechsel passiver

Zum Wiederanpfiff wollten besonders die Fledermäuse es wissen. Valencia kam forsch aus der Kabine, trat offensiv zunehmend in Erscheinung – und das auch gefährlich. Erst hatte Barca Glück, dass ein Schuss von Carlos Solér nur an den linken Innenpfosten ging (53.), wenig später bewahrte Ter Stegen sein Team vor einem weiteren Gegentor, indem er einen harten Schuss von Gonçalo Guedes mit dem linken Arm parierte (57.).

Die Blaugrana war zuvor durch Fati zu einer nennenswerten Gelegenheit gekommen, der Youngster mit der Nummer 10 hatte seinen Doppelpack aber verpasst, weil Ex-Barça-Keeper Cillessen im kurzen Eck auf dem Posten war (50.). Nach knapp einer Stunde nahm Koeman ihn vom Feld, brachte dafür Philippe Coutinho (59.). In einer Phase, in der Valencia stärker wurde, sollte der Brasilianer als frische Kraft den ermüdeten Angriff offensichtlich etwas beleben.

Eingewechselter Coutinho entscheidet Partie

Barcelona agierte im Spiel nach vorne aber auch weiterhin zumeist behäbig, kontrollierte die Partie zunehmen aber immerhin besser, während Valencias Anfangsschwung in Durchgang eins merklich nachließ.

Chancen waren in der Schlussphase Mangelware, bis ebenjener Coutinho in der 85. Minute alles klar machte. Der Brasilianer kam zentral vor dem Tor völlig frei an den Ball und zum Abschluss und markierte so das entscheidende 3:1 – man sah Coutinho beim Torjubel anschließend die Erleichterung und Befreiung richtiggehend an.

Agüero feiert Debüt für Barcelona

Positiv auch: In der 87. feierte Sergio Agüero sein Pflichtspiel-Debüt für Barça, der bislang verletzt ausgefallene Sommer-Neuzugang ersetzte Dest. Zuvor waren bereits Nico González für Gavi und Óscar Mingueza für Roberto gekommen (71.).

Nach wettbewerbsübergreifend zwei empfindlichen Pleiten in Folge (0:3 gegen Benfica, 0:2 gegen Atlético) verbucht Barça mal wieder einen Erfolg. Ob der positive Trend jetzt gegen Dynamo Kiew und Real Madrid aber auch anhalten wird? Nötig hätten die Katalanen es allemal.

UMFRAGE: Barça jubelt gegen Valencia: Wer war euer Man of the Match?

Filip Knopp
Redakteur und Sportjournalist

5 Kommentare

  1. Mit Fati sieht die Offensive nun ganz anders aus. Wenn jetzt auch noch Aguero und Dembélé hinzukommen, haben wir auch wieder eine starke Offensive. Und wenn alle wieder zurück sind, wird es wichtig sein, dass wir endlich eine klare Stammelf haben, die sich auch einspielen kann. Kann mir gut vorstellen, dass diese aus Fati, Depay und Aguero bestehen wird. Fati und Aguero als Doppelspitzen und Depay als 10er oder so. Aber mit Coutinho und Dembélé werden wir da noch ganz andere Möglichkeiten haben.

    Allerdings bin ich weiterhin nicht überzeugt von Koeman! Der Sieg heute ändert daran kein bisschen was, denn spielerisch war das nicht sonderlich gut: Wir pressen total kopflos, einfach drauf los, kein Plan, nichts dahinter. Die Defensive wirkte zu keiner Sekunde stabil und die Gegner schaffen es auch weiterhin, mit bloß einfachen zwei Pässen unsere ersten Ketten komplett zu durchbrechen und gefährlich vors Gehäuse zu kommen. Valencia hatte heute kein gutes Spiel, waren aber trotzdem ständig gefährlich…

  2. Na ja, so ganz stimme ich da nicht zu.

    Offensiv war das natürlich schon besser. Fast jedes Mal, wenn wir den Ball hatten, waren wir gefährlich. Offensiv kam es mir zumindest auch nicht planlos vor. Aber der Plan ist halt auch nur aufgegangen, weil wir mehr gute und v. a. vertikale Spieler auf dem Platz hatten (deshalb haben Depay und De Jong auch bis zum Schluss gespielt). Nur mit denen, kann Koeman ein einigermassen anständiges Spiel hinkriegen. Ohne solche Spieler ist er überfordert, weil er denkt, dass im Fussball nur die gewinnen, die qualitativ besser sind und er keine Ahnung hat, dass es noch Taktik gibt.
    Wenn wir heute nicht Fati und Alba gehabt hätten, wäre das Resultat nie so ausgefallen – eher so in den letzten Spielen.

    Und defensiv wars wieder mal einfach grottenschlecht. Da ist einfach null Organisation vorhanden, nicht einmal ein defensiver Plan, da laufen alle irgendwo hin und schlussendlich gibts im Zentrum riesige Räume, die man dann einfach so durchbrechen kann. In der zweiten Halbzeit war das einfach so was von peinlich! …

    Und dann bei gegnerischem Pressing gibts einfach keine anderen Ideen als den Ball möglichst weit weg zu schlagen und ihn wieder dem Gegner zu geben…

    Ganz zu schweigen von unserem Pressing. Das ist völlig inexistent. Das regt mich an Koemans Barça am meisten auf. Ein gutes Pressing aufziehen kann jedes Team. Es spielt keine Rolle, wieviel Qualität vorhanden ist. Dazu braucht es nicht Fati oder Dembele. Das können auch Teams wie Real Sociedad und mit Erfolg.
    Stattdessen, kann man jedes Mal toben, wie jeder Gegner einfach ungestört sein Spiel aufbauen kann.

- Anzeige -

AKTUELLE USER-KOMMENTARE