Spielanalyse | FC Barcelona – Celta Vigo: Barça scheitert an sich selbst

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Nach dem Topspiel beim FC Valencia stand für den FC Barcelona das Heimspiel gegen Celta Vigo an. Das Team von Rückkehrer Juan Carlos Unzué schaffte es letztlich einen Punkt aus dem Camp Nou zu entführen, was neben ihrer eigenen Leistung aber vor allem an Barças mangelhafter Chancenverwertung lag.

Erste Halbzeit

Die Blaugrana startete sehr spielfreudig und hatte zunächst alles im Griff. Man kombinierte gefällig und kam auch zu dem ein oder anderen Abschluss, ohne aber wirklich gefährlich zu werden. Nach ungefähr zehn Minuten gelang es Celta zum ersten Mal gefährlich zu kontern und dies zog sich dann mehr oder weniger durch das gesamte Spiel. Gerade durch Sisto, der immer wieder in der Lage war direkte Duelle zu gewinnen und dann nach innen zu ziehen, entstanden einige gute Kontermöglichkeiten. Zu zwingenden Chancen kam es aber nur vier Mal, vor allem deshalb, weil Jordi Alba extrem viele Bälle erlief und die Chancen somit im Keim erstickte. Beim 0:1 stimmte Barças Zuordnung beim Pressing nicht. Im Endeffekt standen drei Angreifer gegen zwei Innenverteidiger. Umtiti rückte auf den ballführenden Spieler, bekam aber den Ball nicht und auch der herausgerückte Piqué war letztlich machtlos. Barça reagierte allerdings super auf dieses Gegentor und erzielte nur zwei Minuten später den Ausgleich nach einer schönen Kombination über Messi, Iniesta, Suárez und Paulinho, dann wieder hin zu Messi, der vollendete. In der Folge drückten die Katalanen auf das 2:1, vergaben aber einige gute Möglichkeiten und hatten einmal sehr großes Pech, als ein Treffer von Suárez zu Unrecht wegen Abseits aberkannt wurde. Celta blieb gleichzeitig aber bei Kontern weiterhin gefährlich, was für ein sehr unterhaltsames Spiel sorgte.

Zweite Halbzeit

Nach der Pause wurde das Spiel etwas ruhiger. Die Gastgeber hatten das Geschehen im Griff und unterbanden praktisch jeden Konterversuch recht schnell. Jedoch kam man selbst auch zu kaum echten Chancen. Doch die Mannen von Ernesto Valverde spielten geduldig und wurden dafür mit dem 2:1 belohnt. Messi spielte Alba frei, der mustergültig für Suárez auflegte. Nach diesem Tor wirkte es so, als gehe es mit den Gästen dahin. Celta verlor unglaublich viele leichte Bälle und geriet regelrecht unter Dauerbeschuss. Allerdings wollte der Ball nicht reingehen und so kam es dann dazu, dass der Ausgleich fiel. Besonders bitter hierbei ist die Tatsache, dass dieses Tor ohne die Verletzung von Umtiti so niemals gefallen wäre. Der Franzose verletzte sich in einem Sprintduell mit Aspas und nur deshalb kam es überhaupt zu er Chance, die die Gäste in der Folge jedoch gut ausspielten. In der Schlussphase warf Barça alles nach vorne und hatte weitere gute Möglichkeiten, speziell durch Piqué und Messi, die eigentlich treffen mussten, es aber nicht taten. In dieser Phase kam Celta noch zu einer Großchance, die aber stark von ter Stegen vereitelt wurde.

Fazit

Wie schon gegen Valencia steht unterm Strich ein richtig gutes Spiel, aber eben leider kein Sieg. Defensiv hätte Barça stabiler stehen können, jedoch war man offensiv sehr gut und hätte mit Leichtigkeit drei oder vier Tore mehr erzielen können. Darüber hinaus wurde Suárez noch ein völlig reguläres Tor aberkannt, was sehr ärgerlich war. Es gibt wie immer Verbesserungspotenzial, doch nach diesem Spiel kann man vor allem die Chancenverwertung kritisieren. Valverdes Vierermittelfeld funktionierte recht gut, mit und ohne Ball. Es wäre eventuell eine Überlegung wert gewesen, Denis Suárez anstelle von Ivan Rakitić spielen zu lassen, da diese Position in jenem Vierermittelfeld oft dazu führt, dass der jeweilige Spieler weit außen agieren muss. Rakitić macht das situativ gut, doch Denis Suárez ist ein Spieler, der gerade bei Villarreal sehr oft auf dem Flügel gespielt hat und daher unter Umständen besser für diese Position geeignet wäre.

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