Spielanalyse | FC Barcelona – Deportivo de La Coruña: El Clásico kann kommen

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Eine Woche vor dem Clásico stand für den FC Barcelona eine Pflichtaufgabe an. Deportivo gastierte im Camp Nou und im Endeffekt war es das von vielen erwartete, leichte Spiel. Kurz nach der Pause war alles entschieden, Barça spielte den Rest souverän herunter und konnte sich schon ein wenig für das Duell mit Real Madrid schonen. In die Torschützenliste trugen sich Luis Suárez und Paulinho ein, die jeweils zwei Treffer erzielt haben.

Erste Halbzeit

Direkt in den ersten Minuten kamen die Blaugranas zu einigen guten Chancen und einem Abseitstreffer. Man konnte schon erahnen, wohin die Reise in diesem Spiel gehen würde, allerdings änderte sich daraufhin das Bild erst einmal. Plötzlich kam Barça nicht mehr zu Chancen und hatte Schwierigkeiten, sich aus der eigenen Hälfte zu kombinieren. Die Gäste rückten sehr weit auf und stellten früh die Spieler des Tabellenführers zu. Somit war es schwierig, das Spiel gezielt aufzubauen, weshalb Barça auch immer wieder hängen blieb oder vorne mit zu wenigen Spielern auskommen musste. Dies gelang den Gästen circa zehn Minuten recht gut, allerdings schafften sie es nicht, zeitgleich selbst gefährlich zu werden. Barça hingegen blieb ruhig und probierte es einfach immer weiter und nach dem Austausch des verletzten Paco Alcácer wurde es dann auch wieder besser. Durch Aleix Vidal hatte man nun einen Spieler, der das Spiel breit machte und dadurch die gegnerische Defensive auseinander zog. Auch Suárez zog oftmals nach außen, wodurch im Zentrum viel Platz für Messi und Paulinho entstand.

Depor hatte eine mutige Herangehensweise, doch defensiv standen sie viel zu offen. Sie ließen die Zwischenräume fahrlässig frei und auch die Sechser schafften es nicht der Abwehr etwas Schutz zu bieten. Sie ließen sich zu oft mit ihren Gegenspielern wegziehen, herauslocken oder nach außen ziehen. Die Gäste verteidigten insgesamt zu naiv und hatten insgesamt noch Glück, dass die Blaugranas so unzählig oft den Pfosten trafen, denn dieses Spiel hätte eigentlich deutlich höher ausgehen müssen.

Durch die Treffer von Suárez und Paulinho stand es zur Pause schließlich 2:0 und es schien schon alles entschieden zu sein.

Zweite Halbzeit

Nach der Pause war es dann definitiv entschieden, als Suárez das 3:0 erzielte. Aleix Vidal, der zentral vor der Abwehr absolut unbedrängt war, konnte Sergi Roberto freispielen, der wiederum nicht angegangen wurde und der servierte Luis Suárez den Ball auf dem Silbertablett. Erstaunlich ist gewesen, wie passiv die Gäste verteidigten und auch wie oft sie in Konter hineinliefen. Es war eine sehr paradoxe Leistung, gerade weil diese fahrige Defensivarbeit teilweise an der mutigen Deckungsabsicht lag, man aber offensiv dennoch praktisch nichts zustande brachte. Was Dépor anbot, war weder Fisch, noch Fleisch und daher insgesamt keine Herausforderung für den FC Barcelona.

Die Katalanen machten ihre Sache gut. Das Umschaltspiel in beide Richtungen funktionierte und auch das Zusammenspiel in der Offensive wirkte insgesamt flüssig, schnell und gut aufeinander abgestimmt. Lediglich die Chancenverwertung war unterirdisch.

Fazit

Barça konnte vor dem Clásico drei Punkte einfahren, vier Tore erzielen, das eigene Tor sauber halten und kann somit mit einem guten Gefühl in die kommende Woche gehen. Lediglich der Ausfall von Paco Alcácer schmerzt, doch es wäre wahrscheinlich sowieso auf ein 4-4-2 im Clásico hinausgelaufen mit Paulinho als Hybrid zwischen Mittelfeld und Angriff. Will man im Estadio Santiago Bernabeu gewinnen, muss die Chancenverwertung allerdings besser sein, als gegen Dépor, wobei die meisten Großchancen glücklicherweise erst vergeben wurden, als das Spiel bereits entschieden war.

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