Spielanalyse | Sporting Gijón – FC Barcelona: Barça souverän im Nachholspiel

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Aufgrund der Klub-WM musste das Spiel zwischen dem FC Barcelona und Sporting Gijón verschoben werden. Dieses Spiel wurde nun nachgeholt und dabei gelang es der Blaugrana durch einen 3:1-Sieg den Vorsprung auf Atlético Madrid auf sechs Punkte zu erhöhen, während man nun schon sieben Punkte vor Real Madrid ist. Gijón spielte defensiv diszipliniert und hielt ordentlich dagegen, orientierte sich aber einmal zu sehr auf den Ball und ließ zu viele Räume zwischen den Ketten frei.

 {spielstand: h:Sporting Gijon a:FC Barcelona e:1:3}

Erste Halbzeit: Gijon bis zum 1:2 kompakt

Sporting Gijon startete in einem 4-4-1-1 System. Vor den beiden Viererketten agierte Castro und ganz vorne war meistens Alen Halilović. Der Plan war wohl, dass der junge Kroate mit seiner technischen Klasse den Ball solange hält, bis genügend Mitspieler nachgerückt sind, um dann den entscheidenden Pass in die Schnittstelle zu spielen, beziehungsweise einfach den Angriff fortzuführen. Damit dies möglich war, musste man zunächst einmal defensiv kompakt stehen, was man durch eine teils mannorientierte Deckung im Mittelfeld zu erreichen versuchte. Barças Achter wurden oft gedeckt, weshalb Lionel Messi schon ganz früh damit anfing, sich ins Zentrum fallen zu lassen, um dort für eine Überzahl zu sorgen. Im Laufe der ersten Halbzeit verschob die Blaugrana immer weiter nach vorne, bis irgendwann selbst die Innenverteidiger in der gegnerischen Hälfte standen. Die Achter gingen oft an die Grenze des Strafraums, um ihre Gegenspieler mitzuziehen und somit den Spielern hinter sich, wozu oft auch Messi und Neymar gehörten, Platz zu schaffen.
Dadurch, dass Gijón sich teilweise zu sehr auf die Manndeckung gegen die Achter versteifte, entstanden Lücken in der Mittelfeldkette, die Barça recht gut bespielte. Gerade Messi bewegte sich sehr gut in diesen Lücken und wurde dort auch immer wieder gefunden. Dass nicht nur Messi diese Zwischenräume besetzte, zeigte sich vor dem 2:1, als dort Luis Suárez stand. Gerard Piqué gelang es mit einem Pass vier Gegenspieler auszuhebeln und Suárez im Zwischenraum zu finden. Ab dann ging es sehr schnell im Direktspiel, was in Barças Führungstreffer endete. Gijon versuchte am Ende nur Suárez vom Tor fernzuhalten und ihn zu neutralisieren, ließ aber Messis Lauf komplett unbewacht, wodurch dieser mit viel zu viel Platz ausgestattet zum 2:1 traf.

Vor diesem Tor verteidigten die Gastgeber ziemlich ordentlich. Barça kam des Öfteren an der ersten Viererkette vorbei, doch bei der zweiten Kette bissen sie sich zunächst noch die Zähne aus. Nach dem 2:1 änderte sich das und die Blaugrana kam zu mehr Chancen, weil sie nun schneller und direkter spielten, womit Gijón einige Probleme hatte. Durch Barças fehlende Präzision im Abschluss, Cuellar und den Pfosten stand es zur Pause nur 2:1 und nicht schon 3:1.

Gijón gelang es zweimal im ersten Durchgang gut zu kontern. Den zweiten Konter nutzten sie, um den Ausgleich zu erzielen. Mathieu verlor vorne den Ball, was erneut zeigte, warum er als Linksverteidiger offensiv nicht geeignet ist. Er spielte zwar als Innenverteidiger, ging aber dieses eine Mal weit mit nach vorne, was an seine Vorstöße als Linksverteidiger erinnerte. Die Idee, Suárez anzuspielen, war zwar gut, doch der Pass war zu hart gespielt, was in einem Ballverlust endete. Besser wäre im Nachhinein betrachtet der einfachere Pass auf Neymar gewesen.
Gijón schaltete nach Ballgewinn schnell um. Zunächst spielten sie durch das Zentrum, wodurch auch Vidal sich zentral orientieren musste. Im richtigen Moment ging der Ball dann nach außen, wo aufgrund Vidals zentralere Positionierung viel Platz vorhanden war. Die folgende Hereingabe endete im Ausgleich. Busquets ließ Castro zu viel Platz und der bestrafte es. Adriano kann man hierbei zum Vorwurf machen, dass er den ganzen Angriff lang nur zurückgetrabt ist und dadurch nicht auf seiner Position war, sondern Busquets. Da Mathieu nach vorne marschierte, hätte Adriano direkt zur Absicherung weiter hinten bleiben können, wodurch man defensiv eine höhere Stabilität gewahrt hätte.

Zweite Halbzeit: Barça macht den Sack zu

Im zweiten Durchgang stand Barça defensiv sehr gut. Neben einem Distanzschuss gab es lediglich eine weitere gefährliche Szene durch Halilović. Die Barça-Leihgabe eroberte nach einem Fehler von Arda Turan den Ball und drang in den Strafraum ein, wo der Türke seinen Fehler allerdings wieder gut machte und die Situation klärte.
Die Blaugrana hatte das Spiel im Griff und spielte gut nach vorne. Sie wollten schnellstmöglich das 3:1 machen, um Gijóns Willen zu brechen und das Spiel vorzuentscheiden. Nach einem sehr schnellen Konter foulte Cuellar Neymar, was einen Elfmeter zur Folge hatte. Luis Suárez vergab jedoch, machte dies aber nur wenige Minuten später mit einem fantastischen Schlenzer zum 3:1 wieder gut. Aleix Vidal spielte einen guten Pass in den Strafraum zum Uruguayer, der sich mit ein wenig Ballglück gegen zwei Gegenspieler durchgesetzt hat und den Ball dann mit links unhaltbar an den Innenpfosten setzte, von wo aus die Kugel ins Tor sprang.
In der Folge ließ Barça den Ball gut laufen, wodurch man Sporting Gijón vom eigenen Tor fernhielt und selbst noch das ein oder andere Mal gefährlich wurde. Zu einem weiteren Tor reichte es nicht, aber dennoch steht unterm Strich ein hochverdienter 3:1-Sieg, der Barças Vorsprung an der Tabellenspitze auf die direkten Verfolger wachsen ließ.

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