Stimmen | Jordi Alba über die Pfiffe: “Die Fans müssen mich respektieren”

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Durch ein spätes Elfmeter-Tor konnte der FC Barcelona zu Hause mit 1:0 gegen Real Sociedad gewinnen. Das große Thema nach dem Spiel war aber das Verhalten von Co-Trainer Eder Sarabia während des Clásicos. Auch Sarabia selbst nahm dazu vor dem Spiel Stellung, während Jordi Alba sauer war. Die Stimmen.

Quique Setién: “Wir wussten, dass es sehr schwierig werden würde, denn La Real ist ein außergewöhnlich gut funktionierendes Team, das viele Dinge gut macht. Sie haben einen guten Spielaufbau, viel Qualität und sind die intensivste Mannschaft der Liga. Sie hatten einen guten Lauf, es war ein kompliziertes Spiel.”

“Ich bin sehr zufrieden mit dem Sieg, weil es ein sehr schweres Spiel war. In der ersten Halbzeit hatten wir eine gute Phase und haben uns Chancen erspielt, als wir Druck gemacht haben. In der zweiten Halbzeit weiß ich nicht genau, ob uns vielleicht Selbstvertrauen gefehlt hat, wir haben uns einige Zeit nicht gut darauf eingestellt. Wir haben irgendwann gelitten, aber wir hatten auch unserere Chancen. Es stimmt, dass wir wegen einer [VAR-]Überprüfung gewonnen haben, aber wir hatten Chancen. Wenn wir diese nutzen, dann brauchen wir die VAR-Prüfung gar nicht.”

“Am Schluss hatten wir mehrere Spieler mit Problemen: Gerard hat einen Schlag abbekommen; Busquets, der gestern Nacht Magenprobleme bekam; Martin, der müde war…”

…über Martin Braithwaites Leistung: “Er hat sehr gut begonnen. Er war eine Bedrohung, ein sicherer Fußballer. Wir wussten, dass Real Sociedad Räume hinter der Abwehr freilassen würde. Er hat sich verausgabt, ich bin mit ihm sehr zufrieden.”

…angesprochen auf die Pfiffe: “Die Fans unterschätzen La Real vielleicht ein wenig. Sie verdienen ein großes Lob für die Saison, die sie spielen.”

…angesprochen auf Real Sociedads Taktik gegen Messis Freistoß: “Das war eine gute Idee, aber sowas kann auch die Sicht für den Torhüter verdecken. Es ist aber vollkommen in Ordnung, über neue, originelle Arten nachzudenken.”

 

 

Gerard Piqué: “Wir wussten, dass es ein hartes Spiel werden würde, weil wir gerade erst im Bernabéu verloren haben und sie (La Real) eine spektakuläre Saison spielen. Sie spielen einen guten Fußball mit vielen schnellen Spielern. Wir versuchen auch Fußball zu spielen, dann gab es das Handspiel und das hat uns drei Punkte gebracht. Ich habe das Handspiel gesehen und deswegen dem Schiedsrichter Bescheid gesagt.”

…angesprochen auf Eder Sarabia: “Wenn der Verein schwächelt, wird halt über so etwas gesprochen. Davor wurde auch mal darüber diskutiert, dass wir nach dem Aufwärmen keinen Kreis gebildet hatten. Das lag aber nicht daran, dass schlechte Stimmung herrschte, sondern weil uns einfach nicht danach war. Was Eder im Bernabéu gemacht hat, war vollkommen normal, er hatte halt viel Adrenalin. Er hat sich dafür entschuldigt, aber nicht bei uns Spielern, uns ist sowas egal. Wir mögen solche Intensität von der Bank.”

Guillermo Amor: “Es ist immer wichtig, Erster zu sein. Wir müssen jetzt vorlegen und einfach gewinnen, egal ob wir besser oder schlechter spielen. Warten wir jetzt mal ab, was Real Madrid gegen Betis macht. Das ist auch eine gute Mannschaft, wie La Real heute. Und dann werden wir uns auf das Spiel auf Mallorca vorbereiten.”

…angesprochen auf Martin Braithwaites Startelf-Debüt“Er war sehr aktiv, sehr schnell, hat ein gutes Niveau am Ball gezeigt und nur wenige Bälle verloren. In der zweiten Halbzeit wurde es dann schwerer, weil wir weniger den Ball hatten. Er wurde dann zwar ausgewechselt, aber er hat ein gutes Niveau gezeigt. Die Fans haben ihm applaudiert, weil er hier einen guten Start hatte. Gegen Eibar war er an zwei Toren beteiligt und auch in Madrid war er gut. Er ist ein seriöser Profi und will sich verbessern.”

Eder Sarabia vor der Partie über seine verbalen Entgleisungen: “Der Mister hat es schon klar gesagt: Mein Wesenszug wird sich nicht ändern, es geht bei diesem Thema mehr um die Umgangsformen als um den [charakterlichen] Hintergrund. Es stimmt, man muss ein Vorbild sein, gegenüber vielen Leuten und natürlich den Kindern. Aber ich bin stolz darauf, der zu sein, der ich bin. Ich werde den Fußball weiterhin auf intensive Art und Weise leben.”

Jordi Alba, angesprochen auf Eder Sarabia: “Es wirkt fast so, als hätte Sarabia jemanden umgebracht. Kann der Trainerstab sich denn nicht so ausdrücken, wie er möchte? Er lebt die Spiele intensiv, aber er hat doch niemandem gegenüber mangelnden Respekt gezeigt. Ich hätte es genauso gemacht in seiner Situation, vielleicht auch schlimmer. Wir Spieler sind von ihm nicht genervt.”

…angesprochen auf seinen Torjubel: “Das war nichts, es ist alles in Ordnung. Ich respektiere die Fans, aber sie müssen auch mich respektieren. Ich mag es nicht, dass sie nach 15 Minuten pfeifen, während es 0:0 steht. Niemand mag es, wenn das Publikum gegen uns ist. Ich verstehe zum Teil die Wut der Leute, ich hoffe, dass sie uns unterstützen, um besser zu werden. Mich macht wütend, dass wir kritisiert werden, wenn wir doch die Ersten sind, die wollen, dass alles gut klappt. Es stimmt, dass wir einiges verbessern müssen, aber die Stimmung in der Mannschaft ist gut.”

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