Vor Atlético-Duell: Koeman spricht über Luis Suarez & Ansu Fati – Sperre „etwas Persönliches“

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Ronald Koeman sprach bei der Pressekonferenz vor dem Top-Duell in La Liga mit Atlético unter anderem über die Bedeutung der Begegnung im Meisterkampf. Zudem äußerte sich der 58-Jährige zu der Zukunft von Lionel Messi und der erneuten Operation bei Ansu Fati. Was seine Zwei-Spiele-Sperre betrifft, wittert er weiterhin einen Komplott.

Spitzenspiel in La Liga! Vor dem 35. Spieltag gegen Tabellenführer Atlético Madrid (Samstag, 16:15 Uhr, live im Ticker auf Barçawelt.de

) hat Barcelonas Trainer Ronald Koeman am Freitagmittag den Journalisten Rede und Antwort gestanden. 

Ronald Koeman…

…über das Duell mit Atlético: „Wir sind zwei sehr gute Mannschaften, die mit zwei weiteren Teams um den Titel kämpfen. Man kann Atlético und uns nicht vergleichen, weil wir einen unterschiedlichen Spielstil haben. Es gibt mehrere Arten, erfolgreich zu sein. Wir müssen mit dem Ball ein gutes Spiel machen, denn Atlético ist ein Team, das hinten kompakt steht und gut verteidigt. Von daher müssen wir am Ball sehr gut sein, um zu versuchen, Chancen zu kreieren und effektiv zu sein. Die Trainingswoche war nicht anders als andere. Wir haben unsere Gespräche geführt, über den Gegner geredet, morgen werden wir uns auch noch mal unterhalten. Jeder weiß um die Bedeutung der Partie.“

…über den Titelkampf: „Im Laufe einer Saison gibt es immer Höhen und Tiefen, das ist bei jeder Mannschaft so. Wir haben viele Punkte gut gemacht, damit wir dort sein konnten, wo wir jetzt stehen. Vor drei, vier Monaten hatten wir es nicht erwartet, um die Meisterschaft kämpfen zu können. Bei unserer Partie und dem Aufeinandertreffen zwischen Madrid und Sevilla kann es ein Spieltag sein, an dem ein Klub einen wichtigen Schritt machen kann. Wir müssen mental stark sein, gut spielen und aggressiv sein, wenn wir den Ball nicht haben. Wir sind überzeugt, dass wir ein gutes Spiel machen werden.“

…über eine mögliche Entscheidung der Meisterschaft an diesem Wochenende: „Ich glaube nicht, dass das morgige Ergebnis entscheidend sein wird, denn danach verbleiben immer noch drei Spiele – sowohl für uns als auch für die anderen. Es ist wichtig, klar, aber nicht entscheidend. Ich denke weiterhin, dass man alle Spiele gewinnen muss, um Meister zu werden. Wenn wir alle vier verbleibenden Spiele gewinnen, werden wir Meister, davon bin ich überzeugt.“

 

…über das Team-Treffen im Haus von Lionel Messi trotz der Corona-Pandemie, was noch zu einer Strafe führen könnte: „Es ist nicht der Moment, um über dieses Thema zu reden, denn das Spiel ist das Wichtigste. Ich verstehe diese Frage, aber für mich ist es nicht der Moment, darauf zu antworten.“

…über eine mögliche Reduzierung seiner persönlichen Sperre, sodass er bei dem Atlético-Spiel an der Seitenlinie stehen könnte: „Es wäre wichtig für mich, dabei zu sein. Ich verstehe nicht, warum es mit der Entscheidung so lange dauert. Wenn ich dabei sein kann – gut. Ich bin der Trainer und ich mag es, am Platz zu sein. Und wenn nicht, dann ist es so wie gegen Valencia, wo es gut gelaufen ist. Der Trainerstab ist gut genug, um die Dinge zu bewältigen. Wir arbeiten sehr lange zusammen. Unsere Ideen sind daher die gleichen. Man muss sich nicht verrückt machen, wenn ich nicht dabei bin.“

…über seine Rote Karte und Sperre: „Ich habe den Eindruck, dass es etwas Persönliches ist. ‚Was für eine Persönlichkeit‘ auf Spanisch zu sagen ist aus meiner Sicht keine Beleidigung und kein Grund, jemanden für zwei Spiele zu sperren. Daher glaube ich, dass mehr dahintersteckt.“

…über Luis Suárez, der mit Atlético auf seinen Ex-Klub trifft: „Es ist sicherlich für den Spieler etwas seltsam, aber auch für Spieler unserer Mannschaft. Er spielte ja lange für Barça. Aber wir sind Profis, jeder versucht, das Beste für sein Team zu geben. Wir müssen uns auf diesen und auch auf die anderen Spieler konzentrieren. Es ist eine normale Partie für mich.“

…über den Schiedsrichter gegen Atlético: „Generell schickt der Verband die besten Schiedsrichter in solche Partien. Man muss nun schauen, ob er richtige Entscheidungen trifft, sollte wiederum aber auch nicht zu sehr darauf schauen. Ändern kann man ohnehin nichts. Man muss an sich selbst denken, das Spiel planen. Hoffentlich sind die Entscheidungen des Schiedsrichters fair – sowohl für uns als auch für Atlético.“

 

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…über Ansu Fati, der am Donnerstag abermals am Meniskus operiert wurde: „Ich habe mit Ansu danach nicht geredet, dafür aber vor seiner Reise. Ich habe mit unserem Arzt gestern Abend nach der Operation gesprochen. Der arme Junge macht eine lange Leidenszeit durch. Einiges ist nicht gut verlaufen, mehr will ich nicht darauf eingehen. Es sind nun fünf, sechs Monate, was eine lange Zeit ist. Wichtig ist nun, dass er sich gut erholt und zur nächsten Saison – leider erst dann – wieder bei uns ist. Mit ihm fehlt uns ein wichtiger Spieler.“

…über Ousmane Dembélé, der gegen den FC Valencia nicht spielte: „Ich zähle auf alle Spieler, die im Kader stehen. Dass er gegen Valencia nicht spielte, war eine Entscheidung des Trainers, nachdem wir eine Analyse vorgenommen haben. Wir brauchen alle Spieler. Morgen werden wir auch das Team aufstellen, das nach unserer Ansicht das beste ist, damit wir gewinnen.“

…über das nach dem Champions-League-Aus womöglich nun in der Liga angeschlagene Real Madrid: „Das glaube ich nicht. Es sind Dinge, die man akzeptieren muss, man muss dann einfach weitermachen. Ich denke nicht, dass es einen Einfluss auf die letzten Spiele der Meisterschaft hat.“

…über Lionel Messi und dessen taktische Kenntnisse: „Er ist seit vielen Jahren hier und als wir uns vergangenen Sommer vor der Saison miteinander unterhielten, merkte ich, dass ihn die Taktik der Mannschaft interessiert. Er ist zum einen ein Spieler mit einer hohen Qualität – der dazu nicht nur an sich selbst, sondern auch an die anderen denkt. Er denkt an den Fußball und daran, wie eine Mannschaft ihre Leistung zeigen und erfolgreich sein kann.“

…über die Zukunft von Messi und seinen Einfluss auf die Planung der nächsten Saison: „Wie ich einige Male gesagt habe: Das Beste für uns ist, wenn Leo bleibt. Er ist der Beste der Welt. Jeder Trainer spricht mit den Leuten in seinem Klub über die Saisonvorbereitung, über Transfers, über Schwachstellen, wo man die Mannschaft verbessern muss. Das ist normal, das machen alle Trainer.“

Mehr zu Messis Vertragssituation beim FC Barcelona:

Filip Knopp
Redakteur und Sportjournalist
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