Vorschau | Erneuter Einsatz von Piqué gegen das formschwache Cádiz?

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Der FC Barcelona empfängt am Sonntagnachmittag den FC Cádiz im Camp Nou. Gegen formschwache Gäste muss Ronald Koeman dafür sorgen, dass die Spieler Dynamik in das Spiel bringen, um die defensiven Andalusier zu knacken. Auch ein Einsatz Gerard Piqués muss gut abgewogen werden. Die Vorschau zum Spiel Barcelona gegen Cadiz.

Die Suche nach Dynamik im Spiel 

Nach der 1:4-Klatsche in der Champions League gegen Paris Saint-Germain kehrt der FC Barcelona nun zum Ligaalltag zurück. Ob Ronald Koeman die Rotationsmaschine anschmeißt, ist dabei unklar; vor allem mit dem Blick auf die kommenden Spiele der Katalanen. Unter der Woche tritt man schon wieder zum Nachholspiel gegen Elche an, bevor zwei Spiele binnen fünf Tagen gegen den FC Sevilla anstehen, wo Koeman wohl seine bestmögliche Elf auf das Spielfeld schicken wird.

Gegen Cádiz muss der Niederländer also nun bei mehreren Spielern das Risiko einer möglichen Überbelastung richtig einschätzen. Vor allem die Personalie Gerard Piqué steht unter der Beobachtung der Culés. So wurde der Abwehrchef unmittelbar nach seiner Rückkehr in das Mannschaftstraining für den Spieltagskader gegen Paris nominiert und von Beginn an eingesetzt. Ob er gegen die Andalusier nun wieder aufläuft, um in den Spielrhythmus zu kommen, oder geschont wird, um keine Überbelastung zu provozieren, muss Koeman nun abwägen.

Zudem werden die Culés gespannt darauf schauen, ob Sergiño Dest oder Oscar Mingueza auf der Rechtsverteidigerposition starten wird. Gegen ein defensiv eingestelltes Team von Álvaro Cervera – kein Team in La Liga hat weniger Ballbesitz (38 Prozent) als Cadiz – benötigt es in der Regel eine dynamische Spielweise, um Löcher in die Ketten der Gäste zu reißen, gerade natürlich über die Flügel. Etwas, was Barcelona bei der überraschenden 1:2-Niederlage im ersten Aufeinandertreffen in Cadiz schon nicht gut gemacht hat.

Barça wird an der Herangehensweise im Spiel gegen Deportivo Alavés (5:1) anknüpfen müssen. In dieser Partie wurde unter anderem mit dem emsigen Auftreten von Riqui Puig, Ilaix Moriba und auch dem eingewechselten Pedri die Hintermannschaft von Alavés erfolgreich geknackt. Gut möglich also, dass auch gegen Cádiz diese Spieler zum Einsatz kommen. 

 

Schlüsselspieler Negredo

Vorne bedarf es also viel Dynamik gegen den dichten Abwehrriegel der Andalusier, hinten einiger Aufmerksamkeit gegen die Nadelstiche des Aufsteigers, der gerne tief steht und kontert. Gerade auf Álvaro Negredo müssen die Katalanen am Sonntag enorm aufpassen. Mit sechs Treffern und drei Vorlagen ist der 35-Jährige an fast der Hälfte der bisher 20 erzielten Tore der Gäste direkt beteiligt gewesen. Sobald der Stürmer im letzten Drittel des Spielfeldes den Ball am Fuß hat, ist also Vorsicht angesagt. Mit seiner robusten Spielweise stellte er schon einige Verteidiger vor große Probleme. Wenn Koeman dem entgegen wirken möchte, wäre eine Aufstellung von Piqué am sinnvollsten, so hielt der 34-Jährige vor seiner Verletzung als einer der wenigen gegen aggressive Gegner mit gleichen Mitteln dagegen. 

Dennoch sollte man Negredos Mitspieler in der Offensivabteilung auf keinen Fall vernachlässigen, so zieht der Stürmer häufig mehrere Abwehrspieler auf sich, um somit Platz für seine Kollegen zu schaffen. Vor allem Choco Lozano (drei Tore und zwei Assists) sollte unter ständiger Beobachtung der Hintermannschaft Barças sein. Abseits der Tore und Vorlagen gilt Zielspieler Negredo durch seine kämpferische Art als absolute Identifikationsfigur für den Außenseiter aus der Hafenstadt an der Atlantikküste.

Formschwaches Cádiz

Was zu Beginn der Saison noch als schwer zu knackendes Bollwerk galt, hat sich in den letzten Wochen zur Schwachstelle der Andalusier entwickelt. Trotz defensiver Herangehensweise kassierte Cádiz in den letzten fünf Ligaspielen 17 Gegentreffer. Zuletzt vier gegen den Athletic Club aus Bilbao, Real Sociedad und Atlético Madrid; davor drei gegen Sevilla und zwei gegen Levante. Einen Sieg konnte man übrigens in keiner dieser Partien feiern. All diese Gegner des gelben U-Bootes konnten mit schnell aufgezogenen Passstafetten das vermeintliche Bollwerk aushebeln. Durch schnell gespielte Bälle zwischen den Ketten zeigte man sich zuletzt äußerst desorientiert und ohne jegliche Zuordnung, wenn der Gegner schwungvoll gen Strafraum vorstieß. Auch bei Schnittstellenpässen aus dem Mittelfeld heraus hatte die Truppe von Álvaro Cervera zuletzt so seine Probleme. 

Durch die aktuelle Form rutschte der FC Cádiz nun auch wieder in den Abstiegskampf; lediglich drei Punkte trennen sie noch von Platz 18. Am Sonntag ist der FC Barcelona nach der Pleite in der Champions League gewillt, wieder an die gute Form in La Liga (sieben Siege aus den letzten sieben Partien) anzuknüpfen.

“Nach einer Niederlage ist es immer gut, schnell wieder ein Spiel zu haben – damit wir zeigen können, dass wir besser Fußball spielen können, um wir ein besseres Ergebnis erzielen”, sagte auch Ronald Koeman auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen Cadiz. “Wir haben in La Liga einen guten Lauf, darauf müssen wir aufbauen und so weitermachen. Meine Mannschaft ist sehr ehrgeizig und will eine Reaktion zeigen.” Zudem ist die Chance groß, Boden auf Spitzenreiter Atlético gut zu machen. Die Rojiblancos patzten nämlich am Samstagnachmittag und kassierten eine überraschende 0:2-Heimpleite gegen UD Levante.

 

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