Zurück zum Liga-Alltag: Hält Barças Serie gegen den FC Getafe an?

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Nach der Länderspielunterbrechung steht für den FC Barcelona die nächste La-Liga-Partie an. Gegen den FC Getafe erwartet Trainer Ronald Koeman „kein leichtes Spiel“. Aufgrund der Reisestrapazen seiner Nationalspieler muss er möglicherweise seine Anfangsformation ändern.

Rund zwei Wochen Länderspielpause liegen hinter dem FC Barcelona, am Samstagabend kehrt die Elf von Trainer Ronald Koeman mit einem Gastspiel beim FC Getafe (21 Uhr) in den Liga-Alltag zurück. Am 6. Spieltag der laufenden Saison reist Barça in die Madrider Vorstadt und möchte dort seine Serie von ungeschlagenen Partien gegen die Azulones, gegen die die Blaugrana seit 17 Pflichtspielen nicht mehr verloren hat, weiter ausbauen.

Dem Coach der Katalanen bleibt vor dem anstehenden Kräftemessen jedoch nicht viel Zeit für eine optimale Vorbereitung, schließlich kehren erst nach und nach die abgestellten Akteure ins Mannschaftstraining zurück – dafür konnten die in Barcelona gebliebenen Profis an ihrer Fitness arbeiten und sich in den Vordergrund spielen.

 

Zurück zum Alltag

Nach zwei Siegen und einem Unentschieden zu Beginn der neuen Spielzeit sorgte die Länderspielpause für eine vorläufige Unterbrechung des Liga-Alltags – und wird das Mitte November sogar noch ein weiteres Mal tun. Keine einfache Situation für die Spieler und das Trainerteam, die eigentlich jede Zeit benötigen, um sich zu finden – besonders für die Herausforderungen zum Ende der Saison.

Am Mittwochabend waren mit Antoine Griezmann, Clément Lenglet, Frenkie de Jong, Miralem Pjanic sowie Martin Braithwaite die letzten Barça-Akteure mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften im Einsatz. Bereits zuvor gingen weitere Akteure anderswo auf Punktejagd.

Die argentinische Elf um Lionel Messi stellte sich beispielsweise in Bolivien in über 3.500 Metern Höhe den schwierigen Bedingungen in La Paz. Auch Philippe Coutinho (Brasilien) und Ronald Araújo (Uruguay) waren in der WM-Qualifikation in Südamerika aktiv. Dagegen trat unter anderem das Trio Ansu Fati, Sergio Busquets und Sergi Roberto mit der spanischen Auswahl in der Ukraine an. 

Reisestrapazen und ein eng getakteter Terminkalender gestalten die Vorbereitung auf die Rückkehr in den Liga-Alltag schwierig. „Die Spiele der Nationalmannschaften im Oktober diesen Jahres werden uns Zeit geben, unsere Gegner zu analysieren und die nächsten Spiele vorzubereiten“, erkannte Koeman zuletzt in einem Interview jedoch auch Positives an der Situation. „Zuerst kommt Getafe, ein kompliziertes Team, es wird kein leichtes Spiel sein. Wir müssen uns auf ein kompliziertes Spiel vorbereiten“, verriert der Niederländer außerdem. Dabei stimmt aber nicht nur der bisherige Start in die neue Saison die Mannschaft optimistisch, sondern auch die Tatsache, dass Barça seit inzwischen neun Jahren nicht mehr in der Madrider Vorstadt verloren hat.

Dest möglicherweise in der Startelf

Inwieweit die Reisen zur Nationalmannschaft die Profis im bevorstehenden Duell beeinflussen und den Coach über die Auswahl seiner Elf grübeln lassen, wird sich zeigen – schließlich steht in der Woche darauf nicht nur ein Champions-League-Spiel gegen Ferencváros Budapest, sondern auch der Clásico gegen Real Madrid an.

Aufgrund der Personalsituation auf der linken Außenverteidigerposition könnte Neuzugang Sergiño Dest seinen ersten Start für Barça feiern. Bereits gegen den FC Sevilla sammelte der US-Amerikaner einige Minuten. Jordi Alba steht nach seiner Muskelverletzung zwar wieder auf dem Trainingsplatz, ist am Wochenende aber wohl noch keine Option.

Derweil steht auch Júnior Firpo nicht zur Verfügung, während mögliche Einsätze von Pjanic und Francisco Trincão fraglich sind. Der Bosnier hat im Länderspiel gegen Polen einen Schlag auf den Rücken bekommen und konnte deshalb nicht am Donnerstagstraining der Katalanen teilnehmen, während Trincãos PCR-Testergebnisse noch ausstehen, nachdem er direkten Kontakt zu dem positiv auf das Coronavirus getesteten Cristiano Ronaldo hatte. Dagegen zeigte sich Ousmane Dembélé zuletzt hungrig und schuftete auch an trainingsfreien Tagen.

Bordalás führt Weg in Getafe fort

Möglicherweise kann der Franzose in der anstehenden Partie den Unterschied gegen das Defensivkollektiv aus Getafe machen. Der Madrider Vorstadtklub ist mit zwei Siegen, einem Unentschieden sowie einer Niederlage in die neue Spielzeit gestartet und rangiert derzeit auf dem siebten Tabellenplatz.

Auf einer ähnlichen Position landeten die Azulones zum Abschluss der vergangenen Saison, als man nach 38 Spieltagen auf achter Position nur denkbar knapp das internationale Geschäft verpasst hat. Trainer José Bordalás hat in seiner inzwischen über vierjährigen Amtszeit einen eingeschworenen Haufen kreiert, der das gesamte Spiel über darauf aus ist, den Gegner mächtig unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu zwingen.

Im 4-4-2-System sind auf den Flügelpositionen die gelernten Außenverteidiger Allan Nyom und Ex-La-Masia-Talent Marc Cucurella aktiv, den Barça im Sommer für insgesamt zehn Millionen Euro abgabzehn Millionen Euro abgab. Im Sturm agieren Torjäger Jaime Mata sowie der quirlige Cucho Hernández. Große Veränderungen zur Vorsaison gab es bei den Azulones jedoch nicht, der Kern der Mannschaft blieb erhalten und bekam mit einigen zugestoßenen Leihspielern auch noch Zuwachs. 

 

Vorstadtklub ändert Vereinsnamen

Anlässlich des Kräftemessens gegen den FC Barcelona verkündete der FC Getafe eine schöne Botschaft, die in der Corona-Zeit für Mut sorgen soll. Der Vorstadtklub läuft am Samstag als FE FC auf. Der Wortteil „Geta“ wird somit vorübergehend aus dem Namen entfernt, sodass nur „Fe“ übrig bleibt. Dies ist das spanische Wort für „Glauben“.

„Der FC Getafe ändert seinen Namen, um die Welt daran zu erinnern, nicht den Glauben zu verlieren. Die Situation, in der wir uns global befinden, ist außergewöhnlich und der FC Getafe kann nicht teilnahmslos bleiben, also hat er sich dazu entschieden, eine politische Botschaft an die Welt zu senden, denn die Geschichte hat gezeigt, dass wir dazu in der Lage sind, jede Widrigkeit zu überwinden. Der Verein möchte die Welt daran erinnern, nicht den Glauben in die Menschheit zu verlieren, denn die Menschheit kann unglaubliche Dinge erreichen“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

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