Barçagate-Skandal: Ex-Präsident Bartomeu und weitere Barça-Funktionäre verhaftet

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Josep Maria Bartomeu, zurückgetretener Präsident des FC Barcelona, ist am Montag im Rahmen von Untersuchungen im Social-Media-Skandal ‘Barçagate’ verhaftet worden. Die katalanische Polizei führte auch eine Razzia in den Büros des FC Barcelona durch.

Razzia beim FC Barcelona! Am Montag wurden – nicht zum ersten Mal – die Büros des Vereins durch die katalanische Polizei Mossos d’Esquadra durchsucht, Grund dafür sind abermals Ermittlungen im Rahmen des ‘Barçagate’ getauften Social-Media-Skandals.

Im Rahmen dieser Durchsuchungen ist anschließend gemäß Berichten von Cadena SER und Diario ARA Ex-Präsident Josep Maria Bartomeu verhaftet worden. Neben Bartomeu wurde auch der ehemalige Generaldirektor Oscar Grau, Román Gómez Pontí, Leiter des Rechtsdienst, sowie Direktor Jaume Masferrer von den Polizisten in Gewahrsam genommen.

Bei den Ermittlungen der Beamten werden den ehemaligen ranghohen Funktionären der Blaugrana “Korruption” und “unlautere Verwaltung” vorgeworfen.

 

Bei der ‘Barçagate’ getauften Social-Media-Affäre wurde das Unternehmen I3 Ventures vom FC Barcelona damit beauftragt, in den sozialen Netzwerken Hetzkampagnen durch verschiedene Accounts zu starten. Die Angelegenheit wurde noch dubioser, als herauskam, dass der FC Barcelona dem Social-Media-Unternehmen eine Vergütung gezahlt hatte, die weit über dem normalen Marktpreis lag. Es wird geschätzt, dass Barcelona für die Dienstleistungen das sechsfache der üblichen Sätze gezahlt hat. Die Beträge wurden in Chargen von jeweils unter 200.000 Euro überwiesen, sodass sie nicht von der Prüfungskommission des Klubs erfasst werden konnten, womit die vereinsinternen rechtlichen und finanziellen Kontrollen umgangen wurden.

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Ex-Vorstandsmitglied Emili Rousaud, der im April 2020 aus dem Vorstand des FC Barcelona zurückgetreten war, erhob damals schwere Vorwürfe gegen Josep Maria Bartomeu und den restlichen Vorstand. In der Radioshow El Larguero behauptete Rousaud im Zusammenhang mit Barçagate: “Es gibt Fakten, die beweisen, dass es bestimmte Verhaltensweisen gibt, die als Korruption typisiert werden. Jemand hat die Hand in der Schatulle.”

Der Klub leitete daraufhin eine interne Untersuchung ein, die von der angesehenen Wirtschaftsprüfungsfirma PricewaterhouseCoopers (PwC) durchgeführt wurde. Schlussendlich konnte PwC jedoch keinerlei Vorgänge, die mit Korruption zu tun hätten, aufdecken. Der Fall ‘Barçagate’ schien damit abgeschlossen, vorerst jedenfalls.

Doch schon im September hatte die katalanische Zivilpolizei Mossos Anzeichen für Korruption erkannt und den Fall daher ans Gericht weitergegeben. Nun wird der ‘Barçagate’-Skandal wieder aufgerollt – mit möglicherweise schwerwiegenden Konsequenzen für Bartomeu, Grau, Masferrer und Co.

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